Zum 1. August 

Teil der Zukunftspakt-Strategie: Burda übernimmt NetDoktor.de

Stuttgart - 05.08.2019, 11:30 Uhr

Netdoktor.de ist laut IVW das reichweitenstärkste Gesundheitsportal. Nun ist es Teil der Hubert Burda Media. (c / Bild: NetDoktor)

Netdoktor.de ist laut IVW das reichweitenstärkste Gesundheitsportal. Nun ist es Teil der Hubert Burda Media. (c / Bild: NetDoktor)


NetDoktor.de wechselt den Besitzer. Zum 1. August hat die Hubert Burda Media das Online-Gesundheitsportal von der Holtzbrinck Publishing Group übernommen. Laut Burda ist die Investition unter anderem Teil der unternehmerischen Strategie des „Zukunftspaktes Apotheke“, den Burda gemeinsam mit der Apothekergenossenschaft Noweda ins Leben gerufen hat.

Burda erweitert sein Gesundheitsportfolio. Wie am heutigen Montag bekannt wurde, gehört NetDoktor.de seit 1. August zu der Mediengruppe. Mit 21 Millionen Visits (IVW 06/2016) ist NetDoktor.de das reichweitenstärkste Gesundheitsportal. Die Wettbewerber Apotheken Umschau Online und Onmeda.de kommen auf 11.578.865 beziehungsweise 4.052.628 Visits. Mit dem Portal will Burda die Kompetenz auf diesem Gebiet weiter ausbauen, erklärt Burda-Vorstand Philipp Welte. Die Gesundheitsbranche stehe vor der Herausforderung einer historischen Transformation, ausgelöst durch die Digitalisierung. Man wolle den Transformationsprozess der Gesundheitsbranche mit medizinisch fundierten, journalistischen Angeboten begleiten, so Welte. 

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Teil der der unternehmerischen Strategie des „Zukunftspaktes Apotheke“

Die NetDoktor.de GmbH mit Sitz in München soll als 100-prozentiges Tochterunternehmen in den Geschäftsbereich der nationalen Mediengruppe BurdaLife integriert und das komplette NetDoktor-Team von BurdaLife übernommen werden, heißt es. Zu BurdaLife gehört auch der „Zukunftspakt Apotheke“, den Burda gemeinsam mit der Apothekergenossenschaft Noweda ins Leben gerufen hat. Die Übernahme von Netdoktor.de sei Teil der unternehmerischen Strategie des „Zukunftspaktes Apotheke“, heißt es in einer Pressemitteilung.

 NetDoktor.de derzeit noch sehr versenderfreundlich

Derzeit beschreibt NetDoktor.de auf seiner Seite noch recht ausführlich die Vorteile des Arzneimittelversandes – neben großflächigen Anzeigen führender Versender. Insbesondere für chronisch kranke Menschen, die regelmäßig größere Mengen an Medikamenten benötigten, biete sich ein Einsparpotenzial: Eine Online-Apotheke könne durch den Verkauf größerer Stückzahlen oft günstigere Preise anbieten als eine reine Vor-Ort-Apotheke, heißt es. Weiterer Vorteil einer Online-Apotheke sei, dass die bestellten Medikamente versandkostenfrei, zumindest meistens, nach Hause geliefert würden – ein Plus für gehbehinderte Menschen und Bewohner ländlicher Regionen, die keine Apotheke in der Nähe haben. Zudem führe manche Online-Apotheke auf Wunsch des Bestellers eine Patientenakte, die vor möglichen Wechselwirkungen zwischen den Arzneimitteln warne. Als Nachteil wird die Wartezeit genannt – der Besuch im Laden sei fast immer schneller. Und nicht alle Versender rechneten direkt mit den Krankenkassen ab, zudem könnten Neukunden nicht immer auf Rechnung bestellen. Die expliziten Vorteile der Vor-Ort-Apotheke findet man an dieser Stelle nicht. Ob sich das in Zukunft als Teils des Zukunftspakts ändert, bleibt abzuwarten. 

Zukunftspakt kooperiert mit Pharmatechnik

Der „Zukunftspakt Apotheke“ ging am 1. April 2019 mit seinem Kundenmagazin „mylife“ und seiner Vorbestellplattform „IhreApotheken.de“ an den Start. Vor kurzem wurde bekannt, dass in Zusammenarbeit mit apotheken.de und dem Apothekensoftwarehaus Pharmatechnik eine Schnittstelle zur direkten Anbindung des Warenwirtschaftssystems an die Vorbestellplattform IhreApotheken.de und die Systeme von apotheken.de entwickelt wird. Diese soll Pharmatechnikkunden bis zum Jahresende zur Verfügung stehen.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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