mRNA-Impfstoffe

Bislang keine Risiken für Schwangere und Neugeborene

Stuttgart - 29.04.2021, 07:00 Uhr

Wissenschaftler der CDC fanden keine offensichtlichen Sicherheitssignale für Schwangere oder Neugeborene im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung im dritten Trimester der Schwangerschaft. (Foto: Ekaterina Pokrovsky / AdobeStock)

Wissenschaftler der CDC fanden keine offensichtlichen Sicherheitssignale für Schwangere oder Neugeborene im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung im dritten Trimester der Schwangerschaft. (Foto: Ekaterina Pokrovsky / AdobeStock)


Schutz des Neugeborenen durch mütterliche Antikörper möglich

Die Wissenschaftler geben noch einen weiteren positiven Aspekt der mütterlichen Impfung zu bedenken: So könnte die COVID-19-Impfung im letzten Trimester auch das Neugeborene schützen: „Zusätzlich zur Impfung, die Frauen während der Schwangerschaft vor COVID-19 schützt, gibt es Hinweise auf eine transplazentare Übertragung von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 nach mütterlicher COVID-19-Impfung während des dritten Trimesters“. Das deute darauf hin, dass die mütterliche Impfung einen gewissen Schutz für das Neugeborene bieten könnte.

USA empfehlen COVID-19-Impfung für Schwangere

In Deutschland spricht sich die STIKO, die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (RKI), aktuell nicht für eine COVID-19-Impfung Schwangerer aus, allerdings sei eine versehentliche Impfung in der Schwangerschaft auch kein Grund für einen Abbruch. Anders in den USA: In den Vereinigten Staaten erklären die CDC, dass jeder der zugelassenen Corona-Impfstoffe Schwangeren und Stillenden angeboten werden kann, und auch das ACOG – American College of Obstetricians and Gynecologists – rät, dass Schwangeren und Stillenden eine COVID-19-Impfung nicht vorenthalten werden sollte.

COVID-19-Verlauf in der Schwangerschaft schwerer

Derzeitige Daten deuten darauf hin, dass symptomatisch an COVID-19 erkrankte schwangere Frauen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben als nicht schwangere Frauen – mit einem erhöhten Risiko für intensivmedizinische Versorgung, maschinelle Beatmung, inklusive ECMO, und Tod. Daten dazu wurden im November 2020 von den CDC veröffentlicht: Schwangere wurden der Studie zufolge signifikant häufiger auf die Intensivstation eingeliefert als nicht-schwangere Frauen (10,5 versus 3,9 pro 1.000 Fälle), invasiv beatmet (2,9 versus 1,1 pro 1.000 Fälle), an die extrakorporale Membran-Oxygenierung (ECMO) angeschlossen (0,7 versus 0,3 pro 1.000 Fälle) und starben (1,5 versus 1,2 pro 1.000 Fälle).



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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