Fehlbildungen nach Valproatexposition

Ermittlungsverfahren gegen Sanofi eingeleitet

Stuttgart - 04.02.2020, 12:45 Uhr

Frankreichs Justiz hat gegen Sanofi ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP wird gegen Sanofi wegen fahrlässiger Körperverletzung und schwerer Täuschung im Zusammenhang mit dem Epilepsiemittel Depakine ermittelt. (s / Foto: imago images / PanoramiC)

Frankreichs Justiz hat gegen Sanofi ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP wird gegen Sanofi wegen fahrlässiger Körperverletzung und schwerer Täuschung im Zusammenhang mit dem Epilepsiemittel Depakine ermittelt. (s / Foto: imago images / PanoramiC)


Auch Apotheker sind involviert

Auch Apotheker spielen beim Schwangerschaftsverhütungsprogramm explizit eine Rolle. Sie müssen sicherstellen, dass

  • die Patientenkarte bei jeder Abgabe von Valproat ausgehändigt wird und dass die Patientinnen deren Inhalt verstehen,
  • auf die Sicherheitshinweise verstärkt eingegangen wird, insbesondere auf die Notwendigkeit zuverlässiger Verhütungsmethoden,
  • Patientinnen darüber informiert sind, die Anwendung von Valproat nicht abzubrechen und im Falle einer geplanten oder vermuteten Schwangerschaft unverzüglich einen Spezialisten aufzusuchen,
  • Valproat in der Originalverpackung mit einem außen angebrachten Warnhinweis abgegeben wird.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass Valproat in der Apotheke nicht ausgepackt werden sollte, wie es in einigen Ländern offenbar der Fall ist. Ist dies nicht zu vermeiden, müssen immer, sofern verfügbar, eine Kopie der Packungsbeilage, der Patientenkarte und der äußeren Verpackung mit abgegeben werden, heißt es im Rote-Hand-Brief.



dpa-afx / jb
redaktion@daz.online


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