Arzneimittel und Therapie

HMR 3647: Neues Antibiotikum zur Behandlung ambulant erworbener Pneumonien

Hoechst Marion Roussel informiert über die vorläufigen Daten aus klinischen Phase-III-Studien mit HMR 3647, einem Mitglied einer neuen Familie von Antibiotika, den Ketoliden. Die Daten weisen darauf hin, dass die neue Verbindung bei der Behandlung ambulant erworbener Pneumonien eine klinische Heilungsrate von 94 Prozent erbringt.

Gute Wirksamkeit

In einer offenen Studie erhielten 197 Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie 7 bis 10 Tage lang 800 mg HMR 3647. Bei den Patienten, die in dieser Studie mit HMR 3647 behandelt wurden, lag die Heilungsrate bei 92,9 Prozent. Die Messung der bakteriologischen Reaktion auf HMR 3647 belegte die Wirksamkeit der Substanz bezüglich der dokumentierten und der vermuteten Eliminierung der häufigsten Erreger ambulant erworbener Pneumonie, Streptococcus pneumoniae (88,9 Prozent) und Haemophilus influenzae (81,8 Prozent).

Heilungsraten mit Amoxicillin vergleichbar

In einer doppelblinden, multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie mit parallelen Gruppen, die in Europa durchgeführt wurde, wurden 101 Patienten 10 Tage lang entweder mit 800 mg HMR 3647 einmal täglich oder 1000 mg Amoxicillin dreimal täglich behandelt. Der primäre Endpunkt der Studie bestand im Vergleich der klinischen Wirksamkeit von HMR 3647 und Amoxicillin. Nach Abschluss der Behandlung wiesen HMR 3647 und Amoxicillin wie geplant vergleichbare Heilungsraten auf (94,6 Prozent bzw. 90,1 Prozent).

Ketolide sind neuartige Antibiotika

Ketolide sind eine neuartige Familie in der Makrolid-Lincosamin-Streptogramin(MLS-)Gruppe antimikrobieller Arzneimittel. Das entscheidende strukturelle Merkmal der Ketolid-Verbindungen ist eine Ketonfunktion anstelle der Cladinosefunktion, die für die Wirksamkeit der Makrolid-Antibiotika verantwortlich gemacht wird. In der vergleichenden Studie waren die häufigsten Nebenwirkungen von HMR 3647 und Amoxicillin Diarrhö, Übelkeit und veränderte Werte bei Leberfunktionstests. Dieselben Nebenwirkungen traten auch in der offenen Studie am häufigsten auf.

Allein in den USA gibt es jedes Jahr vier Millionen Fälle von ambulant erworbener Pneumonie, die über eine halbe Million stationäre Behandlungen erforderlich machen und jährlich Kosten in Höhe von 23 Milliarden Dollar verursachen. Pneumonie ist die häufigste Ursache der durch Infektionskrankheiten verursachten Todesfälle in den USA. Die Mortalität der ambulant behandelten Patienten liegt zwar unter 5 Prozent, doch fast jeder fünfte Patient muss schließlich im Krankenhaus behandelt werden.

Hoechst Marion Roussel beabsichtigt, im kommenden Jahr die Zulassung für HMR 3647 bei den Behörden in den USA und in Europa zu beantragen.

Hoechst Marion Roussel informiert über die vorläufigen Daten aus der klinischen Phase-III-Studien mit HMR 3647, einem Mitglied der neuen Antibiotika-Familie der Ketolide. Die Daten weisen darauf hin, dass die neue Verbindung bei der Behandlung ambulant erworbener Pneumonien eine klinische Heilungsrate von 94 Prozent erbringt.

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