COVID-19-Impfungen

Rund 90 Prozent des Apothekenpersonals sind bereits geimpft

Berlin - 22.07.2021, 07:00 Uhr

Die DAZ hat beim Apothekenpersonal nachgehakt, wie es um ihren Impfstatus steht: 88 Prozent der Apotheker:innen sind bereits vollständig geimpft. (x / Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie)

Die DAZ hat beim Apothekenpersonal nachgehakt, wie es um ihren Impfstatus steht: 88 Prozent der Apotheker:innen sind bereits vollständig geimpft. (x / Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie)


Das Robert Koch-Institut hat kürzlich das Ziel einer COVID-19-Impfquote von 85 Prozent für die 12- bis 59-Jährigen sowie von 90 Prozent für ab 60-Jährige ausgegeben. Von diesen Zahlen sind wir in Deutschland noch ein gutes Stück entfernt. Das Apothekenpersonal hierzulande gibt allerdings ein gutes Vorbild ab: 88 Prozent sind laut den Ergebnissen unserer DAZ-Umfrage bereits vollständig geimpft. Weitere 3 Prozent haben zumindest eine Dosis verabreicht bekommen. Lediglich knapp 5 Prozent wollen sich nicht impfen lassen.

Die DAZ hat beim Apothekenpersonal nachgehakt, wie es um ihren Impfstatus steht. Auch wenn die Umfrageergebnisse nicht repräsentativ sind – immerhin 1.068 DAZ-Leser:innen beteiligten sich, sodass man sich doch ein gewisses, vielleicht sogar deutliches Bild machen kann.

Demnach sind 940 Umfrageteilnehmer:innen (88 Prozent) bereits vollständig geimpft, weitere 37 (3,5 Prozent) haben zumindest die erste Dosis erhalten. Vier Teilnehmende erklärten, sie stünden kurz vor der ersten Impfung, 38 sagten, sie hätten noch keinen Termin. Lediglich 49 Personen (4,6 Prozent) gaben an, sie wollten sich auf keinen Fall impfen lassen.

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Mitgemacht hatten vor allem Apotheker und Apothekerinnen (905 Teilnehmende) – aber auch PTA (100), PKA (13) und andere Mitarbeitende (50) stimmten mit. Die Ergebnisse ähneln sich. Die PKA sind sämtlich geimpft – nur eine hat erst eine Dosis verabreicht bekommen. Von den PTA wollen sich nur 3 Prozent gar nicht impfen lassen, bei den sonstigen Mitarbeiter:innen sind es hingegen 12 Prozent, die eine Impfung ablehnen.

Gründe für die (Nicht-) Impfung

Als Gründe für eine Impfung gaben die Teilnehmenden vor allem an, dass jede Impfung helfe – nicht nur den Geimpften selbst (79,2 Prozent der Geimpften). Knapp die Hälfte sagte, sie wolle so schnell wie möglich ihr normales Leben zurück. Nur 0,5 Prozent (fünf Personen) erklärten, der Arbeitgeber hätte es so  gewünscht (diese Antwort gaben ausschließlich Apotheker:innen). Diejenigen, die „sonstige Gründe“ anklickten (6,4 Prozent der Geimpften), nannten hier etwa bestehende Vorerkrankungen, die Arbeit in einem Testzentrum oder einfach den Schutz vor COVID-19. Für einige ist die Impfung auch „eine Selbstverständlichkeit“.

(Quelle: DAZ)

Die am häufigsten genannten Gründe für die Nicht-Impfung waren Bedenken wegen Nebenwirkungen (43 Personen, 50 Prozent der nicht geimpften Teilnehmenden) und Zweifel, die Impfkampagne werde die Situation verbessern (19 Personen / 22 Prozent). 29 Teilnehmer:innen gaben sonstige Gründe an – genannt wurden hier insbesondere Schwangerschaft oder Stillzeit. 

(Quelle: DAZ)


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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3 Kommentare

Coronaimpfung

von Scarabäus am 22.07.2021 um 13:33 Uhr

Nachdem gefühlt jede 3. Woche ein Rote-Hand-Brief zu irgendeinem Covid-Impfstoff in meine Apotheke flattert, halte ich mich mit Impfempfehlungen sehr bedeckt. Unser Team hatte Corona letzten November und als Genesene vertrauen wir auf unser natürliches Immunsystem. Wenn VALNEVA als konventioneller Totimpfstoff auf den Markt kommt, sieht die Lage besser aus.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Coronaimpfung

von Birgit Kimmich am 30.07.2021 um 20:12 Uhr

Auf diesen Impfstoff warte ich schon seit Monaten

Geimpft

von Conny am 22.07.2021 um 10:28 Uhr

Von meinen 24 Mitarbeiter/innen sind 23 voll geimpft. Von sich aus ! Leider verlässt uns eine Mitarbeiterin, nicht ganz von sich aus.

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