Plakataktion: „Nie wieder 2020: Lasst uns impfen gehen“

Noventi und Impfstoffhersteller rufen zur COVID-19-Impfung auf

Dillingen/Stuttgart - 11.01.2021, 13:45 Uhr

Noventi startet eine deutschlandweite Plakat-Kampagne in Apotheken, um die Impfbereitschaft zu erhöhen. (m / Grafik: Noventi)

Noventi startet eine deutschlandweite Plakat-Kampagne in Apotheken, um die Impfbereitschaft zu erhöhen. (m / Grafik: Noventi)


Die Bereitschaft, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen, ist in Deutschland trotz hohem Impfgeschehen und vielen Todesfällen gering. Der Apothekendienstleister Noventi möchte nun zusammen mit vier Impfstoffherstellern die Impfbereitschaft in der Bevölkerung erhöhen. Dazu starten die Initiatoren eine bundesweite Plakat-Kampagne unter dem Motto „Nie wieder 2020: Lasst uns impfen gehen“. Die Apotheken erhalten Plakate, die die Pro-Impfkampagne unterstützen sollen. 

„Nie wieder 2020: Lasst euch impfen.“ Unter diesem Motto steht die bundesweite Kampagne des Gesundheitsdienstleisters Noventi im Rahmen der „Initiative gegen Corona“. Durch sachliche Aufklärung soll den Deutschen die Sorge vor der Impfung genommen werden, zudem möchte man den Kampf gegen das Coronavirus verstärken, erklärt Noventi die Kampagne. Unterstützt wird die Initiative von den führenden Impfstoffherstellern Biontech, Curevac, Artes Biotechnology und IDT Biologika. Die Plakate werden unter anderem an alle rund 19.000 Apotheken in Deutschland zum Aushang im Schaufenster ausgeliefert.

Studie zeigt noch zu geringe Impfbereitschaft

Nach einer Studie der Universität Heidelberg sind aktuell nur 46 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen bereit, sich impfen zu lassen. Um die COVID-19-Pandemie in den Griff zu bekommen und das Gesundheitssystem zu entlasten, ist jedoch laut WHO eine deutlich höhere Durchimpfungsrate von etwa 60 bis 70 Prozent wichtig. Die Kampagne soll helfen, die Impfbereitschaft in Deutschland zu steigern.

„Apotheker sind die Gesundheitsexperten vor Ort, die individuell und flächendeckend in ganz Deutschland über die Impfung gegen COVID-19 informieren können“, sagt Noventi CEO Dr. Hermann Sommer. Diese Tatsache müsse man für die Fortsetzung der „Initiative gegen Corona“ nutzen, denn sachliche Aufklärung sei die beste Immunisierung gegen grassierende Impfzweifel, erklärt Sommer. „Und das müssen wir jetzt angehen – unabhängig von der aktuellen Impfstoffmenge – denn persönliche Einstellungen ändern sich nur langsam.“

Der aktuell vorherrschende Streit müsse sachlicher Aufklärung weichen, betont Sommer. Denn dadurch würde die Bevölkerung verunsichert und die Bereitschaft zur Impfung sinke. In den Apothekern sieht Noventi kompetente inhaltliche Ansprechpartner für die Bevölkerung, um mit sachlicher Aufklärung den Impfzweifeln zu begegnen.

Initiative soll Impf-Diskussion in die Apotheken bringen

„Es ist wichtig, dass sich Menschen, die sich wegen des COVID-19-Impfstoffes Sorgen machen, faktenbasiert informieren können und sich auch umfänglich informiert fühlen“, betont Dr. Michael Boehler, Pressesprecher von Biontech in Deutschland, das in Zusammenarbeit mit der US-Pharmafirma Pfizer einen Impfstoff gegen COVID-19 entwickelt hat. „Die ‚Initiative gegen Corona‘ bringt die Diskussionen über die Impfung an den richtigen Ort für inhaltliche Informationen: in die Apotheken.“ 



Robert Hoffmann, Redakteur DAZ.online
redaktion@daz.online


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3 Kommentare

Wann kommt: Nie wieder 2021?

von Christian Timme am 11.01.2021 um 21:28 Uhr

Das ist bereits die Gratwanderung zwischen Apothekendienstleister und ...

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

rausgeschmisenes Geld

von Karl Friedrich Müller am 11.01.2021 um 15:15 Uhr

Kein Impfstoff, kein Termin, Telefonnummer überlastet, nicht erreichbar.
Bevor man solche Kampagnen startet, sollte erst mal der Rest funktionieren.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: rausgeschmisenes Geld

von NOVENTI am 11.01.2021 um 18:29 Uhr

Die Situation ist natürlich nicht optimal, keine Frage. Aber das kann ja nicht bedeuten, dass wir einfach abwarten und nichts tun. Wir tragen Verantwortung. Gerade jetzt, weil die aktuelle politische Lage mehr von Streit und weniger von Aufklärung über die Impfung geprägt ist. Und gerade jetzt, da die Impfstoffproduktion erst anläuft, weil sich die Impfbereitschaft in der Bevölkerung langfristig entwickeln muss.

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