3. Quartal 2014

Novartis legt weiter zu

Berlin - 28.10.2014, 10:45 Uhr


Novartis hat auch im dritten Quartal 2014 dank starker Zuwächse in den Schwellenländern und besseren Margen kräftig zugelegt: Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 14,7 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis um 14 Prozent auf drei Milliarden Dollar. Novartis profitierte dabei vor allem vom Geschäft in China, Brasilien und Russland. Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für 2014.

„Novartis erzielte im dritten Quartal sehr gute Ergebnisse“, freut sich Novartis-CEO Joseph Jimenez. „Wir verzeichneten ein solides Umsatzwachstum und steigerten die Margen.“ Gleichzeitig habe man in Forschung und Entwicklung wichtige Meilensteine erreicht und damit die Innovationskraft des Unternehmens unterstrichen. Unter dem Strich machte Novartis einen Reingewinn von 3,2 Milliarden Dollar (+45%). Darin enthalten ist ein positiver Sondereffekt in Höhe von 800 Millionen Dollar vor Steuern, den das Unternehmen durch den Verkauf von Aktien des US-Konzerns Idenix an den Konkurrenten Merck erzielte.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres stieg der Nettoumsatz um zwei Prozent auf 43,4 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 14 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar, der Reingewinn erhöhte sich um 23 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar und stieg damit schneller als das operative Ergebnis. Mit der Division Pharmaceuticals erzielte Novartis in den ersten neun Monaten einen Nettoumsatz von 23,9 Milliarden Dollar, wobei Volumensteigerungen (+6 Prozentpunkte) und höhere Preise (+2 Prozentpunkte) die Einbußen durch Generikakonkurrenz (-7 Prozentpunkte) wettmachten.

Novartis hatte sich Ende April einen weitreichenden Konzernumbau verordnet. Dabei will das Unternehmen auf die bisher größten Sparten Pharma, Augenheilmittel und Generika fokussieren. Dafür wird das Geschäft mit Tierarzneimitteln an den US-Konzern Eli Lilly und die Sparte für Impfstoffe ohne Grippemittel an GlaxoSmithKline (GSK) verkauft. Die Transaktion mit Eli Lilly soll im ersten Quartal 2015, die mit GSK im ersten Halbjahr 2015 abgeschlossen werden, hieß es. Das Geschäft mit Impfstoffen gegen Grippe haben die Schweizer am Montag für 275 Millionen US-Dollar an das australische Pharmaunternehmen CSL abgegeben.

Novartis will sich nach eigenen Angaben künftig konsequent auf die drei Prioritäten Innovation, Wachstum und Produktivität konzentrieren. Diese Fokussierung bestimme sämtliche Aspekte der langfristigen Strategie. Für das Gesamtjahr 2014 bekräftigte das Unternehmen die Prognosen: Bei konstanten Wechselkursen wird mit einer Steigerung des Nettoumsatzes im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Das operative Kernergebnis dürfte bei konstanten Wechselkursen stärker steigen als der Umsatz, und zwar im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.

 


Juliane Ziegler


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