Kernpositionen zur Bundestagswahl

Das ist der Wunschzettel der ABDA für die kommenden vier Jahre

Berlin - 05.05.2021, 17:50 Uhr

Was kommt in der neuen Legislaturperiode auf die Apotheken zu? (Foto: IMAGO / Fotografie73) 

Was kommt in der neuen Legislaturperiode auf die Apotheken zu? (Foto: IMAGO / Fotografie73) 


Im Vorfeld der Bundestagswahl am 26. September dieses Jahres veröffentlicht die ABDA jetzt ein Positionspapier, in dem sie ihre Wünsche an die Regierung für die folgenden vier Jahre formuliert. Unter anderem fordert sie, am Mehr- und Fremdbesitzverbot sowie der freien Apothekenwahl festzuhalten. Zudem müsse der „unverzichtbare Nutzen“, den Präsenzapotheken für die Gesellschaft stiften, künftig im Zentrum politischer Entscheidungen stehen.

Was mag die kommende Legislaturperiode politisch für die Apothekerschaft bringen? Die ABDA legt jetzt ihren Wunschzettel an die neue Regierung in Form eines Positionspapiers vor: Sie fordert insbesondere, die Versorgungsstrukturen zu stabilisieren, der Trivialisierung von Arzneimitteln entschieden entgegenzutreten und den Nutzen der wohnortnahen Versorgung durch Apotheken für die Gesellschaft in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen zu rücken.

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„Die Herausforderungen der Corona-Pandemie haben die besondere Bedeutung des Gesundheitssystems inklusive einer sicheren und effektiven Arzneimittelversorgung mehr als deutlich gemacht“, schreibt die ABDA im Vorwort ihres Positionspapiers. Die Apotheken vor Ort sowie die Krankenhausapotheken seien dabei „ein verlässlicher und unverzichtbarer Pfeiler“ gewesen und hätten sich durch hohe Anpassungsbereitschaft und Flexibilität ausgezeichnet. „Kurz: Die Struktur einer Versorgung durch inhabergeführte Apotheken vor Ort hat sich bewährt und ihre Krisenfestigkeit bewiesen.“

Doch die Arzneimittelversorgung steht demnach vor erheblichen Herausforderungen: „Unsichere Zukunftsperspektiven senken die Bereitschaft der nachfolgenden Generation, Betriebe zu übernehmen“, betont die ABDA. „Die Risiken immer komplexer werdender Arzneimitteltherapien werden in der Bevölkerung häufig unterschätzt. Eine wachsende Zahl an digitalen Angeboten droht den Verbraucherschutz zu unterlaufen.“ Dem gelte es entgegenzuwirken und die Chancen zu nutzen, die ein stabiles Versorgungssystem und sinnvoll eingesetzte digitale Instrumente bieten können. „Vor diesem Hintergrund muss die Apotheke vor Ort jetzt konsequent durch entsprechende politische Rahmenbedingungen stabilisiert, gesichert und gestärkt werden.“



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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3 Kommentare

Apothekensterben!

von Thomas Eper am 06.05.2021 um 12:56 Uhr

Ich vermisse ein Wort zum Apothekensterben!
Sollte jedem Politiker klar sein, was das bedeutet und warum täglich eine Apotheke dicht macht.
Konkrete Forderung nach Anhebung des Fixhonorars nach 3% in 17 Jahren ist mehr als überfällig.
Was das Betteln nach Anerkennung der Leistung bringt, merkt man aktuell deutlich bei der Impfpriorisierung-Einstufung des Apothekenpersonals in Nordrhein-Westfalen.

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Es könnte so einfach sein!

von Andreas Grünebaum am 05.05.2021 um 20:22 Uhr

"Honorierungssystematik": Dynamisierung jetzt!

Stattdessen ein Gezerre zwischen Standorten in der Stadt, in Vororten oder auf dem Land, auf das der große Denker und Lenker im BMG und BMWi in Zukunft eine "gerechte" Verteilung je nach politischer Windrichtung verordnen könnte. Hat in der DDR nicht funktioniert, wird auch hier nicht funktionieren!

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Wünsche

von Roland Mückschel am 05.05.2021 um 18:04 Uhr

Also mir als Budenapotheker ist eine gerechte höhere
Honorierung wesentlich wichtiger als das Fremdbesitzverbot.
Keine Schutzzäune um Gross-Apotheken.

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