Pollenflugkalender, -karten und -Apps für Allergiker

Heuschnupfen-Saison hat begonnen

Stuttgart - 01.03.2024, 12:15 Uhr

Die Heuschnupfen-Saison hat bereits begonnen. (Foto: New Africa/AdobeStock)

Die Heuschnupfen-Saison hat bereits begonnen. (Foto: New Africa/AdobeStock)


„Hatschi“ – neben diversen Erkältungsviren hat auch die Heuschnupfen-Saison bereits begonnen und kann Grund für eine laufende Nase sein. Pollenflugkalender, interaktive Pollenkarten und Pollen-Apps können den Alltag von Allergikern planbarer machen. DAZ gibt einen Überblick über kostenlose Angebote für heuschnupfengeplagte Apothekenkunden.

Der Februar 2024 war der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Pflanzen bereits jetzt – Ende Februar – frühlingshaft blühen und gedeihen. Die Heuschnupfen-Saison hat längst begonnen. Heute ist die Pollenbelastung in Deutschland durch Esche, Weide, Erle und Hasel generell leicht. Der Pollenflug der Pappel wird als mittel und von der Eibe als schwer eingestuft. Da die Pollenkonzentration der einzelnen Pflanzenarten von Region zu Region stark variieren kann, lohnt es sich für Allergiker örtliche Pollenbelastungen in Erfahrung zu bringen. Wir haben einige Angebote zusammengestellt, die Heuschnupfengeplagten helfen können, ihren Alltag zu planen.

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Was bei Heuschnupfen hilft

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst gibt tagesaktuelle Pollenfluginformationen heraus und liefert Einschätzungen über den weiteren Verlauf für Deutschland und europäische Länder. Außerdem kann man sich für ein Pollentagebuch registrieren, bei dem die Beschwerden eingetragen und mit der tatsächlichen Pollenbelastung abgeglichen werden. Einen Allergietest oder einen Arztbesuch ersetzt dieses Angebot nicht. Der Polleninformationsdienst erhebt die Daten des aktuellen Pollenflugs in Deutschland selbst und kooperiert mit europäischen Pollenflugstiftungen. Es werden auch Apps mit Push-Benachrichtigungen für voreingestellte Pflanzenpollen angeboten (für iOS und Android).

Wie werden Pollen gezählt?

Bei einer volumetrischen Pollenfalle wird fortwährend ein definiertes Luftvolumen mittels eines Elektromotors durch einen Schlitz ins Gehäuse der Pollenfalle gezogen. Eine Windfahne sorgt dafür, dass die Luft aus der Windrichtung angesaugt wird. Die angesaugte Luft wird an einer sich langsam drehenden Trommel vorbeigeleitet. Auf der Trommel ist ein Trägerfilm mit beschichtetem Plastikstreifen angeheftet, sodass Pollen und andere Luftpartikel daran kleben bleiben. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst informiert: „Mit einer kontinuierlichen Geschwindigkeit von 2 mm/Std. dreht sich die erwähnte Trommel um ihre eigene Achse und schafft dadurch in 24 Std. (von 0 bis 24 Uhr) 48 mm. Die Tageschronologie von 48 mm Länge entspricht einem in diesem Zeitraum eingesaugten Luftvolumen von 14,4 m³ (umgerechnet 10,0 l/min).“ Dieser Wert entspricht in etwa der Luftmenge pro Zeiteinheit, die ein erwachsener Mensch im Ruhezustand maximal einatmen würde. Nach spätestens sieben Tagen muss der Luftstaubstreifen ersetzt werden. Dann wird der gesamte Streifen mikroskopisch analysiert und die Pollenarten und -anzahl ausgewertet.

Mit der klarify-App (für die Betriebssysteme Android und iOS) erhält man standortgenaue Pollen- und Luftqualitätsprognosen, die die Heuschnupfen-Betroffenen individuell anpassen können. Die kostenlose App kommt vom Hersteller ALK-Abelló Arzneimittel GmbH.

Die Apotheken Umschau bietet einen interaktiven Pollenflugkalender. Dabei kann der Benutzer 39 Bäume und Gräser ankreuzen, deren Pollenbelastung auf einer Deutschlandkarte farblich angezeigt werden. Der Kalender ist aktuell für heute, morgen und übermorgen und basiert auf Daten des Anbieters wetter.com. Es kann auch über die Postleitzahl ortsgenau der Pollenflug angezeigt werden.

Ratiopharm bietet Pollenflugkalender zum Ausdrucken an, auf dem 23 Pflanzen und deren Pollenflug pro Monat angezeigt wird – und das für Deutschland und auch die Urlaubsländer Spanien, Italien und Frankreich. Auch von Hexal gibt es einen Pollenflugkalender zum Download, der als Datengrundlage WetterOnline benutzt. Außerdem gibt es eine Übersicht über Heuschnupfen-auslösende Pflanzen.


Juliane Russ, M.Sc., Volontärin


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