Gesundheitspolitik

Gegenwind aus der Ärzteschaft

cha | Auch die österreichischen Apotheker haben sich bereit erklärt, in ihren Apotheken gegen COVID-19 zu impfen, damit die Impfkampagne rascher fortschreitet. Aus der Ärzteschaft kommt allerdings massiver Widerstand dagegen. So wurde auf Druck der Ärztekammer Oberösterreich eine entsprechende Apothekerfortbildung, die das Rote Kreuz durchführte, abgebrochen. Scharfe Worte fand auch Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer. Auf das Argument, dass in den Apotheken „akademisch ausgebildetes Personal“ zur Ver­fügung stehe, antwortete er: „Soll das heißen, dass ein Universitätsabschluss egal welcher Richtung zum Impfen befähigt?“ Die Präsidentin der Apothekerkammer forderte er auf, sie möge sich mit den Anforderungen beschäftigen, die an Ärzte während Studium und Fortbildungen gerichtet werden. „Wer glaubt, dass diese Ausbildung durch einen tageweisen Schnellsiedekurs für Laien ersetzt werden kann, zeigt (...) ein verblüffendes Maß an Realitätsverkennung. (...) Denn Impfen ist mehr als nur ein Stich.“ |

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