Neuer Markenauftritt

DocMorris: Herz statt Kreuz

Berlin - 26.11.2020, 11:45 Uhr

DocMorris im Wandel: Das neue Markendesign (oben) stammt von der Designagentur Mucho aus Barcelona, Spanien. (Quelle: DocMorris)

DocMorris im Wandel: Das neue Markendesign (oben) stammt von der Designagentur Mucho aus Barcelona, Spanien. (Quelle: DocMorris)


Der niederländische Arzneimittelversender DocMorris setzt auf einen Imagewandel. Er will sich fortan als digitaler Gesundheitsdienstleister präsentieren – und seine „Rolle als Innovationstreiber und Nummer 1 im Arzneimittel-Versandhandel“ weiter ausbauen.  Dazu verwendet DocMorris ab sofort auch ein neues Logo. Am heutigen Donnerstag zwang die Umstellung erst einmal die Webseite in die Knie.

„Wir bitten um Ihr Verständnis“, begrüßte einen zeitweilen die DocMorris-Webseite, „derzeit kommt es leider zu technischen Problemen. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.“ Dazu erscheinen ein gänzlich ungewohntes Herz-Logo in Grüntönen, sowie ein neuer Schriftzug „DocMorris Apotheke“. Das langjährig bekannte DocMorris Kreuz ist verschwunden.

In einer Pressemitteilung erklärt das zur Schweizer Zur Rose-Gruppe gehörende Unternehmen die Metamorphose: Die Praxis zeige, dass die Digitalisierung mehr und mehr zum bestimmenden Unterscheidungsmerkmal aller Akteure im Gesundheitswesen werde. „Daher vollzieht Europas größte Versandapotheke DocMorris Schritt für Schritt den Wandel vom reinen Arzneimittelhändler zum digitalen Gesundheitsdienstleister und wird die Rolle als Innovationstreiber und Nummer 1 im Arzneimittel-Versandhandel weiter ausbauen.“

Der Mensch im Mittelpunkt

Um diese Entwicklungen im Gesundheitsmarkt auch in der Markenidentität und Markenarchitektur von DocMorris zu berücksichtigen, gebe es ab sofort den neuen Markenauftritt. „Zukünftig rücken die Kunden sowie deren Gesundheitsversorgung noch stärker in den Fokus des Unternehmens“, heißt es in der Mitteilung. Und so rückt nun das Herz „in logischer Folge“ als „Symbol der Menschen und ihrer Gesundheit“ in den Vordergrund. „Die Apotheke bildet weiterhin das Fundament und stützt so die Marke DocMorris durch den hellgrünen Schriftzug. Die verschiedenen Grüntöne des Herzens spiegeln auch die vielfältigen bestehenden und zukünftigen Services wider, die die Digitalisierung noch persönlicher und individueller möglich macht: Beratung, Arzneimitteltherapiesicherheit, Betreuung chronisch Kranker oder elektronische Rezepte und Medikationsplan.“

Frank Müller, Chief Marketing Officer des Segments Deutschland der Zur Rose-Gruppe, erklärt: „Die Erwartungen an Apotheken und andere Gesundheitsdienstleister seitens der Kunden wachsen stetig. Treiber ist auch hier die Digitalisierung. Sie erwarten ein Höchstmaß an Service, Sicherheit und Fachkompetenz und wollen, dass ihre Bedürfnisse auf eine nahtlose und mühelose Weise erfüllt werden, die zu ihrem Lebensstil passt. Es ist daher der richtige Zeitpunkt, unser Engagement für die kundenorientierte Zukunft der digitalen Gesundheitsfürsorge auch in einer neuen Markenidentität zu zeigen. Das neue Markenbild der DocMorris Apotheke markiert dabei nur den Anfang eines Paradigmenwechsels von Pharma zu Gesundheit.“

Das neue Design der Marke DocMorris werde Schritt für Schritt umgesetzt, heißt es weiter. Entworfen wurde es von der international tätigen Designagentur Mucho aus Barcelona, Spanien.


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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5 Kommentare

Doc Morris

von Werner Wöhrle am 29.11.2020 um 23:15 Uhr

Als chronisch kranker Patient, der täglich 11 verschiedene Medikamente braucht, mindestens, bin ich seit Gründung zufriedener Kunde von Doc Morris, werde da auch bestens beraten, falls ich die 0800 Nummer anrufe.
Bei Vor-Ort-Apothekern steht auch das Eurozeichen im Vordergrund...wie überall.
Als jahrzehntelang tätiger Pharmareferent brauche ich das Apothekergeschwätz auch nicht - was die ja glatt "Beratung" nennen.
Ich fordere das Dispensierrecht für Ärzte, wie es in vielen Ländern gegeben ist - und funktioniert.
Meine Hunde rennen auch nicht in die Apotheke, der Tierarzt hat ein Dispensierrecht.
Das massenhafte Apothekenunwesen könnte dann abgestellt werden, kostet nur unsinnig Geld.
Auch die Kirchen wollen nur das beste ihrer Schafe...
...nein, das ist nicht das Seelenheil, das ist die Kirchensteuer.
Habe ich natürlich längst quittiert.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Doc Morris

von A. Fischer am 30.11.2020 um 14:17 Uhr

Der Einzige der bei Ihnen verdient, ist die genannte Apotheke, die Sie ach so toll finden. Wer mehr als 10 Medikamente am Tag benötigt kann man nur eine intensivere Medikationsanalyse empfehlen (Dauer ca. 1-2 Stunden). Hier ist auch das nicht weglassen von Medikamenten ein gesetztes Ziel. Fragen Sie mal ob DocMorris soetwas leistet und mit Ihrem Verordner darüber spricht.
Ansonsten kenne Ich keinen ehemaligen Pharmareferenten der eine Beratung in der Apotheke als "Apothekengeschwätz" abbügelt. Gratuliere. Sie sind der Erste.
Falls der Verordner auch noch dispensieren soll, warum sollten Sie nicht 20 Medikamente am Tag nehmen? Wo bleibt hier die Grenze? Wer verdient dann?!
Bleiben Sie Gesund,
A. Fischer

Der Mensch im Mittelpunkt?

von Pharmi am 26.11.2020 um 14:26 Uhr

Eigentlich müssten die ein Eurozeichen als Symbol im Logo haben, steht doch wie bei jeder Aktiengesellschaft eigentlich allein der Profit im Mittelpunkt...

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Doc Morris Apotheke

von Torben Schreiner am 26.11.2020 um 13:04 Uhr

Wieso klagt niemand gegen den Begriff Apotheke?
Doc Morris und Shop -Apo sind nach Apothekenbetriebsordnung keine Apotheken.
Darf ich man sich auch ohne Approbation Arzt, oder ohne Promotion Dr. nennen?

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Doc Morris „Apotheke“

von Heiko Barz am 27.11.2020 um 11:06 Uhr

Leider taucht immer wieder - auch in unseren berufstypischen Medien - das Wort „holländische Versandapotheken“ auf. Eigentlich ist dieses Phlegma der verantwortlichen Redakteure eine dauerhafte indirekte Werbung für die Gesetzesverneiner contra bundesdeutscher AM-Rechtsprechung aus unserem beliebten und überliberalisierten Nachbarland.
Ich glaube auch nicht, dass dieses Gedankenspiel irgendeinem Bundestagsabgeordneten nachhaltig bekannt ist.

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