Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

04.07.2021, 07:30 Uhr

Schaut man genau hin, gibt es da noch das eine oder andere verbesserungswürdige Detail der ABDA-Struktur... (Foto: Alex Schelbert)

Schaut man genau hin, gibt es da noch das eine oder andere verbesserungswürdige Detail der ABDA-Struktur... (Foto: Alex Schelbert)


1. Juli 2021

1. Juli! Los geht’s mit dem E-Rezept! Gemach, mein liebes Tagebuch, nicht so überstürzt. Wir haben vernommen: Das E-Rezept kommt in kleinen Schritten, zunächst in der Fokusregion Berlin-Brandenburg. Der Start wird auf 2. Juli verschoben und mit dabei ist erstmal nur eine einzige Apotheke in Berlin-Schöneberg und eine Arztpraxis. Aber klar, so nach und nach sollen sich dann mehr Apotheken und Praxen anschließen, um zu üben. Und – tirili, tirila – die erste „echte“ E-Rezept-Abrechnung wird Anfang August erwartet. Die Gematik zirpt jedenfalls hocherfreut, dass sie pünktlich zum 1. Juli ihre Patienten-App („Die offizielle App für das E-Rezept“) veröffentlicht hat. Na, mein liebes Tagebuch, da zeigt sich doch ein digitales Lächeln im Gesicht der ersten App-Anwender und Patienten – die vermutlich aber erstmal das E-Rezept als Papierausdruck ins freudenfeuchte Händchen gedrückt bekommen. Öffnet man die App und geht zur Rezepte-Funktion, ist die erste Option: „Neues Rezept. Scannen Sie den Rezeptcode ab, um es hinzuzufügen“. Klasse, oder? Den vom Arzt ausgedruckten Code darf man dann scannen – echt digital geht anders, oder? Nun ja, das voll digitale Rezept gibt es natürlich auch, ist allerdings noch umständlicher: Der Patient muss sich erst in der Telematikinfrastruktur authentifizieren mit Smartphone und elektronischer Gesundheitskarte. Beide müssen den NFC-Funkstandard beherrschen. Gut möglich, dass diese Prozedur für den einen oder anderen mittelälteren oder älteren Patienten nicht wirklich barrierefrei ist. Egal wie, das E-Rezept kommt.

 

Mitgliederversammlung der ABDA. Auch auf der Tagesordnung: die laufende Organisationsüberprüfung der ABDA. Ach ja, die gibt’s ja auch noch, sie war vor einem Jahr, am 1. Juli 2020 beschlossen worden. Externe Berater sollten „Aufgaben, Prozesse und Strukturen“ der ABDA systematisch betrachten, um daraus dann die erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen abzuleiten. Auf den Weg gebracht hatte diese Analyse noch der frühere ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Seine Nachfolgerin Gabriele Overwiening begrüßte dies, sie hatte  sich bei ihrer Kandidatur dafür ausgesprochen: Man brauche „zeitnah eine Organisationsuntersuchung“. Mittlerweile ist ein Jahr vergangen, ein Ergebnis gibt es noch nicht, nur eine Zwischenanalyse. Es sei eine „Rund-um-Analyse“, und es werde nach Stärken und Schwächen gesucht. Verständlich, dass das dauert. Und Fragen zur Struktur der ABDA gibt es in der Tat reichlich. Mein liebes Tagebuch, es bleibt also spannend, was dabei herauskommen wird.



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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2 Kommentare

Fun Fakt ….

von aures gabriela am 04.07.2021 um 14:35 Uhr

….zur AG Honorierung :
Eines der Mitglieder ist mittlerweile Präsidentin .

Hier die Zusammensetzung :
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/05/15/abda-suche-nach-neuen-honorar-ideen-gestaltet-sich-schwierig

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Abda

von Conny am 04.07.2021 um 10:18 Uhr

Die Geschichte der O. ist bisher eine sehr traurige.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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