Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

14.10.2018, 08:00 Uhr

Das neue Mantra: Gleichpreisigkeit statt Rx-Versandverbot … die Frage ist nur: wie? (Foto: Andi Dalferth)

Das neue Mantra: Gleichpreisigkeit statt Rx-Versandverbot … die Frage ist nur: wie? (Foto: Andi Dalferth)


9. Oktober 2018 

Immerhin, die ABDA ist skeptisch, dass ihre Hauptforderung – die Umsetzung des Rx-Versandverbots – Wirklichkeit wird. Immerhin. Die ABDA-Spitze ließ dies auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Apothekertags durchblicken. Alles andere wäre ja auch mega-naiv, mein liebes Tagebuch. Dennoch klebt man natürlich an der offiziellen Forderung, dass das Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag „politisch adressiert“ werde, wie man sich geschwollen auszudrücken pflegt, und stellt sich zugleich darauf ein, das Spahn das Rx-Versandverbot nicht umsetzen will, sondern auf Alternativvorschläge setzt. Das Dumme dabei ist nur: Spahn selbst hat keine Alternativvorschläge. Und das Allerdümmste dabei: Die ABDA hat auch keine – zumindest offiziell nicht. Und vermutlich auch nicht wirklich inoffiziell. Man werde sich aber einer „Maßnahme gleicher Wirkung“ nicht verschließen, wie der ABDA-Präsident sich beim Wortschatz des Bundesheimatministers Seehofer bediente. Die Floskel „Maßnahme gleicher Wirkung“, mein liebes Tagebuch, ist so unkonkret wie nur was und bleibt letztlich eine Worthülse, denn: Man hat keine solche Maßnahme. Die Gleichpreisigkeit bei Rx-Arzneimitteln, die für die ABDA ein „Essential“ sei, lässt sich wohl nicht anders wiederherstellen als durch ein Versandverbot. Vielleicht sollte man sich besser mal intensiv Gedanken machen, wie man auf anderen Wegen und mit anderen Forderungen einen Ausgleich schafft. Aber solche Gedanken sind unserer ABDA sichtlich fremd. Und so ließ der ABDA-Präsident wissen: „Alternativen muss die Politik liefern.“ Warum muss sie das? Warum geht man nicht aktiv mit Forderungen in die Verhandlungen? 


Seit drei Jahren lässt die ABDA im Vorfeld des Apothekertags die Apothekeninhaber zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragen und stellt das Ergebnis auf der Pressekonferenz zum Apothekertag vor. Auch in diesem Jahr. Und seit drei Jahren zeigt dieser „Apothekenklima-Index“ nach unten: Die Situation der Apotheken in Deutschland hat sich weiter verschlechtert. Die Bürokratie hat zugenommen, Retaxationen und Lieferengpässe machen Stress. 71 Prozent erwarten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung. Das einzig Motivierende ist laut dieser Umfrage noch die Beratung und der persönliche Kontakt zu den Patienten, die Selbstständigkeit und der wirtschaftliche Erfolg, so es denn einen gibt. Mein liebes Tagebuch, wie fühlt man sich da als ABDA, wenn man seit drei Jahren solch desaströse Umfrageergebnisse auf einer Auftaktpressekonferenz präsentiert? Denkt man da auch schon mal über die eigene Politik nach? 


Man glaubt es nicht, mein liebes Tagebuch: Da wächst der Arzneimittel-Versandhandel zweistellig, DocMorris und Co. rüsten mit Riesen-Investitionen auf, um an die Rezepte zu kommen, Amazon steht quasi ante portas und drängt auf den deutschen Arzneimittelmarkt, ein Rx-Versandverbot löst sich gerade in Luft auf – und unsere Trutzburgbauer, die ehrenamtlichen Pharmazieräte und Amtsapotheker bewegen sich beim Botendienst keinen Millimeter. Sie bekennen sich dazu, dass der Botendienst und der Versandhandel nicht vermischt werden dürfen. Na, mein liebes Tagebuch, in welcher Zeit leben unsere Pharmazieräte eigentlich? Erklär das mal unseren lieben Kunden, die doch eigentlich bei uns im Mittelpunkt stehen sollten. Der Botendienst, ein Relikt aus der Vor-Versandhandels- und Vor-Internet-Zeit, der nur im begründeten Einzelfall stattfinden soll (allein schon diese Formulierung lässt einen erschaudern) – lässt sich der heutzutage wirklich noch so aufrecht erhalten wie es in grauer Vorzeit war? Da versuchen unsere Pharmezieräte einen Unterschied zu konstruieren zwischen a) einer telefonischen oder auch E-Mail-Bestellung in der Apotheke vor Ort mit der Bitte, die Arzneimittel nach Hause zu liefern, was dann vom pharmazeutischen Personal ausgeführt werden darf, und b) einer Online-Bestellung im Webshop derselben Apotheke vor Ort, die dann nicht durch den Botendienst der Apotheke erfolgen darf, sondern durch einen externen Dienstleister erfolgen muss. Also, mein liebes Tagebuch, im beispielhaften Klartext zum Mitschreiben: Bestellung per E-Mail an die Apo – die PTA darf’s bringen; Bestellung per Webshop der Apo – nur DHL oder andere dürfen’s bringen. Damit wäre der Vorteil der schnellen Belieferung durch die Apotheke („same day delivery“) im Vergleich zu den  niederländischen Päckchenpacker doch verloren! Mal Hand aufs Herz, liebe Pharmazieräte, lässt sich eine Differenzierung nach Bestellweg heute noch aufrecht erhalten und wofür? Sollte man nicht lieber fordern, dass der Bestellweg vollkommen egal ist und in jedem Fall eine Beratung stattfinden sollte, beispielsweise durch die PTA, die per „Botendienst“ ausliefert, oder auch per Telefon oder  per Video-Chat (Telepharmazie)? So, wie es unsere Pharmazieräte fordern, ist das jedenfalls mehr als verstaubt und nicht mehr haltbar. Und ich prophezeie: Spätestens in fünf Jahren, wenn dann wirklich die Lieferdienste und Lieferplattformen um uns herum über Hand nehmen, lässt sich eine Lieferung durch Botendienst und externe Dienstleister nicht mehr trennen. Der Kunde versteht’s eh nicht. Würden sich die Pharmazieräte dagegen dafür einsetzen, dass vor oder bei der Zustellung die Beratung gewährleistet ist, dann hätte das einen echten Nutzen im Vergleich zu den ausländischen Versendern, die zwar auch beraten müssen, es aber so gut wie nie tun.



Peter Ditzel (diz), Apotheker / Herausgeber DAZ
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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11 Kommentare

Zukunftssicherung

von Reinhard Rodiger am 14.10.2018 um 15:59 Uhr

@ Reinhard Herzog


Es ist zwar richtig, dass die Entwicklung in fast allen Branchen in Richtung Monokultur geht. Darin verschwinden die einzelnen Persönlichkeiten respektive wirkliches Mitmachen.Die Zeichen stehen auf künstlicher Intelligenz und Steuerung durch Algorithmen.
Da gilt einzig Kapital.Das Ergebnis ist - in USA zu sehen- alles in einer Hand. EIN Marktausnutzer..
Oder ein wirksamer Zugriff auf Schlüsselfunktionen. Persönlicher Kontakt wäre das. Das ist die politische Grundsatzentscheidung, wieviel davon gesellschaftlich nötig ist.Da ist der Markt überfordert. Da muss allerdings akribisch belegt werden, dass allein Diversität langfristig überlebenssichernd ist. In Alternative zu lebensgefährdender Monokultur.

Es ist eine Richtungsentscheidung , wenigstens zu versuchen,
der Lebensfähigkeit eine Chance zu geben. Etwa die Mutation von der Marionette zum Strippenzieher. Dazu gehört die Erkenntnis , Ballast abzuwerfen und ein Modell zukünftiger Funktionsfähigkeit ernsthaft schaffen zu müssen.

Dabei ist nicht die Stille Prämisse, die Hälfte ans Messer zu liefern, um dem Rest eine Chamce zu geben.Das ist der gegenwärtige Strategiefehler.Er präjudiziert leider schleunige, noch werthaltige Verkäufe.Eben Ausverkauf.

Das kann nur durch ein nachhaltig lebensfähiges Konzept als Alternative zum Regime durch Algorithmen gemindert werden.Das ist wesentlich eine soziale Aufgabe.

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Situationsanalyse zuerst ...

von Reinhard Herzog am 14.10.2018 um 13:14 Uhr

Solange eine übergroße Mehrheit noch nicht begriffen hat, dass sich die heutige Apotheke neben der Kohlebranche, Autoindustrie, Deutsche Bank und Co., Tante-Emma-Läden etc. einreihen kann, solange ist auch keine durchgreifende Zukunftssicherung in Sicht.

Kurieren an Symptomen, da ein Pflästerchen drüber, da ein Stellschräubchen gedreht, und sich zur Beruhigung wieder die Märchenstunde von irgendwelchen Speichelleckern vorgelesen - das steht wohl leider zu erwarten.

Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass mit einem Minister Spahn auch größere Sprünge möglich wären ("Leapfrogging"), und manch heute noch vermeintlich Undenkbares und ins finsterste Reich des Bösen Verbanntes zumindest mal angedacht und vorverdaut werden könnte.

Ich kann wirklich nur dringendst empfehlen, und zwar aus echter Sorge um einen schönen Beruf und eine erfüllende Zukunft vieler Menschen, nicht nur der vergleichsweise noch wenigen Inhaber, sich endlich von dem kleinteiligen Denken zu verabschieden.

Die Apotheke hat als Einzelkämpfer und kleiner e.K. langfristig keine Zukunft mehr - so wie viele andere Läden auch und sogar viele Praxen. Zumal schlicht die Menschen das nicht mehr wollen - hohes Risiko, das Angekettetsein, enorme Arbeit für in vielen Fällen doch überschaubare Einkommen, eine Menge Unruhe und ungesunder Stress, wenn ständig ein Damoklesschwert über einem schwebt.

Zudem sind die ganzen bis ins Groteske gesteigerten Anforderungen vom Einzelnen kaum mehr zu schultern. Und ein wenig Honoraraufbesserung ändert daran wirklich nichts Grundlegendes.

In der letzten Konsequenz läuft alles auf größere, professionellere Strukturen hinaus. Diese Entwicklung existiert ja auch bereits bei uns schon längere Zeit.

Seht zu, dass der anzahlmäßig größere Teil seine "Buden" noch zu halbwegs guten Preisen bzw. Bedingungen in solche größeren Strukturen einbringen kann. Und zwar durch kluge Umgestaltung der heutigen Verhältnisse, die eben keine handstreichartige Übernahme durch Fremde erlaubt.

Ansonsten kommt irgendwann das große Fressen - dann aber zu Discountpreisen. Angesichts des Drucks von vielen Seiten auf die Branche - die wirklichen Herausforderungen kommen mit der Automatisierung, KI und Digitalisierung erst noch - kommen viele einfach nicht daran vorbei, ihren austrocknenden Froschteich zu verlassen. Besser noch halbwegs selbstbestimmtes Terrarium als ganz auf dem Trockenen.

Bitte auch bedenken, dass stabile politische Mehrheiten mit "sicheren Bänken" zugunsten der Apotheken immer unwahrscheinlicher werden (schauen wir mal heute abend auf Bayern ...), und ganze staatstragende Industrien vor gewaltigen Umwälzungen stehen.

All das halte ich für weit entscheidender als die Diskussion über Impfen, Importquoten oder ein Rx-VV.
Die Chance mit dem BMG sollte genutzt werden, neben einem sicher unverzichtbaren Sofortprogramm auch weitergehende Entwicklungslinien zu skizzieren. So viele Gelegenheiten dazu wird es nicht mehr geben.

» Auf diesen Kommentar antworten | 3 Antworten

AW: Situationsanalyse zuerst

von Karl Friedrich Müller am 14.10.2018 um 14:10 Uhr

Faszinierende und klare Darstellung der Realität.
Auf den Punkt.
Auch was die für den Einzelnen kaum noch zu schaffenden Arbeitsbedingungen angeht. Das kann man gar nicht genug betonen.
Angekettet (ich nenne es lebenslänglich ohne Bewährung), Stress, kaum Freizeit, ins Groteske gesteigerte Anforderungen (u.a. Bürokratie)
Größere Strukturen könnten einiges verbessern. Nur, müssen es gleich Konzerne sein, die bestimmt nichts Gutes bewirken?

AW: Situationsanalyse zuerst

von Ulrich Ströh am 14.10.2018 um 14:48 Uhr

Alles richtig.
Lieber Kollege Dr. Herzog,wie wäre es mit einem Impulsvortrag auf dem nächsten DAT in Düsseldorf?

AW: Situationsanalyse zuerst

von Wolfgang Müller am 14.10.2018 um 15:30 Uhr

Auch wenn ich bekanntlich nicht in allen Punkten mit Ihnen übereinstimme (Sie wollen vielleicht noch größere Strukturen als ich; oder sind der Meinung, dass noch viel mehr "Buden" den Markt verlassen müssten):

Nur Ihr kaufmännisch-strategischer Diskussions-Ansatz kann überhaupt der Richtige sein, wenn es in der öffentlichen Apotheke ein schöner Beruf mit möglichst viel Selbständigkeit bleiben soll. Mit möglichst viel Selbständigkeit, heilberuflich UND kaufmännisch. Auf welche Art auch immer, ob als Inhaber/in oder als gut aufgestellte Führungskraft in einer Filiale. Oder als "normale/r" Angestellte/r in einem möglichst angenehmen, eben gerade auch weiter bestmöglich heilberuflichen Umfeld.

Wo wäre aber auf diesem Gespenster-DAT auch nur ansatzweise irgendwas Konkretes in diese Richtung zukunftsweisend und Ergebnis-orientiert diskutiert worden? Vereinfachung der Apotheken-Organisation, Allgemeine Entrümpelung der elend überkommenen Vorschriften, Erleichterung der Filialisierung, bessere Arbeitsteilung zwischen verschiedenen Arten von Apotheken und und und. Wäre alles gar kein Hexenwerk mit halbwegs Verstand ....... statt des vollkommen bizarren Ansatzes, den ganzen unsäglichen FS/Spahn/"Arbeitsgruppe Honorar"-Geheimhaltungs-Kindergarten-Kram über diese drei Tage zu retten?

Wohl weiter deswegen: "Den Apotheker als Kaufmann braucht keiner".

Den Apotheker als willfährigen Doofi, das braucht man wohl vor Allem als Standesspitze, die wohl einfach nur in Ruhe weiter GEHEIM ihre eigene vermutlich Untergangs-trächtige Kümmelei von Spitzentreffen zu Spitzentreffen weitertreiben möchte.

Strategie ?

von Reinhard Rodiger am 14.10.2018 um 12:58 Uhr

Erkennbar ist die Strategie , alle tragenden Teile des Berufsstands für dumm zu verkaufen und einem geschickten Minister die Tore zum Ausverkauf zu öffnen.
Manipulation, Irreführung und Missachtung sind keine guten Wegbegleiter.Wer keine Verhandlungsschritte darüber hinaus vorbereitet darf sich nicht wundern, wenn er nicht verhandeln kann.
Selbst induzierter Zeitdruck, Debattenabstinenz, Ideenarmut sind Zeichen, die Souveränität verloren zu haben.

Es geht darum ,dass die "Führung" die große Mehrheit zum Abschuss frei gibt. Hoffentlich merken das die Betroffenen.

Das ist der Preis für die Vorstellung, über diffuse Zusatzaufgaben eine neue wirtschaftliche Basis zu erarbeiten.Das ist bislang nirgends Realität geworden.Vielmehr wurde die wirtschaftliche Basis eingeschmolzen oder via Kosten dafür gesorgt, dass nur wenige sich Derartiges leisten können.

Mehr als der verzweifelte Hinweis auf die Sicherung der Basis
Statt deren Ausverkauf zugunsten undurchdachter Elitetätigkeiten bleibt nicht übrig.

Das gilt besonders, da die Herausforderungen durch e-Rezept, Automatisierung, Telepharmazie etc. nicht in erforderlichem Ausmaß angenommen werden.Vertagung und Nichtinformation sind keine taugliche Vorgehensweise.

Dank massiver Strategiefehler und fehlender operativer Durchschlagskraft bleibt die Perspektive , den Berufsstand zu Grabe gehen zu sehen.

Es sei denn ........

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Die Strategie der ABDA ist gescheitert

von Gunnar Müller, Detmold am 14.10.2018 um 11:34 Uhr

Die Taktik von Jens Spahn und FS ist dennoch aufgegangen: Sie haben ihre Köpfe gegenseitig gerettet. Der eine, indem er alles in die nahe Zukunft schob statt die Katze endlich aus dem Sack zu lassen, geschickt redete, aber nichts sagte - und dennoch an der einen und anderen Stelle sogar Applaus bekam. Offener Unmut blieb ihm so (noch) erspart.

Der andere, indem er Spahn das durchgehen ließ und (avoxa) eine lediglich gequälte Miene zum Spahn’schen Treiben machte - dafür aber zuvor u. a. dem GKV-Spitzenverband eine seit Jahren überfällige (!) Replik gegeben hatte. JENES hat den Delegierten gefallen. Den BMG nicht einmal zu kommentieren, sicher nicht. So kam FS ohne Blessuren bei den Versammelten noch einmal durch.

Jetzt allerdings müssen FS und Fritze Becker bis Dezember mit Spahn turbomäßig verhandeln und vom Karren retten, was noch zu retten ist. Immerhin wird dann doch noch irgendwer (??? die ABDA-MV? Eine Basis-Ur-Abstimmung wäre mehr als angemessen!) das Ergebnis dieser ‚Verhandlungen’ absegnen wollen, oder?!
Danach jedoch sollten die beiden ihre Posten räumen!

Ihre Nachfolger müssen vor allem eines sein:
Nach außen authentisch und schlagkräftig und hoch-kommunikativ zur apothekerlichen Basis. Schade, dass Frau Korf keine Apothekerin ist ...

München war ein DAT der Basis.
Geprägt von hohem Engagement der Kammern und Verbände aber auch der einzelnen Delegierten, hoher Konzentration, wenig Leerlauf (schade eigentlich ...) und ab und zu Emotionen, großer Achtung vor der Meinung und Leistung des anderen und von hoher Produktivität.
Wann hat es schon einmal eine Diskussion mit einem BMG gegeben? Er wird dieses Format nicht mehr zurückdrehen - wenn er sich traut und zu den Apothekern kommt.

Vieles von dem Beschlossenen hätte die verstaubte ABDA einschließlich ihrer verstaubten Führung allerdings längst aus sich selbst heraus erledigen können. Erledigen müssen.
Wie die Reformen, die FS am Schluss anmahnte. Sie sind von ihm und seinem Vorgänger Wolf und vielen ABDA-Mitgliedern über viele Jahre hinweg blockiert worden. Die Uneinsichtigkeit resp. Arroganz von Leuten wie Kiefer gegenüber der schlichten Notwendigkeit von Veränderungen auch im Inneren spricht dafür Bände.
Noch hat die Delegiertenbasis gegenüber der ABDA eine verständnisvolle Dispens gewährt. Noch.

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Orientierung?

von Christian Giese am 14.10.2018 um 9:59 Uhr

Dieses "einzigartige Konstrukt" wird niemals fähig sein, Orientierung zu geben. Die Basis ist zu sehr abgekoppelt, schwimmt im "föderalen Nichts".
Es braucht keine berufsfremde Expertengruppe, sondern ein "begleitendes Parlament" mit initiativen Rechten auf ABDA - Höhe.
34 Sitze für die förderalen Institutionen, weitere 34 Sitze, frei zu bestimmende, die Zunder machen.
Dann kommen Ideen und Leben in die Bude, sonst nicht!
Und die überlebensnotwendige "Orientierung"entwickelt sich.

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AW: Zunder ...

von Gunnar Müller, Detmold am 14.10.2018 um 11:05 Uhr

Dagegen war mein vor zwei Jahren vorgebrachter Antrag, einen beratenden Beirat aus DAT-Delegierten zu bilden, zum Snoezelen ...:-)

Schweigedeal und Pharmazieräte

von Ulrich Ströh am 14.10.2018 um 9:16 Uhr

Ob Draufhauerei, Schweigedeal,oder fehlender Plan B :

Entscheidend wird das Resultat für Präsenzapotheken sein, das in sechs Wochen mit Jens Spahn ausverhandelt sein soll.
Daran werden wir die ABDA messen.

Und zu den Pharmazieräten, lieber Herr Ditzel:
Kann es sein,dass Ihre spitze Feder beim Schreiben über altvordere Trutzburgbauer abgebrochen ist ?
Alle Pharmazieräte in diese Ecke zu stellen,ist überzogen.

Sie sollten einfach mal fragen,warum man den Botendienst in die Resolution aufgenommen hat.

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Verdient

von Conny am 14.10.2018 um 9:08 Uhr

Dieser Mittwochnachmittag wird als schwärzester Tag der Apotherschaft nach dem Eughurteil eingehen. Während Spahn das Aus für die Inhabergeführte Apotheke formulierte-für die Delegierten anscheinend nicht zu erkennen-da eine gute Stimmung unter Ihnen war, ob der flachen Witze Spahns und dem viel zu viel Beifall gezollt wurde für seine sonstigen Wischi-Waschi Aussagen. Gespenstisch!! Bei der Diskussion wurde der einzigste kritische Beitag -der Apotheker aus Montabaur- abgewürgt. Spahn muss sich wie in einem anderen Film vorgekommen sein. Das Beste wahr aber Standing Ovation von seinen Jüngern für Schmidt nach seiner Rede. Mag sie auch gut gewesen sein , sie war um Monate zu spät !!! Manchmal frage ich mich ob Schmidt die späte Rache Erichs an uns Apothekern ist. Ps : der Apothekertag war Spahn nicht eine Zeile auf seiner Facebookseite wert

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