ABDA erklärt sich erneut zur Bühler-Petition

Schmitz: Beschlusslage verbietet Herausgabe der Gutachten

Berlin - 04.02.2020, 17:45 Uhr

Sebastian Schmitz sucht das Verständnis der Mitgliedsorganisationen. (m / Foto: Schelbert)

Sebastian Schmitz sucht das Verständnis der Mitgliedsorganisationen. (m / Foto: Schelbert)


Nicht den Eindruck erwecken, die ABDA verfolge mehrere Ziele zugleich

Auch der Beschluss der Hauptversammlung spreche sich dafür aus, den vorliegenden Gesetzentwurf weiter zu verfolgen und zu dessen beschleunigter Behandlung beizutragen. Schmitz verweist darauf, dass der Beschluss von den Delegierten –„insbesondere nach der zuvor von Herrn Spahn gehaltenen Rede“ – in dem Wissen gefasst worden sei, dass der Gesetzentwurf keine Regelung für ein Rx­Versandhandelsverbot enthalte. Die „konstruktive“ Begleitung des Gesetzentwurfs, selbst wenn sie „kritisch“ erfolge, könne deshalb nicht so verstanden werden, dass die politischen Aktivitäten darauf gerichtet werden sollen, das Gesetz durch eine völlig andere gesetzliche Regelung, das Rx­-Versandhandelsverbot, abzulösen.

Der Hauptgeschäftsführer betont zudem, dass es in allen Diskussionen der Gremien stets den Konsens gegeben habe, dass das Verbot des Rx­-Versandhandels „die beste aller denkbaren Lösungen für die Wiederherstellung der Gleichpreisigkeit“ sei. Aber: Gegenstand der Diskussionen sei letztlich nicht diese Bewertung gewesen, sondern die Frage, welche Maßnahmen politisch durchsetzbar seien. Und so lautete die Entscheidung: Das Rx­-Versandhandelsverbot soll nicht gefordert werden.

Aufgrund dieser Beschlusslage seien der Geschäftsführende Vorstand der ABDA und die Geschäftsführung ­derzeit ­verpflichtet, für eine erfolgreiche Beendigung des Gesetzgebungsverfahrens zum Vor­-Ort­-Apothekenstärkungsgesetz einzutreten und Schritte zu unterlassen, die dieses Ziel gefährden.

Abschließend schreibt Schmitz: „Auch wenn das von Herrn Bühler erfolgreich betriebene Petitionsverfahren ohne Frage nicht dadurch zu einer Maßnahme der ABDA wird, dass die ABDA ihm unterstützend Rechtsgutachten überlässt, so müssen Beobachter in Parlament und Regierung aus einer solchen Unterstützung jedoch ableiten, dass die ABDA mehrere Ziele gleichzeitig verfolge, von denen eines, ­das Verbot des Rx­-Versandhandels, ­konträr zu den Inhalten des laufenden Gesetzgebungsverfahrens steht“. Das würde die Position der ABDA im laufenden Gesetzgebungsverfahren deutlich schwächen.



Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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Bühler bringt ABDA in Bedrängnis

7 Kommentare

ABDA

von J.M.L. am 06.02.2020 um 16:30 Uhr

Es gibt mehrere Interpretationsmöglichkeiten für ABDA die derzeit im Netz kursieren:
ABDA : Altbacken, Borniert, Dickköpfig, Apothekenfern
ABDA : Abdanken Bessert Die Apothekenlage
ABDA : Altherrenverein Bedient Die Apothekengegner

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Es ist doch nun alles klar?

von Karl Friedrich Müller am 05.02.2020 um 16:28 Uhr

Überdeutlich
Wen interessieren dann noch irgendwelche Erklärungen? Die einzig interessante wäre die des kompletten Rücktritts
Ansonsten bitte lieber weiter schweigen

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

ABDA-Beschlussverfolgungs und - erfüllungquote???

von Christian Timme am 05.02.2020 um 10:01 Uhr

Sorry, je nach Windrichtung und Motivation... unter X%?

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Ihr alten ruiniert unsere Zukunft

von Rainer W. am 05.02.2020 um 9:01 Uhr

... kein RxVV
... keine Gleichpreisigkeit
... keine Honoraranpassung
... keine Entbürokratisierung
... keine Erhöhung der Rezepturvergütung
... keine Abschaffung der Wareneingangsprüfung
... keine Ausgleiche für Mehrarbeit durch Securpharm, Rabattverträge, Lieferengpässe

Was habt ihr eigentlich jemals für uns erreicht?

Ein Jahr noch hängt Schmidt kraftlos in der Abda-Zentrale rum und beobachtet unseren Niedergang.

Die schwersten Lieferengpässe die wir je gesehen haben stehen bevor und Ihr stützt den Versand und versteckt euch hinter euren Mogelformulierungen und verdreht die Beschlüsse.

Schämen solltet ihr euch, dafür auch noch unser Geld zu bekommen.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Ihr alten ruiniert unsere Zukunft

von Roland Mückschel am 05.02.2020 um 9:35 Uhr

Was sie erreicht haben? Aber das weiss doch
jeder.
Es hätte schlimmer kommen können...

Wäre die Abda geschwächt....

von Conny am 04.02.2020 um 22:20 Uhr

Die Abda ist so schwach, schwächer geht es doch gar nicht. Wenn die oberen Drei nur ein wenig Arsch in der Hose hätten , würden Sie geschlossen zurücktreten.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Abda

von Edith Hatt am 04.02.2020 um 19:17 Uhr

Ich bin seit 50Jahren in diesem Beruf , den ich noch immer liebe. Aber ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß unsere Standesvertretung mit aller Macht und der Unterstützung durch unsere Beiträge aus gesicherter Position die Vorort - Apotheke einfach sterben lassen will.
Es ist fast geschafft , wir werden abgeschafft .
Ich sage jetzt - 19Uhr 15 nach 10Stunden Dienst an der Front- buhhhh , gehe nach Haus und freue mich auf morgen.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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