Bestellplattformlaunch und Kundenzeitschrift

Zukunftspakt Apotheke: Im April wird es ernst – mit gesteigerter Auflage

Stuttgart - 15.02.2019, 16:15 Uhr

Im April soll das „Kernelement“ des
Zukunftspakts, die Bestellplattform gelauncht werden. (c / Foto: Screenshot zukunftspakt-apotheke.de)

Im April soll das „Kernelement“ des Zukunftspakts, die Bestellplattform gelauncht werden. (c / Foto: Screenshot zukunftspakt-apotheke.de)


Der von Noweda und Burda ins Leben gerufene „Zukunftspakt Apotheke“ soll im April 2019 an den Start gehen – mit dem Launch der Bestellplattform „IhreApotheken.de“ und dem Apotheken-Kundenmagazin „My Life“. Dessen Startauflage wurde nun erhöht – von knapp einer Million auf 1,15 Millionen. Wegen der großen Resonanz, die die Erwartungen übertroffen habe, wie es heißt.

6.000 Apotheken sollen bereits vor dem geplanten Start im April 2019 dem „Zukunftspakt Apotheke“ beigetreten sein. Diese große Resonanz übertrifft einer gemeinsamen Mitteilung von Noweda und Hubert Burda Media zufolge die Erwartungen. Deswegen werde nun die Auflage des Apotheken-Kundenmagazins „My Life“, das 14-tägig erscheinen wird und ein Bestandteil des Zukunftspakts sein wird, von knapp einer Million auf 1,15 Millionen Exemplare erhöht, heißt es. Ab April sollen alle teilnehmenden Apotheken damit beliefert werden. Es wird in einem gemeinsamen Joint Venture von Noweda und Hubert Burda Media produziert und von den Apotheken an Ihre Kunden kostenfrei abgegeben.

Ebenfalls im April dieses Jahres soll die digitale Bestellplattform „IhreApotheken.de“ gelauncht werden – das „Kernelement“ des Zukunftspakts. Darüber könnten alle teilnehmenden Apotheken ihren Kunden eine digitale Bestell- und Kaufmöglichkeit in ihrer Vor-Ort-Apotheke anbieten, erklären Burda/Noweda. Da die Plattform „IhreApotheken.de“ zu 100 Prozent im Besitz der Noweda sei, befinde sie sich somit auch vollständig im Eigentum der genossenschaftlich organisierten Vor-Ort-Apotheken. So könnten Apothekerinnen und Apotheker vermeiden, sich an alternative Plattformen und Marktplätze zu binden, die im Eigentum von kapitalmarktorientierten oder dem Berufsstand fremden Konzernen stehen. Beim Betrieb der Arzneimittel-Vorbestellplattform wird der „Zukunftspakt Apotheke“ sehr eng mit apotheken.de, einer Tochterfirma der Mediengruppe Deutscher Apotheker Verlag, kooperieren.

Bei der Noweda ist man zufrieden. So erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael P. Kuck: „Wir freuen uns sehr über diesen herausragenden Zuspruch seitens der Apothekerinnen und Apotheker und das Vertrauen in dieses ganzheitliche Konzept zur Stärkung aller Vor-Ort-Apotheken in Deutschland. Die große, positive Resonanz bestätigt die Richtigkeit und Wichtigkeit des ‚Zukunftspakts Apotheke‘ und bestärkt uns in unserem erklärten Ziel, die Vor-Ort-Apotheken als unverzichtbaren Teil der sozialen Infrastruktur in unserem Land mit vereinten Kräften nachhaltig zu unterstützen.“

„Pro AvO“: Der andere Pakt

Der „Zukunftspakt Apotheke“ wurde offiziell am 13. September 2018 gegründet und stellt eine Initiative zur Stärkung der Apotheken vor Ort dar. Die Teilnahme daran steht allen Vor-Ort-Apotheken in Deutschland offen.

Knapp drei Monate später wurde bekannt, dass sich weitere Player im Markt zu einer anderen Initiative mit derselben Zielgruppe, der inhabergeführten Apotheke vor Ort, zusammengetan hatten, nämlich der Wort&Bild-Verlag, der Großhändler Gehe, die Noventi-Gruppe, der Automatenhersteller Rowa und die Apothekergenossenschaft Sanacorp unter dem Namen „Pro AvO“ (Pro Apotheke vor Ort). Laut einer Pressemitteilung geht es den Unternehmen darum, die inhabergeführte Apotheke zu stärken und „digitale Anwendungen der Apotheker zu harmonisieren".


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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