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Plötzlicher Kindstod: Richtige Schlafbedingungen senken das Risiko

Eine durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das Risiko für den plötzlichen Kindstod mit den richtigen Schlafbedingungen wie Rückenlage, Verwendung eines Schlafsacks und kühler Raumluft gemindert werden kann. Ebenfalls wichtig: Die Mutter muss während Schwangerschaft und Stillzeit auf das Rauchen verzichten.

An der interdisziplinären Untersuchung beteiligten sich 17 Universitäten und zwei regionale Institute. Sie analysierten fast 500 plötzliche und unerwartete Todesfälle von Säuglingen im ersten Lebensjahr und verglichen sie mit den Daten von über 1100 gesunden Kontrollkindern. Die Informationen wurden an der Universität Münster zusammengeführt und ausgewertet.

Demnach sind die bedeutendsten Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod: Schlafen in Bauchlage (6-faches Risiko), Schlafen im Bett der Eltern, wenn die Mutter Raucherin ist (6-faches Risiko), Rauchen während der Schwangerschaft (3-faches Risiko) und das Nicht-Stillen des Säuglings (2,7-faches Risiko).

Als schwierig zu beeinflussende Faktoren identifizierten die Forscher Frühgeburten (10-faches Risiko), jugendliches Alter (unter 20 Jahre) und ein niedriger sozioökonomischer Status der Mutter (3-faches Risiko). Weiterhin zeigte sich, dass viele der in den letzten Jahren diskutierten Einzelursachen nur eine untergeordnete Rolle bei den analysierten Fällen spielten. Dazu zählten beispielsweise Herzrhythmusstörungen und bakterielle Infektionen (Helicobacter pylori) des Säuglings. ral

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

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