Serie: Mittelstand im Pharmaland – Wörwag

Vitamine für jedermann

Böblingen - 24.06.2016, 16:00 Uhr


Wachstum ist keine Selbstverständlichkeit mehr

Eine wichtige Entscheidung war dabei, dass die Firma von Anfang an ihr eigenes Marketing betrieb und selber Vertriebsstrukturen aufgebaut hat. „Eigene Mitarbeiter identifizieren sich natürlich ganz anders mit dem Unternehmen“, sagt Monika Wörwag. Daher sei in vielen Ländern die „Mannschaft der ersten Stunde“ noch in der Firma. Um Mitarbeiter zu binden und Engagement auch zu honorieren, setze das Unternehmen auf Leistungsprämien.

Historisch sei Wörwag stark gewachsen – mit einer Umsatzverdopplung ungefähr alle fünf Jahre. „Aber die letzten zwei waren eher schwierige Jahre“, sagt Marcus Wörwag – Wachstum sei keine Selbstverständlichkeit mehr. Dies liegt unter anderem am russischen Markt, der inzwischen größer ist als der deutsche. Doch obwohl zu spüren sei, dass Menschen in Osteuropa mehr für die Gesundheit ausgeben, könnte der dortige Höhenflug bald vorbei sein.

Auf der Suche nach neuen Chancen

„Die Krise in Russland spüren wir schon deutlich“, sagt er. Auch wolle Putin bis 2020 dafür sorgen, dass 50 Prozent des russischen Pharmamarktes einheimisch ist.

„Wir überlegen uns genau, wo und wie wir weiter wachsen können.“ Im pharmazeutischen Markt sei dies grundsätzlich schwierig, da er hochreguliert ist. „Es ist und bleibt eine Herausforderung“, erklärt Wörwag. Inzwischen sei die Firma auch in Südamerika und Asien sehr aktiv, vermehrt würde sie in Schwellenländer gehen. „Dort liegen für uns große Wachstumschancen“, sagt er. 



Hinnerk Feldwisch-Drentrup, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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