Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

15.11.2020, 07:44 Uhr

Geht dieses Jahr doch noch besser zu Ende als bisher verlaufen? (Foto: Alex Schelbert)

Geht dieses Jahr doch noch besser zu Ende als bisher verlaufen? (Foto: Alex Schelbert)


Die Woche der 90 und 100 Prozent: Bald soll’s einen Corona-Impfstoff geben mit einer Wirksamkeit bis zu 90 Prozent. Vielleicht. Und AvP-geschädigte Apotheken können hoffen: Beim Insolvenzverfahren könnten sie mit einer Quote von 90 Prozent rechnen. Leider auch nur vielleicht. Aber 100 Prozent Dubioses und Erstaunliches bringt ein Gutachten zur Insolvenzeröffnung: Tiefe Einblicke, wie AvP gearbeitet hat. Crazy! Ziemlich lazy: Der Bundesrat wird schon bald das Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz durchwinken, kommentarlos. Es kommt noch vor Weihnachten. 100 Prozent. Was auch schon klar ist: Die ABDA bekommt im nächsten Jahr eine Präsidentin. Ab Januar endlich eine Frau an der Spitze. 100 Prozent. 

9. November 2020

Jetzt wissen wir, was gegen das Corona-Virus hilft: „Ein paar Monate müssen wir noch die Pobacken zusammenkneifen.“ formulierte es liebevoll der RKI-Präsident Lothar Wieler auf der letzten Presskonferenz zur Corona-Lage. Mein liebes Tagebuch, im Ernst: Nach zwei Wochen Lockdown zeigt sich noch nicht der erhoffte Rückgang der Infektionszahlen. Haben die bisherigen Maßnahmen nichts oder zu wenig gebracht? Doch, schon, so Wieler, sie haben mit Sicherheit etwas gebracht, wir müssen noch etwas Geduld haben. Und schon ist das Dritte Bevölkerungsschutzgesetz auf den Weg gebracht, es geht vor allem um weitere oder geänderte temporäre Ermächtigungsgrundlagen für die Regierung während einer „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ – und damit werden die Maßnahmen wie beispielsweise Kontaktbeschränkungen, das Tragen von Masken, die Schließung der Gastronomie und vieles andere auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Geändert werden sollen auch die Vorschriften zum Einsatz der patientennahen Schnelltests auf das Corona-Virus. Die Apotheken sind da nicht dabei, noch nicht. Ob die Apotheken da in Zukunft eine Rolle spielen sollen? „Das ist eine politische Entscheidung“, sagte Wieler, prinzipiell gebe es diese Option. Mein liebes Tagebuch, falls alles noch schlimmer wird, kann es also gut möglich sein, dass die Politik auf uns zugeht. Die ABDA hat bereits wissen lassen: Apotheken sollen auf Corona testen dürfen.

Und es gibt Hoffnungsschimmer: Biontech und Pfizer haben Daten zu ihrem Corona-Impfstoff vorgelegt, die nicht nur die Herzen der Börsianer, sondern auch von Medizinern und Politikern höher schlagen lassen: Es sieht gut aus, die Wirksamkeit könne bis zu 90 Prozent betragen, heißt es, und die Zulassung werde in Kürze beantragt. Die wissenschaftliche Publikation der Daten steht allerdings noch aus. Aber, mein liebes Tagebuch, wenn sich alles weiterhin so gut entwickelt, dann sind das Sternstunden von Big Pharma. Der Impfstoff wird aber vermutlich nicht in der Apotheke landen – da bräuchten wir erst Tiefkühlschränke: Denn der Biontech-Impfstoff muss bei minus 70 bis minus 80 Grad gelagert werden.

Ganz heiße Gedanken macht man sich dagegen bereits über die Verteilung des Impfstoffs: Wer darf zuerst geimpft werden? Experten der Ständigen Impfkommission, Ethiker und andere haben bereits ein Positionspapier dazu vorgelegt: Hochrisikopatienten, wichtiges Personal in Kliniken und Pflegeheimen und Personen, die in Bereichen zur Daseinsvorsorge arbeiten (z. B. Mitarbeiter von Gesundheitsbehörden, bei Polizei, Lehrer). Mein liebes Tagebuch, Apothekenpersonal ist da vermutlich auch dabei. Geimpft wird nicht in Hausarztpraxen, so das Positionspapier, sondern in staatlichen Impfzentren, wie auch immer die aussehen werden. Mein liebes Tagebuch, im ersten Quartal des kommenden Jahres könnten die Impfungen starten.


Die Masken, die nicht von allen geschätzten Mund-Nase-Bedeckungen, werden uns aber mit Sicherheit weit ins nächste Jahr hinein begleiten. Und auch die Menschen, die sich weigern, Masken zu tragen. Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man in der Apotheke mit solchen Kunden umgeht, die sich nicht an die Maskenpflicht halten wollen. Dulden darf man diese Zeitgenossen nicht in der Apotheke, das wäre ordnungswidrig. Die Kammer empfiehlt, vom Hausrecht Gebrauch zu machen und sie aufzufordern, vor der Apotheke zu warten, wo sie bedient werden können. Auch das Bedienen durch die Notdienstklappe ist eine Option. So könnte es gehen.

10. November 2020

Vermutlich fallen die Weihnachtsfeiern in Apotheken aus, verständlich – und richtig. Was aber auf keinen Fall ausfallen darf: die Wertschätzung der Mitarbeiter:innen. Und wenn diese Wertschätzung durch einen Corona-Bonus unterstützt wird, dann kann man als Apothekeninhaber:in seinen Mitarbeiter:innen zeigen: Danke, danke für die Mitarbeit in schwierigen Zeiten. Eine Umfrage der Apothekengewerkschaft Adexa zeigt allerdings, dass nur die wenigsten der Apothekenangestellten, die sich an der Umfrage beteiligten, eine Bonuszahlung bekommen haben. Aber, mein liebes Tagebuch, das Jahr ist noch nicht um, vielleicht gibt sich der eine oder die andere Apotheker:in noch einen kleinen Ruck. Was die Umfrage auch zutage brachte: Sogar selbstverständliche Dinge, wie von der Apothekenleitung gestellte und bezahlte Masken, waren nicht überall umgesetzt. Sollte das nicht eine Selbstverständlichkeit sein?

 

Ja, der Bundesgesundheitsminister darf das, das Infektionsschutzgesetz erlaubt es ihm: Er darf bestimmen, welche Zuschläge Apotheken und Pharma-Großhändler auf die Abgabe von Corona-Antigentests erheben dürfen. Und mit der kommenden SARS-CoV-2-PoC-Antigentest-Preisverordnung (ein herrliches Wort!) will er festsetzen, dass Apos und Großhändler hierfür nur noch einen Festzuschlag von jeweils 40 Cent plus Umsatzsteuer je Test erheben dürfen. Also, es geht um die Abgabe von Corona-Antigentests zur patientennahen Anwendung zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Point-of-Care-Tests, PoC). Derzeit greift für diese Tests beziehungsweise Medizinprodukte nämlich keine Preisregulierung. Letztlich geht es dem Minister also darum, dass diese Tests auch in Zukunft bezahlbar bleiben. Aber, mein liebes Tagebuch, wie soll das praktisch gehen? Die ABDA weist in ihrer Stellungnahme zurecht darauf hin, dass die Apotheken und andere Leistungserbringer auf angemessene Einkaufspreise angewiesen sind. Und sie macht darauf aufmerksam: Für die Hersteller von solchen Tests gibt es keine Pflicht, einen einheitlichen Herstellerabgabepreis sicherzustellen. Also sollte der Verordnungstext auch klarstellen, dass die Aufschläge auf den „tatsächlichen Abgabepreis des Herstellers“ zu erheben sind. Für die  Bestellungen, die von Apotheken getätigt werden, sollte außerdem sichergestellt sein, dass bei einem Direktbezug der Aufschlag für Großhandel und Apotheke zusammengerechnet wird, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Und schließlich sei ein Aufschlag von 40 Cent pro Test zu niedrig, fordert die ABDA, es sollten 60 Cent sein. Mein liebes Tagebuch, durchaus vernünftige Vorschläge, jetzt wird’s spannend, was davon in den Verordnungsentwurf fließt. Fraglich, ob sich die Hersteller solcher Tests den Preisfestlegungen beugen. Und Einrichtungen, die solche PoC-Antigen-Tests in großen Mengen kaufen, wie z. B. Krankenhauskonzerne oder Heimträger, wollen doch auch weiterhin die Tests im Direktbezug erwerben – zu ganz anderen Konditionen.

 

Viele AvP-geschädigte Apothekeninhaber akzeptieren nicht, dass sie wie gewöhnliche Gläubiger in einem Insolvenzverfahren behandelt werden. Sie sehen die Verantwortung beim Staat, denn letztlich geht es um Gelder aus der Solidargemeinschaft – die Apotheken sollten das Ausfallrisiko eines Rechenzentrums nicht alleine schultern müssen. Mein liebes Tagebuch, leider sieht dies die Bundesregierung anders. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium Sarah Ryglewski (SPD) stellt in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler klar, dass es für Apotheken keine gesetzlichen Verpflichtungen gebe, die Dienste einer Abrechnungsstelle in Anspruch zu nehmen. Ups, mein liebes Tagebuch, das mag formal wohl zutreffen, aber da macht es sich unsere Bundesregierung sehr einfach, zu einfach. Schäffler möchte, dass das Verhalten der Finanzdienstleistungsaufsicht  BaFin untersucht wird. Er fordert politische Konsequenzen auch in Richtung des Bundesfinanzministers Olaf Scholz und dem Chef der BaFin Felix Hufeld. Schäffler: „Herr Scholz und Herr Hufeld müssen sich fragen, ob sie ihren Laden noch im Griff haben.“ Mein liebes Tagebuch, der AvP-Skandal zieht weitere Kreise.

 

Zum großen Freuen ist es noch viel zu früh, aber ein bisschen mehr Hoffnung dürfen die AvP-geschädigten Apotheken haben: Es gibt, bei aller Vorsicht von Prognosen, Aussicht auf eine außergewöhnlich hohe Quote am Ende des Insolvenzverfahren. Das geht aus einem nicht-öffentlichen Gutachten von Insolvenzverwalter Dr. Jan-Philipp Hoos hervor, das DAZ.online vorliegt. Rein rechnerisch könnte man mit einer Insolvenzquote von bis zu 90 Prozent rechnen. Klingt gut, mein liebes Tagebuch, aber bitte Vorsicht, es gibt bei den Positionen der Vermögenswerte und Forderungen der AvP auch unsichere Kandidaten, z. B. die Forderungen aus Rabattverfall gegenüber den Krankenkassen. Also wir müssen weiterhin abwarten, was unterm Strich tatsächlich übrig bleibt. Und wenn Sie „Rabattverfall“ bisher noch nicht gelesen oder gehört  haben: Lesen Sie bitte den Tagebuch-Eintrag weiter unten, vom 13. November.

11. November 2020

Das Warten hat bald ein Ende. Nein, nicht das auf die Schoko-Nikoläuse in den Supermarktregalen – die Weihnachtsspezereien gibt es schon lange. Das Warten auf unser Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz (VOASG). Am 27. November wird es aller Voraussicht nach den Bundesrat passieren, kommentarlos. Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats hat die Weichen dafür gestellt und die Empfehlung ausgegeben, es nun durchzuwinken. Mein liebes Tagebuch, wie rasch es am Ende dann doch gehen kann. Man glaubt es kaum: Noch vor gut einem Jahr hatte sich der Bundesrat fürs Rx-Versandverbot (RxVV) stark gemacht, unsere fast aller Hoffnungen lagen auf der Länderkammer, nur die ABDA hatte das RxVV bereits abgehakt und wollte nicht recht glauben, dass der Bundesrat sich durchsetzen werde. Sie sollte Recht behalten. Von einem RxVV ist im Bundesrat schon lange nicht mehr die Rede. Und so wird das VOASG mit all seinen Macken und Nachteilen den Bundesrat passieren. Jetzt muss nur noch der Bundespräsident seine Unterschrift druntersetzen, danach wird es im Bundesgesetzblatt verkündet und es tritt in Kraft. Und dann, ja dann steigt die Spannung, wann die ersten Klagen gegen das Boni-Verbot und die GKV-Einheitspreise bei Rx-Arzneimitteln eingehen. Und wir freuen uns auf die ABDA-Geheimliste der honorierten pharmazeutischen Dienstleistungen, die dann wohl irgendwann veröffentlicht werden wird. Mein Gott, wir halten’s vor Spannung kaum aus.

 

Fritz Becker (69), Chef vom Deutschen Apothekerverband (DAV) und Präsident des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg, hat es bereits angekündigt: Er macht seine  beiden Posten frei. Nun, mein liebes Tagebuch, das sei ihm zugestanden, immerhin war er lange dabei: LAV-Präsident seit 1998 und DAV-Vorsitzender seit 2009. Noch Anfang Dezember wird der ABDA-Vorstand neu gewählt und für den DAV-Vorsitz hat sich schon Thomas Dittrich, Vorsitzender des Sächsischen Apothekerverbands zur Wahl gestellt. Da bis jetzt kein anderer für diese Stelle kandidiert, dürfte seine Wahl sicher sein. Und für den Vorsitz auf Landesebene beim LAV Baden-Württemberg sind die Würfel bereits gefallen: Hier wählte der LAV-Beirat die derzeitige Vizepräsidentin Tatjana Zambo für die Nachfolge von Fritz Becker in das Amt der Verbandspräsidentin – sie wird ihr neues Amt zum 1. Mai 2021 antreten. Apothekerin Zambo hat bereits Erfahrungen in der Berufspolitik gesammelt. Die Inhaberin zweier Apotheken im badischen Gaggenau gehört seit 2008 dem LAV-Beirat an. Seit 2012 ist sie Mitglied im Vorstand des Verbands und bekleidet seit knapp fünf Jahren das Amt der LAV-Vizepräsidentin. Mein liebes Tagebuch, da wünschen wir Frau Zambo doch viel Erfolg für ihr neues Amt und frische Ideen.

 

Gabriela Regina Overwiening, wird vermutlich, also aller Voraussicht nach unsere neue ABDA-Präsidentin. Die Wahl ist zwar erst am 9. Dezember, aber da keine weitere Kandidatin, kein weiterer Kandidat für dieses Amt zur Verfügung steht und die Bewerbungsfrist abgelaufen ist, braucht’s keine großen prophetischen Gaben, um den Wahlausgang vorherzusagen. So ist das eben bei Apothekers. Also, ab 1. Januar wird zum ersten Mal in der Geschichte der ABDA eine Frau an der Spitze stehen. An der Spitze eines Berufs, in dem zu über 80 Prozent Frauen arbeiten. Mein liebes Tagebuch, es wird Zeit, dass die Männer-Phalanx durchbrochen wird. Wir hatten im Lauf des 70-jährigen Bestehens der ABDA genug Männer an der Spitze unserer Berufsvertretung, es wird Zeit für eine Frau. Und da fällt mir doch ein Zitat der scheidenden Bundesjustizministerin Christine Lambrecht in die Hände, zitiert im aktuellen Spiegel. Sie sagt dort über das Engagement von Frauen und Männern in der Politik: „Frauen sind eher reflektiert in Bezug auf die Entscheidung, was sie sich zumuten und zutrauen. Das finde ich positiv. Es gibt genug Männer, die nach jeder Wurst schnappen und die Dinge dann nicht zu Ende bringen.“ Mein liebes Tagebuch, hoffen wir darauf, dass die Ära von wurstschnappenden Männern, die es auch in der ABDA-Geschichte gab, ein Ende hat. Die Herausforderungen sind groß, auf uns Apothekers kommt einiges zu. Um nur die größten zu nennen: das VOASG und die Folgen, die Digitalisierung, das E-Rezept, der Versandhandel und die Frage, wie geht’s eigentlich mit der Anpassung unseres Honorars weiter? Gabriele Overwiening hat sich viel vorgenommen, wie sie bei einem virtuellen Treffen ihrer Apothekerkammer Westfalen-Lippe wissen lässt. Sie will den Berufsstand einen (geht das überhaupt noch?). Sie möchte finanzielle Stabilität schaffen, auf eine Dynamisierung des Apothekenhonorars hinarbeiten. Ihr Schlagwort: Apotheker:innen verdienen ein „wertschätzendes Honorar“. (Schöne Formulierung!) Sie will sich außerdem gegen eine Bagatellisierung von Arzneimitteln stemmen. Und nicht zuletzt – und das gefällt mir, mein liebes Tagebuch, besonders gut – will sie für ein deutlich selbstbewussteres Auftreten der Apotheker als bisher werben, auch im Kontakt mit der Ärzteschaft: „Wir wollen und können auf Augenhöhe mit anderen Heilberuflern arbeiten“, sagt sie. So ist es. Bei diesen anspruchsvollen Zielen kann man ihr nur allen erdenklichen Erfolg wünschen. Ob das die verkrusteten ABDA-Strukturen mitmachen?

12. November 2020

Das Tohuwabohu um die rechtliche Einordnung von SARS-CoV-2-Antigen- oder -Antikörpertests ist (typisch für unsere föderalistische Struktur in Deutschland) groß, es ist ein Flickwerk. Für uns Apothekers steht dabei die Frage im Mittelpunkt, ob die Apotheke z. B. die IgG-Antikörpertests  abgeben dürfen. Das Bundesgesundheitsministerin lässt verlauten, dass Testkits, die lediglich zur Probenentnahme und anschließenden Sendung an ein Labor gedacht sind, nicht grundsätzlich § 3 Absatz 4 der Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) unterliegen und damit in Apotheken abgegeben werden dürfen – „theoretisch“, wie der BMG-Sprecher sagte. Denn die Einhaltung der MPAV wird auf Landesebene überprüft. Aha, der schwarze Peter liegt dann bei den Ländern. Und was heißt das praktisch? Unsere Apothekerkammern müssen den Angaben ihrer Landesbehörden folgen, und da sagen die einen so und die andern so. Konkret bedeutet dies, dass einige Kammern ihren Apotheken raten, solche Probeentnahmensets nicht an Patienten abzugeben. Mein liebes Tagebuch, währenddessen  vertreiben Internet-Apotheken und der dm-Drogeriemarkt munter die Antikörpertestkits. Nun ja, abgesehen davon, dass ein solches Durcheinander für Patienten alles andere als vertrauensbildend ist: Man darf sich auch die Frage stellen, welche Aussagekraft solche Tests, für die der Kunde 40 bis 60 Euro berappen muss, überhaupt haben? Die Sensitivität liegt irgendwo zwischen 90 und 97 Prozent. Man erhält ein entsprechendes Ergebnis für einen Zustand in der Vergangenheit. Und dass die Probenentnahme für so manchen Laien nicht unbedingt problemlos ist (Entnahme einer ausreichend großen Menge an Blut aus der Fingerbeere und Auftragung auf den Teststreifen), lässt sich wunderbar nachlesen im aktuellen Zeitmagazin. Der Kolumnist Harald Martenstein schreibt dort „über einen Antikörpertest für zu Hause und einen blutigen Versuch in der Küche“. Herrlich! Also, mein liebes Tagebuch, vielleicht wäre es sinnvoll, wenn sich Bund und Länder darauf verständigen, dass solche Tests am besten nur über Apotheken vertrieben werden – mit entsprechender Beratungspflicht und einer  fachmännischen Blutentnahme in der Apotheke.

13. November 2020

Wirklich erstaunlich, was das AvP-Desaster an neuen Erkenntnissen über die Insolvenz selbst, aber auch über das Rezeptabrechnungswesen zutage fördert. Tiefe Einblicke bringt das (nicht öffentliche) Gutachten zur Insolvenzeröffnung, das der Insolvenzverwalter Dr. Jan-Philip Hoos beim zuständigen Gericht vorgelegt hat. DAZ.online liegt das Gutachten vor, und DAZ-Wirtschaftsredakteur Dr. Müller-Bohn hat es sich angeschaut – und dabei Erstaunliches und Dubioses entdeckt. Bei der Auflistung der Vermögenspositionen stößt man auf „Forderungen aus Rabattverfall“. Was ist das denn, mein liebes Tagebuch? Offenbar beziehen sich diese Forderungen auf den „Apothekenabschlag“. Also, wenn Krankenkassen pünktlich (innerhalb von zehn Tagen nach Rechnungseingang) zahlen, dürfen sie diesen Abschlag von ihrer Zahlung abziehen. Das Gutachten erweckt somit den Eindruck, dass die Krankenkassen nicht immer innerhalb der vorgesehenen Frist gezahlt hätten. AvP hätte daraufhin fällige Forderungen aus dem Rabattverfall „im ordnungsgemäßen Geschäftsgang aufarbeiten und zeitnah gegenüber den Kostenträgern geltend machen müssen“. Doch dies sei mindestens seit 2013 nicht erfolgt. Mein liebes Tagebuch, das wäre ein dickes Ei. Da stünden wohl noch einige Millionen aus, die die Krankenkassen nachzahlen müssten. Ob das so seine Richtigkeit hat, ob also tatsächlich noch Ansprüche gegenüber Kostenträgern bestehen, wird derzeit ermittelt. Hinzu kommt, und das ist besonders pikant, dass die AvP strukturelle Defizite und Verluste u. a. auf Rabattverfälle schob und versuchte, die Verluste mit fingierten Rabattverfallforderungen zu verbuchen und zu kaschieren. Die fehlende Liquidität sei nicht aufgefallen, denn das Rechenzentrum habe auf den Konsortialkredit für die Abrechnungsgelder zugreifen können. Und das wiederum sei wegen der Bilanzierungspraxis der AvP nicht aufgefallen. Ist doch richtig irre, oder? Bleibt die Frage im Raum, ob im laufenden Insolvenzverfahren noch Zahlungen für Rabattverfälle von den Krankenkassen einzutreiben sind. Und ob die Krankenkassen tatsächlich verspätet gezahlt haben – „denn gerade wegen des drohenden Rabattabzugs gelten die Krankenkassen als sehr zuverlässige Zahler“, so Müller-Bohn.

 

Na, das ist ein Coup des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) der besonderen Art, frei nach dem Motto gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht. Das BMG arbeitet seit Neuestem mit Google zusammen, um evidenzbasierte Gesundheitsinformationen präsenter im Netz zu platzieren. Und das sieht so aus: Sucht man über die Suchmaschine Google nach Gesundheitsinformationen, z. B. zur Migräne, erscheint auf der Ergebnisseite rechts an prominenter Stelle ein Infokasten, der einen Überblick, die Symptome und Behandlungen zur Migräne auflistet. Erstellt wurden die Infos von gesund.bund.de, der neuen BMG-Seite, die „verlässliche Informationen für Ihre Gesundheit“ bieten will. Und durch die Zusammenarbeit mit Google erscheinen diese Infos immer auf der ersten Ergebnisseite rechts. 160 Krankheitsbilder sind bereits eingegeben. Jens Spahn freut sich: „Wer Gesundheit googelt, soll auf unserem Portal landen und dort die Informationen finden, die er braucht.“ Fein. Und noch vor Kurzem meinte er, man dürfe die Gesundheitspolitik nicht Apple und Google überlassen. Nun ja, mein liebes Tagebuch, mittlerweile weiß Spahn, dass eine Mehrheit der Deutschen jeden Tag googelt. Und sein Portal soll nun evidenzbasierte Gesundheitsinformationen des Bundes besser im Netz platzieren als bisher. Wie gesagt, gut gemeint. Um die Seite gesund.bund.de zu füllen, arbeitet eine eigene Redaktion, die aus unterschiedlichen Quellen die Texte qualitätsgesichert zusammenträgt und erstellt. Die Qualitätskriterien leiten sich ab aus der „Guten Praxis Gesundheitsinformation“. Und als Partner der neuen Gesundheitsinfo-Seiten sind dabei das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, der Krebsinformationsdienst des Deutsche Krebsforschungszentrums und das Robert Koch-Institut. Also, man gibt sich wirklich Mühe. Aber die Verlagsbranche ist darüber not amused. Die Rede ist von der Diskriminierung der Verlagsangebote und sogar von einem Angriff auf die Pressefreiheit ist die Rede. Denn Stichproben zeigten, das bei den Suchergebnissen in der Regel fast nur noch Regierungsinformationen zu Gesundheitsfragen angezeigt werden – moniert etwa der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Was besonders verstörte, sei Spahns Formulierung, das sein Portal „verlässliche Regierungsinformationen“ biete. Für den VDZ impliziert das die Behauptung, die digitale Gesundheitsberichterstattung durch die Verlage sei weniger verlässlich. Mein liebes Tagebuch, also, nichts gegen ein Gesundheitsportal des Bundes – aber keine Bevorzugung durch Google, sondern auf Augenhöhe mit all den anderen hervorragenden Gesundheitsportalen.



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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26 Kommentare

Absurdistan

von PiPaPo am 17.11.2020 um 9:12 Uhr

die Apotheker nicken wie immer alles brav ab, auch die Abschaffung ihres Berufsstandes. Viel Spaß bei Hartz IV

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Dieser Kommentar wurde von der Redaktion aufgrund eines Verstoßes gegen die allgemeinen Verhaltensregeln gelöscht.

Spahn und die Gematik

von Karl Friedrich Müller am 16.11.2020 um 8:51 Uhr

ziehen es nun mit IBM und DocMorris durch und "bauen" das deutsche E-Rezept System. Deutsch daran ist nur noch der sogenannte Gesundheitsminister.
Oh Wunder.
Wann wacht man auf? Das war schon vorher klar und alle agieren nach der Vogel Strauß Methode. Kopf in den Sand

Wir dürfen dann Masken verteilen. Unserer Ausbildung entsprechend.
Was ich denke, kann sich jeder denken...

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Bonus

von Thomas Kerlag am 16.11.2020 um 7:09 Uhr

Toll fand ich den Hinweis, dass das Jahr nicht nicht um ist. Schön von Herrn Ditzel sich gegenüber häufiger Apothekermentalität naiv zu zeigen.
Aufgepasst. Es geht hier um eine Einmalzahlung in außerordentlichen Zeiten!
Wer das nicht hinbekommt sollte seinen Laden gleich schließen.

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Mund-NaseN-Bedeckung

von K. Stülcken am 15.11.2020 um 15:41 Uhr

Auch auf die Gefahr hin pedantisch zu wirken, es heißt: Mund-Nasen-Bedeckung und nicht Mund-Nase-Bedeckung. Da hat wieder irgendjemand Unsinn in die Welt gesetzt und schon verbreitet er sich. Es ist keine Frage der Anzahl der Nasen sondern der deutschen Grammatik.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Mund-NaseN-Bedeckung

von Dr. House am 15.11.2020 um 16:09 Uhr

Wenn wir schon am Arsch sind, dann wenigstens grammatikalisch korrekt. Hachja wir Deutsch*Innen halt ;-)

Systemrelevante Flüsterer

von Bernd Jas am 15.11.2020 um 13:00 Uhr

Guten Morgen Herr Ditzel,
guten Morgen liebe Knötter-Group.

Man sollte diese Frau Sarah Ryglewski mal Fragen, ob sie sich bewusst ist, dass es für Abgeordnete keine gesetzlichen Verpflichtungen gebe, die Dienste von Beratern in Anspruch zu nehmen.
Denn die schlucken derart viel Steuermittel, wie wir niemals in der Lage wären Kröten zu schlucken.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Resultate zählen

von Ulrich Ströh am 15.11.2020 um 9:04 Uhr

Frau Overwiening ist ab 9.Dezember viel Erfolg zu wünschen.!

Es ist viel liegen geblieben in den vergangenen vier Jahren, nicht nur die Geheimliste der honorierten Dienstleistungen .

Den Berufsstand zu einen, ist ein hehres Ziel.

Wird aber kaum gelingen,dafür gibt es mittlerweile zu viele verfestigte Partikularinteressen unter den ApothekerInnen..

Und die zitierten verkrusteten Strukturen der ABDA stehen dem zunächst auch entgegen.

Trotzdem: Resultate nach vier Jahren zählen, nicht Erläuterungen, warum es nicht geklappt hat.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Resultate zählen

von Dr.Diefenbach am 15.11.2020 um 11:05 Uhr

Herr Ströh,ich kann Ihnen da nur Recht geben :Frau Overwiening ist noch NICHT mal gewählt,da weiss man bereits,WIE das Alles abläuft.Sie ist aber für die alten und antiquierten Satzungspunkte der ABDA nicht aus der Historie heraus verantwortlich.Und wenn sie sich nicht um das Amt bewerben würde?Hätten wir dann ein kopfloses System ab Januar??(Ich meine das personenbezogen, nicht sachlich).Warum hat sich denn NIEMAND anders zur Wahl aufstellen lassen?Natürlich ist es sicher eine extreme Herausforderung,Apotheke UND Amt parallel erfolgreich(!) zu betreiben, aber es ätzt schon, immer diese Negative.WENN es sich zeigt, dass es erhebliche Kritikpunkte gibt,DANN können es alle die vorbringen,die sich jedenfalls jetzt erst mal in Deckung gebracht haben.Übrigens teile ich keinesfalls diese elende Diskussion Frau/Mann:Es muss um die Qualifikation(!) gehen.Und wenn sich die Situation derart darstellt wie wir sie vorfinden,eben kein anderer Mitstreiter, sage ich :Eine glückliche Hand für die Kandidatin !!Ob sie alte Denkweisen umgestaltet, zeigt sich. Und DARAN was sich FÜR den Stand verbessert, sollte die Chefin dann gemessen werden, wenn sie gewählt ist!UND liefert

Dissen erwünscht?

von Karl Friedrich Müller am 15.11.2020 um 9:03 Uhr

Die DAZ sollte Kommentare löschen, die nur zum Zuel haben, Andere zu nerven. Wie Herrn Hartmann, der es sich wohl zu Ziel gemacht hat, Frau Peter zu nerven.
Das geht nicht.

» Auf diesen Kommentar antworten | 5 Antworten

AW: Dissen erwünscht

von Michael Reinhold am 15.11.2020 um 16:27 Uhr

Bitte hier niemanden löschen.

Auch ich finde die Posts insbesondere von Anita Peters und von Conny immer sehr unterhaltsam. Ständig am Jammern wie schlecht doch die Welt und wie unfähig doch die ABDA wäre. Und dann wollen die bösen Angestellten auch noch Corona-Bonus.
Ich habe hier von den Beiden noch nie eine positve Sicht auf die Dinge oder einen gezielten Verbesserungsvorschlag gelesen. Und auf Kritik wird mit dann mit gezielten Beleidigungen geantwortet (s. auch unten).

Mich erinnern diese Posts immer an Statler und Waldorf von den Muppets. :-)

Bitte daher die Posts von Conny und Frau Peters in diesem Forum belassen. Beide haben aufgrund des Unterhaltungswerts ihrer Posts einen definitiven Fanclub - mich eingeschlossen. :-)

PS: Das Tolle an einer Demokratie ist doch, dass man die größte Grütze öffentlich schreiben kann. Noch toller ist aber, dass man auf sowas dann auch eine Antwort erhält. ;-)

AW: Dissen erwünscht

von Anita Peter am 15.11.2020 um 17:30 Uhr

Gerne dürfen Sie meiner "Grütze" mal argumentativ begegnen. Aber ausser ein laues und vor allem arrogantes Lüftchen ist da wohl nicht zu erwarten Herr Reinhold?

AW: Dissen erwünscht

von Tom Beldowitz am 15.11.2020 um 17:53 Uhr

Na Reinhold Apotheke von der Mutti geerbt und die Arroganz vom Papi mitbekommen?

AW: Dissen erwünscht

von Bernd Jas am 15.11.2020 um 20:05 Uhr

Ach isset nich´ wieder schön heute?

Aber Herrrr Reinhold, dass Sie mich nicht mit aufgezählt haben, .... muß ich denn erst wieder persönlich bleiben?
Und glauben se´bloß nicht was sie denken.

AW: Dissen erwünscht

von Conny am 15.11.2020 um 20:14 Uhr

@Herrn Reinhold: ich finde meine Posts wesentlich besser als Frau Peters ihre :)

Sichtweisen

von Karl Friedrich Müller am 15.11.2020 um 8:48 Uhr

Corona Bonus: wieso wird so getan, als gäbe es einen Anspruch darauf? In die Welt gesetzt von Spahn, selbst drückt er sich, wo es geht, aber private Unternehmer sollen auf ihr persönliches Einkommen verzichten, weil hier eine Sau durchs Dorf getrieben wird. Gedacht für sehr belastete Pflegekräfte, von denen viele in die Röhre sahen. Wieviel Corona Bonus hat die DAZ denn bezahlt? Oder ist das mit dem Rumgammeln im Homeoffice schon abgegolten?
Eine neue Führung der Apotheken? Mit den alten Methoden? Neues Personal, dass wie das alte überfordert sein wird und uns weiter mit unsinniger Bürokratie belastet? Teurer Bürokratie? Schleimspuren für Spahn? Und uns treten, vernichten, in den Ruin treiben?
Spahn selbst ist ein gefährlicher Mann, für den nur Konzerninteressen und seine eigenen zählen. Ein machtbewusster Mensch, der seinen Anspruch darauf rücksichtslos ausbaut. Ein Kahlschläger der Gesundheitswesens.
Schon allein, dass man nach der ersten Welle nicht angefangen hat, für die 2. vorzusorgen, ist ein Skandal. Die Pfleger in Kurzarbeit, statt zu Fortbildungen. Das Krankenhaus muss schließlich Gewinn machen!!
Man schafft es nicht, von den falschen wirtschaftlichen Sichtweisen wegzukommen, Gewinn, Konzerne, Dividenden über alles. Dabei hat das im Gesundheitswesen nichts zu suchen.
Und nun stecken wir tiefer im Schlamm als zuvor. Ich verstehe die Beliebtheit von Spahn und der Regierung in der Bevölkerung nicht. Die hauen uns in die Pfanne, höhlen die Demokratie aus- und das Volk jubelt. Gaga.
Die Digitalisierung, mit der verbundenen Aufhebung von Datenschutz und Erlaubnis zum Handel mit unseren Daten, ist gewollt kompliziert und soll nur über die TI ablaufen, damit Spahn auch an die Daten kommt, pardon die Gematik. Sie ist die Rutschbahn ins Aus. Vorher noch etwas Achterbahn, damit wir im Schwindel nicht merken, was passiert.
Warum will niemand merken, was läuft?

» Auf diesen Kommentar antworten | 5 Antworten

AW: Sichtweisen

von Heiko Barz am 15.11.2020 um 11:32 Uhr

Ich habe schon seit Langem auf diesem Sprechblasen absondernden Möchtegern-Kanzler Kandidaten und auf seine „Ermächtigungsstrategie“ hingewiesen. Unserem Volk geht es ähnlich dem in den USA. Die Hälfte läut doch immer noch dem Rattenfänger hinterher. Wer sich ständig in den Medien präsentiert, dem wird auch zugehört - auch wenn nur dummes Zeug oder Falschmeldungen verbreitet werden -! Was hat denn Spahn alles angerührt. Vor der Viruskrise kannte ihn kaum jemand, denken wir an sein „Kandidatenwollen“ zur CDU-Führung. Ein Debakel für einen, der 9% nach oben will. Dann spülte die Presse ihn seit Beginn der Pandemie ganz nach oben ( heute steht er neben Söder ganz weit oben)und das Volk denkt, je öfter sein Gesicht in allen Medien abgelichtet wird, das ist er, der Retter des angeschlagenen Gesundheitswesens und großer Hoffnungsträger als Deutscher Kanzler. So ganz nebenbei fällt auch schon wieder das Wort für seine Kanzlerschaft, so arbeiten eben die Medien. Nur eins sollte der Wähler wissen, wenn dieser „Mann“ Kanzler würde und die BRD so führen würde wie das BGM, dann brauchen wir nur noch einen Hausmeister, der schnell das Licht ausmacht.

AW: Schichtweise dünn auftragen oder der Bonus aus dem Zauberhut

von Bernd Jas am 15.11.2020 um 13:25 Uhr

Herr Müller,
ich wollte schon losknöttern, da kommen Sie wieder mal mit Ihrem von mir zustimmungsbedachten Kommentar daher.
Bei den ganzen Einbußen die wir dieses Jahr haben kann ich eigentlich auch nur mal jedem danken und "Bravo" klatschen.
Ich weiß nicht, aber es ist immer wieder das Gleiche. Für die meisten Menschen wächst das Geld auf Bäumen und man braucht es nur noch von der Straße aufheben und wieder verteilen. Die Regierung macht es ja vor. So wird es ja dann wohl auch in Wirklichkeit funktionieren.
Hat schon mal jemand über das Wort KRIESE nachgedacht, und was gerade mit uns passiert?
Mutti anscheinend nicht, denn die lässt sich im Moment ihre Armlehnen des Kanzleramts (etwa 500 Büros) für schon gesteigerte 6.000.000,-€uronen (im Stile Erdogan-Palast will ich auch) von unseren Steuergeldern ausbauen. Wir haben jetzt schon den weltweit größten Regierungssitz. Da erblasst selbst das eh schon weiße Haus. Und das stärkste daran: Die "Mitarbeiter"-stärkste Abteilung für Nudging, damit ALLE schön auf Spur bleiben. (Wurde das eigentlich schon mal in der Tagesschau erwähnt?)

Für unsere Mitarbeiter haben wir übrigens gesorgt, in dem wir ein Paar mal die Woche unser Restaurant unterstützt haben. Ein Multi-Bonus sozusagen. Und es wird gegessen was auf den Tisch kommt, so`.

AW: Sichtweisen

von Anita Peter am 15.11.2020 um 14:08 Uhr

Lieber Herr Jas,

von ARD und ZDF werden sie keine neutrale Berichterstattung etc erhalten:

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus219289186/Oeffentlich-Rechtliche-Ausgewogene-Berichterstattung-92-Prozent-der-ARD-Volontaere-waehlen-gruen-rot-rot.html

AW: Licht weisen

von Bernd Jas am 15.11.2020 um 18:10 Uhr

Ja Frau Peter,

sehr gute Info. Es bestätigt sich immer wieder.
Aber suchen Sie doch mal "die Welt" auf dem Medien Navigator. Wobei ich gleich dazu geben muß, dass ich nicht gegen "die Welt" knöttere.

https://swprs.files.wordpress.com/2019/08/medien-navigator-2019-hd.png

AW: Sichtweisen

von Pimaliks am 17.11.2020 um 11:04 Uhr

dem Spahn sein Gspusi ist halt bei Funke Medien, das hilft. Gute Prese und große Fresse hat schon immer in Kombination mit vorgeblichem Fleiß (Muddi lobt ihn) die Karriere vorangetrieben.Der wird noch Kanzler, äh König von Deutschland

.

von Anita Peter am 15.11.2020 um 8:15 Uhr

Guten Morgen,

hat schon mal jemand von der VSA Rückerstattungen wegen Rabattverfall bekommen? Anscheinend zahlt das ARZ Haan diese regelm. aus. Evtl kann ja auch die DAZ dieses Thema aufrollen, es scheint ja nicht um kleine Summen zu gehen.

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AW: .1.Kommentar

von Frank Hartmann am 15.11.2020 um 8:36 Uhr

War klar

AW: .

von Anita Peter am 15.11.2020 um 8:45 Uhr

Haben Sie auch was zum Thema beizutragen oder ist das nur die sonntägliche Zurschaustellung Ihrer Einfältigkeit?

AW: .

von Heiko Barz am 15.11.2020 um 11:07 Uhr

Sie haben richtige Fans, Frau Peter! Und einen harmonischen Sonntag!

AW: Sichtbar gemachte Intelligenz schon ab 8.36 h?

von Christian Timme am 15.11.2020 um 22:02 Uhr

Es ist wirklich erstaunlich zu welchen Höchstleistungen Herr Hartmann bereits kurz vor neun fähig ist ...

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