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Warnhinweis: Vorsicht vor "falschem" Sternanis

(bfarm/daz). Aus Pressemitteilungen geht hervor, dass ein pharmazeutischer Unternehmer 90 Prozent der Ernte von Sternanis (Illicium verum) aufgekauft haben soll, um daraus einen Ausgangsstoff für die Arzneimittelsynthese zu gewinnen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt in diesem Zusammenhang davor, dass an Stelle des "echten" Sternanis der "falsche" japanische Sternanis (Illicium anisatum = I. religiosum) auf den Markt gelangen könnte.

Bereits vor einigen Jahren habe eine vergleichbare Situation eine Verbreitung von japanischem Sternanis nach sich gezogen, was in einigen europäischen Staaten und den USA zu Vergiftungen geführt habe.

Erbrechen, Durchfall, Krämpfe

Im Gegensatz zu Sternanis, dessen Verwendung unbedenklich ist, kann japanischer Sternanis wegen des in ihm enthaltenen Anisatins (Sikimitoxin) Vergiftungen hervorrufen. Damit sei insbesondere zu rechnen, wenn japanischer Sternanis zur Zubereitung von Tee verwendet werde. Die Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfall, klonisch-tonische Krämpfe, teilweises oder vollständiges Versagen des Harnflusses und Atemstillstand.

Auch Verunreinigung möglich

Aus den genannten Gründen, so das BfArM, sollte insbesondere zur Zubereitung von Tee nur Sternanis verwendet werden, bei dem sichergestellt ist, dass es sich tatsächlich um Illicium verum handelt und dass auch keine Verunreinigung mit japanischem Sternanis vorliegt. Die Monografie "Sternanis" des Europäischen Arzneibuchs gibt an, wie Illicium anisatum erkannt werden kann.