Nationale Impfkampagne

COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson kommt in die Arztpraxen

Berlin - 14.05.2021, 12:15 Uhr

Nach Comirnaty und Vaxzevria kommt nun auch der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in die Arztpraxen. Er ist hierzulande unter dem Namen Janssen COVID-19 Vaccine im Handel. (c / Foto: IMAGO / Pacific Press Agency)

Nach Comirnaty und Vaxzevria kommt nun auch der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in die Arztpraxen. Er ist hierzulande unter dem Namen Janssen COVID-19 Vaccine im Handel. (c / Foto: IMAGO / Pacific Press Agency)


In der letzten Maiwoche sollen die Vertragsärzt:innen in Deutschland erstmals auch den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. Darüber informiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung in einem Newsletter. Für das Präparat soll es ebenso wie für Vaxzevria von AstraZeneca in der kommenden Bestellwoche zwar keine Obergrenze geben, möglich ist aber, dass die Zahl der gelieferten Dosen deutlich geringer ausfällt als die Bestellmenge.

Der COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson (Zulassungsinhaber hierzulande ist die Firma Janssen) hält Einzug in die ambulante Versorgung: Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ankündigt, sollen in der Woche nach Pfingsten (KW 21) etwa 500.000 Dosen der Vakzine über die Apotheken an die Arztpraxen ausgeliefert werden. Hinzu kommen demnach 1,6 Millionen Dosen Comirnaty und nur rund 600.000 Dosen Vaxzevria. Die Einführung des Impfstoffs von Johnson & Johnson im ambulanten Sektor war bereits für die erste Maiwoche angekündigt, dann aber kurzfristig wieder gestoppt worden.

Nun soll es wirklich soweit sein – und das hat Folgen für die Bestellungen in den kommenden Woche: Nach Angaben der KBV ist vorgesehen, dass die bereitgestellten Dosen Comirnaty von Biontech/Pfizer erneut vorrangig für Zweitimpfungen eingesetzt werden sollen. „Für Zweitimpfungen mit Comirnaty geben Ärzte auf einem separaten Rezept möglichst nur die Anzahl der Dosen an, die sie in der Woche vom 12. bis 18. April verimpft haben (sechs Wochen Abstand)“, schreibt die Bundesvereinigung. „Es gibt dafür keine Obergrenze.“

Für Erstimpfungen können allerdings maximal zwei Vials von Biontech/Pfizer pro Arzt bestellt werden, heißt es weiter in den Praxisnachrichten. „Der Grund ist die vorrangige Belieferung der Praxen mit Impfstoff für Folgeimpfungen, damit alle Patienten nach sechs Wochen zum zweiten Mal mit Comirnaty geimpft werden können. Abhängig von der Bestellmenge für diese prioritären Zweitimpfungen kann es passieren, dass nicht jeder Arzt mit Comirnaty für Erstimpfungen beliefert werden kann.“

Ebenfalls unbegrenzt bestellbar, aber nur begrenzt lieferbar sind laut KBV die Vakzinen von Johnson & Johnson (Sonder-PZN 17377648) und AstraZeneca. „Für die Bestellung des Impfstoffes von Johnson & Johnson und von AstraZeneca gibt es keine Obergrenze“, informiert die KBV. „Dadurch soll bei AstraZeneca verhindert werden, dass der Impfstoff nicht vollständig abgerufen wird.“ Aber: „Da die Impfstoffmenge nach wie vor begrenzt ist, hängt die tatsächliche Liefermenge pro Arzt für Erstimpfungen von der Anzahl der bestellenden Ärzte und der Bestellmenge insgesamt ab. Dies gilt auch dann, wenn die Bestellmenge nicht begrenzt ist.“



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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