Arzneimittelmarkt September 2012

Einbruch im GKV-Markt um fast acht Prozent

Berlin - 08.11.2012, 10:03 Uhr


Die Sommerflaute verstärkte sich im September: Umsatz und Absatz des gesamten Apothekenmarktes sind im September im mittleren einstelligen Bereich um 5,3 Prozent beziehungsweise um 3,8 Prozent gesunken. Auf dem GKV-Markt kam es sogar zu einem regelrechten Einbruch mit einem Minus von knapp acht Prozent. Das geht aus aktuellen Zahlen von IMS Health hervor.

Der Rückgang hängt aber mit statistischen Effekten zusammen, da der September zwei Arbeitstage weniger hatte als der September 2011. Die kumulierte Entwicklung über die ersten neun Monate des Jahres zeigt denn auch eine sehr moderate Entwicklung: Der Umsatz erhöhte sich leicht um 1,7 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro (ApU), während der Absatz mit negativem Vorzeichen (-0,4 Prozent) bei 1,1 Milliarden Packungen stagnierte.

Stärker als der Gesamtmarkt schrumpfte im September 2012 der Rx-Absatz. Hier betrugt der Rückgang nach Wert minus 6,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro (ApU) und nach Menge sogar minus 6,8 Prozent auf 54 Millionen Packungen. Erst zum zweiten Mal nach Mai 2012 gingen laut IMS Health  im September 2012 auch  Verordnungen der N3-Packung zurück. In allen anderen Monaten legten Verschreibungen von Großpackungen zu, während kleinere N! und N2 Packungen stagnierten.

Der Rückgang im September wirk sich entsprechend negativ auf die Entwicklung im kumulierten Zeitraum der ersten neun Monate auf dem Rx-Markt aus: Die Steigerung nach Wert betrug nur noch 1,8 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro (ApU). Der Absatz stagnierte (+0,2 Prozent) bei 522 Millionen Rx-Packungen. In den ersten acht Monate des Jahres legten Umsatz (+2,9 Prozent) und  Absatz (+1,0 Prozent) noch stärker zu.

Bei OTC-Produkten gleicht die Septemberentwicklung der des Vormonats: Der Umsatz stagnierte bei 320 Millionen Euro (ApU) und die Zahl der abgegebenen Packungen bei 59 Millionen Stück. Kumuliert über die ersten neun Monate des Jahres erhöht sich der Umsatz um knapp ein Prozent auf drei Milliarden Euro (ApU) bei einem leichten Rückgang (-0,9 Prozent) der Packungen auf 554 Millionen Stück.

Der statistische Effekt von zwei Arbeitstagen weniger im September beeinflusst auch die aktuelle GKV-Marktentwicklung: Die Ausgaben gingen so stark zurück wie in bisher keinem anderen Monat des Jahres. Ohne Impfstoffe beläuft sich der Ausgabenrückgang auf 6,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro (AVP). Der Absatz schrumpfte sogar um 7,7 Prozent auf 52 Millionen Packungen. Für den kumulierten Zeitraum der ersten neun Monate ergibt sich auf dem GKV-Markt ein Ausgabenzuwachs von 1,2 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro (AVP) bei stagnierendem Absatz von 505 Millionen Packungen.


Lothar Klein


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