Rheinland-Pfalz

Kammer sucht freiwillige Pharmazeuten und PTA für Corona-Impfzentren

Berlin - 30.11.2020, 12:45 Uhr

Mitte Dezember sollen die Impfzentren der Länder bereit sein. Freiwillige Unterstützer sind gesucht – auch unter den Apotheker:innen und PTA. (Foto: imago images / Laci Perenyi)

Mitte Dezember sollen die Impfzentren der Länder bereit sein. Freiwillige Unterstützer sind gesucht – auch unter den Apotheker:innen und PTA. (Foto: imago images / Laci Perenyi)


Die Hoffnung ist groß, dass in Kürze zugelassene Impfstoffe gegen COVID-19 zur Verfügung stehen. Die Länder bereiten sich darauf vor, indem sie Impfzentren errichten. Dafür wird Personal benötigt. Im Gespräch ist, ob auch Apotheker:innen und PTA helfen könnten. Die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz fragt daher gerade ab, ob Pharmazeut:innen und PTA grundsätzlich bereit wären, freiwillig in Impfzentren mitzuwirken.

In Schleswig-Holstein hat das Landesgesundheitsministerium bereits vor einiger Zeit bei der Landesapothekerkammer angefragt, ob bei den künftig in Impfzentren geplanten COVID-19-Impfungen PTA aus den Apotheken bei der Rekonstitution des Impfstoffs helfen könnten.

Nun wird der mögliche Einsatz von Apotheker:innen und PTA auch in Rheinland-Pfalz diskutiert. Hier sollen möglichst bis Mitte Dezember in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt Impfzentren entstehen. Ergänzt werden diese durch mobile Impfteams, die beispielsweise Pflegeeinrichtungen besuchen.

Am vergangenen Freitag verschickte die Landesapothekerkammer an alle Apotheken im Land ein Schreiben mit dem Betreff „Freiwillige Pharmazeuten und PTAs für Corona-Impfzentren“ gesucht. Darin fragt Kammerpräsident Peter Stahl nach, ob Pharmazeut:innen und PTA grundsätzlich bereit wären, in Impfzentren mitzuwirken. Der Appell ist weit gefasst: Gefragt sind Apothekenmitarbeiter:innen wie auch Pharmazeut:innen in Verwaltung, Industrie, Uni, Klinik und Bundeswehr – ebenso ehemalige und freiwillige Kammermitglieder.

Anlass ist, dass die Landesapothekerkammer in die Steuerungsgruppe des Landesgesundheitsministeriums berufen wurde. „Mit großem Vertrauen setzt die Landesregierung auch auf die Apothekerschaft und Ihren pharmazeutischen Sachverstand in Rheinland-Pfalz“, schreibt Stahl.

Eine verbindliche Antwort kann die Kammer noch nicht erwarten – auch Stahl räumt ein, dass dazu mehr Details nötig seien. Die sollen in weiteren Phasen folgen. Jetzt geht es erst einmal darum, sich ein Bild von der grundsätzlichen Bereitschaft zu machen.


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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6 Kommentare

Impfstoff

von Sonya Vatchkova am 06.12.2020 um 9:14 Uhr

Lieber Kollegen und Kolleginnen,
Jedes Mal frage ich mich wo unsere Kammer und ABDA sind uns darüber zu informieren, was in dieser Impfstoff enthalten ist? Warum müssen wir hinter Schleusen bei MINUS 80 GRAD CELSIUS zu ARBEITEN? Es ist eine erst zu nehmende Temperatur. Man kann nicht mehr als 10 Impfstoffe pro Tag verarbeiten. Wir sprechen immerhin von Eine Massenimpfung?
Die Pharma Unternehmen kassieren richtiges Geld und die Pharmzeuten 27,5EUR die Stunde
BEI MINUS 80 GRAD.
ECHT COOL!

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Impfstoff

von Klaus Götze am 09.12.2020 um 11:10 Uhr

Hier waren die Finger wohl schneller als das Gehirn. Der Impfstoff soll mit NaCl-Lösung aufbereitet werden. Wie soll das bei -80° C funktionieren? Also doch eher über dem Gefrierpunkt von 0°C

das ist Toll

von Marcel am 30.11.2020 um 13:44 Uhr

ich hoffe jeder der Freiwilligen ist sich darüber im klaren was er/sie/es für eine Verantwortung hat ! So kann man sich natürlich auch vor Klagewellen bei zu erwartenden Nebenwirkungen. Ich bin weiterhin fassungslos

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: das ist Toll

von Rolf Jägers am 30.11.2020 um 18:45 Uhr

Es wird ja niemand gezwungen - wenn eine für Apotheker sinnvolle Tätigkeit im Raume steht, ist es doch eine sinnvolle Sache. Ihre ominösen Befürchtungen kann ich nicht teilen, die wirken auf mich wie die immer als erstes aufkommenden apothekerlichen Bedenken.

Gendering

von Klaus Volkmann am 30.11.2020 um 13:20 Uhr

es sollte bitte auch PTA;innen heißen. Wenn wir schon hier gendern :-)

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Gendering

von Kiwi am 30.11.2020 um 18:19 Uhr

Entschuldigung, aber A ist eine Abkürzung und wahlweise von jedem so "auszulesen", wie er sich angesprochen fühlt. Wir müssen unsere Sprache nicht noch mehr vergewaltigen als unbedingt notwendig ;)

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