Biontech/Pfizer COVID-19-Imfpstoff

Comirnaty erhält Zulassung für Jugendliche in der EU

Stuttgart - 31.05.2021, 09:15 Uhr

Nun dürfen auch in der EU Jugendliche ab zwölf Jahren mit Comirnaty gegen COVID-19 geimpft werden. (Foto: klavdiyav / AdobeStock)

Nun dürfen auch in der EU Jugendliche ab zwölf Jahren mit Comirnaty gegen COVID-19 geimpft werden. (Foto: klavdiyav / AdobeStock)


Der erste COVID-19-Impfstoff für Jugendliche ist zugelassen: Die EMA empfahl am 28. Mai die Zulassung, die Europäische Kommission ließ Comirnaty prompt zu. Der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer darf nun bereits bei Jugendlichen ab zwölf Jahren geimpft werden.

Nach den USA und Kanada dürfen nun auch in der EU Jugendliche erstmals gegen COVID-19 geimpft werden. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfahl am 28. Mai 2021 die Zulassungserweiterung der Biontech/Pfizer-Vakzine für 12- bis 15-Jährige, die Europäische Kommission folgte dieser Empfehlung, sodass ab sofort auch Jugendliche den mRNA-Impfstoff zum COVID-19-Schutz erhalten dürfen. Zuvor galt die bedingte Zulassung für ab 16-Jährige.

Gleiches Impfschema wie Erwachsene

Geimpft werden Jugendliche mit dem gleichen Schema wie Erwachsene: Sie erhalten zwei Dosen Comirnaty® (BNT162b2) im Abstand von – laut Zulassung – drei Wochen. Injiziert wird intramuskulär in den Oberarm.

Hohe Wirksamkeit

Die EMA stützt ihre Einschätzung auf eine Studie bei Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren, erste positive Daten dazu hatte Biontech bereits am 31. März veröffentlicht: Die Immunantwort der Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren war – gemessen an der Antikörper-Antwort auf SARS-CoV-2 – vergleichbar mit der bei 16- bis 25-Jährigen. In der Studie hatten die Jugendlichen entweder zwei Dosen Comirnaty® oder zwei Dosen Placebo erhalten, keiner der 1.005 mit Comirnaty® geimpften Jugendlichen erkrankte an COVID-19. Hingegen waren in der Placebogruppe (978 Jugendliche) 16 COVID-19-Fälle nachweisbar. Das bedeute, erklärt die EMA, dass der Impfstoff in dieser Studie zu 100 Prozent wirksam gewesen sei, um COVID-19 zu verhindern. Allerdings könnte die wahre Wirksamkeitsrate tatsächlich etwas darunter liegen, die EMA nennt eine Spanne von 75 bis 100 Prozent.

Gute Verträglichkeit

Die Jugendlichen berichteten der EMA zufolge am häufigsten über Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schüttelfrost und Fieber. Die Nebenwirkungen waren meist leichter bis moderater Natur und wenige Tage nach Impfung abgeklungen. Im Großen und Ganzen entsprachen die unerwünschten Ereignisse denen, die auch von älteren Geimpften (16 bis 25 Jahre) berichtet worden waren.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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