Trotz des Einsatzes der Apotheken in der Krise

Stamm-Fibich: Kein Extra-Schub für das Rx-Versandverbot

Berlin - 07.07.2020, 12:45 Uhr

Die stellvertretende Vorsitzende des Petitionsausschusses im Bundestag, Martina Stamm-Fibich (SPD), sieht keinen Grund, weshalb sich der Einsatz der Apothekenmitarbeiter während der Coronakrise auf Bühlers Petition zum RxVV auswirken sollte. (c / Foto: imago images / photothek)

Die stellvertretende Vorsitzende des Petitionsausschusses im Bundestag, Martina Stamm-Fibich (SPD), sieht keinen Grund, weshalb sich der Einsatz der Apothekenmitarbeiter während der Coronakrise auf Bühlers Petition zum RxVV auswirken sollte. (c / Foto: imago images / photothek)


Die SPD-Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich dankt den Apothekern für ihre „teilweise übermenschlichen Leistungen“ während der Coronavirus-Pandemie. Auswirkungen auf die Rekord-Petition von Benedikt Bühler, in der sich der Pharmaziestudent für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln stark macht, werde der Einsatz der Apothekenmitarbeiter jedoch nicht haben.

Kein Extra-Schub für das Rx-Versandverbot: Die stellvertretende Vorsitzende des Petitionsausschusses, Martina Stamm-Fibich (SPD), erteilt dem Versandverbot mit rezeptpflichtigen Medikamenten trotz des Einsatzes der Apothekenmitarbeiter während der Coronakrise eine Absage. „In der Tat haben die Apotheken vor Ort ihren Beitrag zur Bewältigung der Hochphase der Corona-Pandemie mehr als nur erfüllt“, teilt sie auf Anfrage von DAZ.online mit. „Ich bin überaus dankbar für die teilweise übermenschlichen Leistungen des medizinischen Personals und auch der Apothekerschaft.“ Auf das Schicksal der Petition des Pharmaziestudenten Benedikt Bühler, der rund 420.000 Unterschriften für das RxVV gesammelt hatte, werde sich dies jedoch nicht auswirken.

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„Es geht hierbei nicht um Dankbarkeit für Geleistetes, sondern zum einen um eine sinnvolle Fortentwicklung unseres Arzneimittelwesens und zum anderen um schwerwiegende europarechtliche Fragen“, stellt Stamm-Fibich klar. Die öffentliche Anhörung, in der Bühler nicht nur vor dem Petitionsausschuss, sondern auch vor Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) persönlich vorsprechen durfte, habe „nur nochmals verdeutlicht, dass ein solches Verbot rechtlich kaum haltbar wäre. Zu groß sind hier die europarechtlichen Hürden, um pauschal den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu verbieten.“

Stattdessen setzt die Gesundheitsexpertin auf das Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz, das am 11. September endlich auf der Tagesordnung im Bundestag steht. Sie halte es „für sinnvoll, wenn unsere gut ausgebildete Apothekerschaft mehr Zeit für Angebote zur Verfügung hat, die ihrer hohen Qualifikation entsprechen. Das Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken (VOASG) ist dafür ein erster Schritt.“ Vor allem die Ausweitung der Notdienstversorgung und des Botendienstes sowie die Möglichkeit, im bestimmten Rahmen in den Apotheken zu impfen, bewertet sie positiv.

Was die Vereinbarkeit des VOASG mit europäischem Recht betrifft, zeigt sich Stamm-Fibich verhalten optimistisch. „Mein bisheriger Eindruck war, dass sich das Bundesministerium für Gesundheit eingehend mit dem europarechtlichen Status des VOASG beschäftigt hat, insofern bin ich zuversichtlich, dass die Neuregelungen im VOASG auch der kritischen Betrachtung durch den EuGH standhalten werden.“ Sie betont, dass weder die Bundesregierung noch die Europäische Kommission abschließend klären können, ob der Plan, die Gleichpreisigkeit bei Arzneimitteln für GKV-Versicherte im Sozialgesetzbuch V zu verankern, der Warenverkehrsfreiheit entgegensteht. „Letztendlich wird dies nur der EuGH klären können, falls es auch beim VOASG zu einer Klage kommt.“

Vergütung von Dienstleistungen im Blick

Die Sozialdemokratin verspricht den Apothekern eine angemessene Vergütung der neuen pharmazeutischen Dienstleistungen, die ebenfalls in Spahns Apothekenreform vorgesehen sind. „Ich habe großes Verständnis, dass auch bei den Apothekern der Wunsch besteht, eine angemessene Honorierung ihrer Leistungen in der Pandemie zu erfahren. Bei den Beratungen zum VOASG wird dies zweifelsohne eine Rolle spielen. Für ein Versandhandelsverbot allerdings ist dieser Aspekt – meiner Meinung nach – unerheblich, da hier andere Erwägungen eine größere Rolle spielen.“


Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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14 Kommentare

Fortentwicklung des Arzneimittelwesens

von Christian Becker am 08.07.2020 um 10:26 Uhr

„Es geht hierbei nicht um Dankbarkeit für Geleistetes, sondern zum einen um eine sinnvolle Fortentwicklung unseres Arzneimittelwesens und zum anderen um schwerwiegende europarechtliche Fragen“

Mit der Betonung auf "fort". Fort von Deutschland in die Niederlande.

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Das Ende der flächendeckenden Vor-Ort-Apotheken

von Wolfgang Müller am 07.07.2020 um 23:08 Uhr

Wie sieht's denn in Wirklichkeit aus?

Die große Mehrheit unserer Kunden liebt uns "Normale Apotheken im Gestern" und möchte uns auf jeden Fall behalten. Spahn vielleicht inzwischen sogar ein bisschen auch ....

Die in ihrer karg/missgünstig/bedeutungstriefenden Gnadenlosigkeit todtraurige Stamm-Fiebich-SPD will uns als argwöhnisch beäugte kleinteilige Freiberufler seit der unglaublichen Ulla Schmidt weg weg weg weg weg haben. Genau wie die kleinteilige Arztpraxen-Struktur. Da wird sich auch in absehbarer Zeit nix dran ändern, Politik zu Lasten der Patienten und der Leistungserbringer.

Wenn wir "Normale Inhaber" jetzt einfach mal aufhören würden, von dem Kakao, durch den man uns zieht (auch viel zu oft genau hier online bei unseren "Eigenen Meinungsbildnern", leider) auch noch zu trinken, hey: Wir bräuchten einfach nur abzuwarten, bis "Die SPD" von der Bühne verschwindet. Statt "Das VOASG" in der jetzigen Form wegen "Dienstleistungen für ein Butterbrot" und der Falle "Impfen" auch noch SELBER zu forcieren. Weil "Wir" uns von solchen Figuren wie dieser Stellvertretungs-Petitionspolitikerin hier ins Bockshorn jagen lassen und lieber weiter "vornehm geht die Welt zugrunde" spielen!

Ja, wenn es genau so weiter geht wie bisher: Dann ist das Ende der flächendeckenden Vor-Ort-Apotheken besiegelt. Muss es aber nicht, das liegt an uns selber.

» Auf diesen Kommentar antworten | 6 Antworten

AW: Wirklichkeit?

von Holger am 08.07.2020 um 10:37 Uhr

Was nützt denn die geäußerte Liebe der Kunden zu vor-Ort-Strukturen, wenn sie dann doch mit den Füßen abstimmen und den Online-Händlern (allen, nicht nur den Apotheken!!) in der Pandemie dramatische Umsatzzuwächse ermöglichen? Das sind Lippenbekenntnisse, mehr nicht. Der Kunde kauft doch nicht Tönnies-Fleisch weil es besonders lecker ist, sondern weil es billig ist! Und in Bezug auf Apotheken verhält er sich nicht grundsätzlich anders.

Aber wo geht Zentralisierung denn zu Lasten der Patienten?? Also wenn ich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall habe, dann will ich nicht in 10 Minuten in irgendeiner Kreisklinik landen, sondern lieber innerhalb 1 Stunde in der Stroke-Unit oder auf dem Katheterplatz eines Maximalversorgers! Und warum soll es ein Vorteil für mich sein, wenn der Hausarzt mich erst zum Spezialisten schickt, der mich zum Radiologen .... da gehe ich viel lieber in ein MVZ, in dem die Leistungen gebündelt erbracht werden und ich mit EINEM Termin und EINMAL Tiefgarage alles abgearbeitet kriege.

Sorry, aber diese Denke, dass unbedingt knapp 20.000 inhabergeführte Arzneimittelabgabestellen erhalten bleiben müssen, die sorgt nicht für das Wohlergehen der Patienten, sondern für das Wohlergehen der Inhaber. Da habe ich nicht grundsätzlich was gegen, aber einen Alleinvertretungsanspruch dieser Struktur sehe ich nicht als gerechtfertigt an - Konkurrenz belebt das Geschäft :)

AW: Das Ende der flächendeckenden Vor-Ort-

von Anita Peter am 08.07.2020 um 12:34 Uhr

@ Holger

Ich glaube Sie waren noch nie in einem MVZ.... Alles mit einem Termin. Made my day.....

AW: MVZ

von Holger am 08.07.2020 um 14:10 Uhr

@Anita Peter
Ja, ist sicher in den meisten Fällen ebenso visionär wie das Verschwinden der Inhabergeführten Einzelapotheke. Aber zumindest den MVZ-Aspekt finde ich positiv visionär im Sinne einer anstrebenswerten Entwicklung. Und sowas geht! Ich habe vor etwa 15 Jahren ein paar Wochen in den Niederlanden hospitiert - und zwar in einem Krankenhaus mit genau so einem MVZ! Wir tun uns halt in Deutschland mit solchen für die Patienten ungemein segensreichen Entwicklungen oft sehr schwer und ich behaupte, dass daran hauptsächlich die Lordsiegelbewahrer des Ewiggestrigen Schuld sind und das sind für mich die Verbandsfürsten der niedergelassenen Ärzte und der Apothekeninhaber. Die bremsen halt alles aus, was ihren Status quo gefährdet.

Das mit dem Verschwinden der inhabergeführten Einzelapotheke - wenn es denn passieren würde, im Moment sehe ich das noch nicht - würde ich zwar bedauern, aber das Bessere ist halt der Feind des Guten.

AW: Das Ende der flächendeckenden Vor-Ort-

von Wolfgang Müller am 08.07.2020 um 18:37 Uhr

@ Holger

Danke, dass Sie das Ulla-Schmidt´sche MVZ-Gegenmodell mit ziemlich wenigen verbleibenden Vor-Ort-Apotheken, eher weniger ärzttlichen "Einzelkämpfern" und seine angenommenen Vorteile noch einmal so scharf skizziert haben. Es sind tatsächlich zwei völlig gegensätzliche Entwürfe und Ideen, "was dem Patienten nützt". Von der Kostenfrage und dem angenehmen arbeiten der Leistungserbringer selber mal ganz zu schweigen:

"Zentralisierung + viel mehr Versand, weitgehende Aufgabe deutlich kleinerer Praxen und Apotheken" gegen "Weiter Förderung kleinteiliger, dezentraler Strukturen NEBEN den bereits bestehenden, größeren zentralen Einrichtungen". Letztlich Geschmackssache. Eben eine politische Richtungsentscheidung.

Es sollte aber auch jedem langsam klar werden, dass es eine konsequente Befürwortung dezentraler Strukturen niemals aus eine Organisation wie der ABDA heraus geben kann. Oder aus anderen Vereinigungen "Aller Apotheker" heraus. Die diesen "Holger" hier und viele viele andere Holger/innen ja genauso repräsentieren müssen wie die "Dezentralen Inhaber".

AW: These - Antithese - Synthese

von Holger am 10.07.2020 um 8:30 Uhr

Das ist doch gelebte demokratische Gesellschaft, wenn wir über "das beste" Modell diskutieren - finde ich gut! Ob ich da jetzt Ulla Schmidts Modell skizziere, die transmurale Pharmazie der Niederlande oder auch die Polikliniken der alten DDR ist doch egal. Klar würden damit die meisten ärztlichen Einzelpraxen und auch viele öffentliche Apotheken verschwinden. Die Anzahl der Ärzte und Apotheker würde jedoch konstant bleiben, weil die Arbeit durch die Zentralisierung ja nicht weniger wird. Aber es macht doch für den Patienten Sinn, dass die Apotheke dort ist, wo auch der Arzt ist?!

"Mehr Versand" ist explizit NICHT meine Forderung! Im Gegenteil, ich bin erklärter Gegner des Versands von Rx! Allerdings nicht aus ökonomischen Gründen, sondern weil ich den Versand für DIE Eintrittspforte gefälschter und qualitätsgeminderter Arzneimittel halte. Gebetsmühlenartig verweise ich da auf zahlreiche Arbeiten von Prof. Schweim aus Bonn, der immer wieder belegt hat, dass der Kunde eben NICHT in der Lage ist, ein seriöses von einem unseriösen Versandangebot zu unterscheiden. Aber gerade die Corona-Phase hat uns doch bewiesen, dass die Kunden (generell, nicht nur oder zuerst bei Arzneimitteln) mehr Versand WOLLEN! Das müssen wir akzeptieren, zumindest für OTC. Sich dagegen stemmen zu wollen hätte was von Don Quichotte. Aber gerade eine MVZ-Struktur, bei der Apotheke und Arzt eng beieinander sind, die Apotheke dann auch konsequent auf die Verschreibungen der Ärzte im Haus vorbereitet ist und eben NICHT Botendienst oder Versand anbieten muss - das ist doch für den Patienten perfekt?! Er kommt aus der Arztpraxis mit dem Rezept, geht im EG in die Apotheke und verlässt diese ein paar Minuten später mit den Arzneimitteln in der Tasche und dem Ergebnis einer guten pharmazeutischen Beratung im Gedächtnis. Da kommt der Gedanke an Versand erst wieder auf, wenn ich das Rezept ohne Besuch in der Arztpraxis erlangen kann.

Tja, und dann mein Lieblingsfeind - die ABDA. Von der habe ich mich noch nie repräsentiert gefühlt. Ich betrachte mich auch nicht als Mitglied der ABDA, sondern ich bin Mitglied meiner zuständigen LAK. Aber so ein mittelalterliches Ständeinstrument wie die ABDA gehört dringend auf die Müllhalde! Gerne sollen die Selbständigen unter den Apothekern ihre (wirtschaftlichen) Interessen über den DAV vertreten. Die pharmazeutischen Spielregeln sollten hingegen von der BAK definiert und überwacht werden. Und die anderen Apotheker (Angestellte, Krankenhaus, Industrie, Verwaltung, Hochschule ...) haben eigene Verbände zur Vertretung ihrer Interessen. Dann kann man sehr leicht differenzieren, welche Grundlage hinter einer Forderung z.B. zur Änderung der Approbationsordnung liegt, wenn die von sagen wir den Krankenhausapothekern kommt oder von den Hochschullehrern. Und wenn die DAV-Apotheker für den Erhalt der inhabergeführten Einzelapotheke eintritt oder sich der Verband der angestellten Apotheker dafür einsetzt.

AW: Aber wo geht Zentralisierung denn zu Lasten der Patienten?? - echt jetzt ?

von ratatosk am 15.07.2020 um 16:31 Uhr

Man muß schon sehr einfach argumentieren um zu so einem Schluß zu kommen - und ! sehr egoistisch !.
Denn es heißt natürlich für alle die auf dem flachen Land leben - Pech gehabt.
Nur weil was bequem ist, was sicher nicht falsch ist, sollte man in der Lage sein, die Konsequenzen abschätzen zu können. Natürlich gibt es Dinge wie z.B Transplantationsmedizien etc. die niemals einfach flächendeckend zu installieren sind. Aber schon beim Schlaganfall ist das mit 10 Minuten oder 1 h oft schon entscheidend. Die Freunde der Zentralisierung sollten auch mal Schwangere fragen, wie es ist, immer weitere Wege zu haben, bei Sturzgeburten - viel Spaß.

War irgendwer so naiv etwas zu erwarten

von ratatosk am 07.07.2020 um 19:04 Uhr

Hat wirklich jemand geglaubt, daß die Politik die Apothekenvernichtungspolitik wegen Corona ändern würde, sich nicht mehr dem Großkapitlal andienen und auf die Anschlußvewendung durch Beraterverträge zu bauen ? - Wäre schön doof. Apparatschick bleibt Apparatschick ! - was zählt schon das Wohl der Bevölkerung ! Man braucht sich aber auch solche Politikerinnen nicht mal mehr zu merken, denn wenn die weg ist, stehen 100 gleichgesinnte parat.
Wenn bei einer weiteren Welle dann doch mal die Post aufgeben muß, sterben halt ein paar 10000 ! , die werden schon eine Ausrede finden und einen gut dotierten Posten, siehe die unsägliche Ulla im Parlament, die hat noch nicht mal eine private Firma genommen.

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...denn Sie wissen nicht von was sie reden.

von Beobachter am 07.07.2020 um 16:54 Uhr

...„nur nochmals verdeutlicht, dass ein solches Verbot rechtlich kaum haltbar wäre....

Sagt wer und auf welcher juristischen Basis? Und dann immer dieses Konditional: kaum...wäre...
Übrigens: Das RXVV für Tierarznei ist europarechtlich OK. Die Rechtfertigung dafür gab Spahn letztes Jahr mit einem einzigen Satz an: "Das ist eine andere Ausgangsbasis" Dann kam viel Geschwalle, was mit der Ausgangsfrage nichts mehr zu tun hatte.

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Politiker

von Karl Friedrich Müller am 07.07.2020 um 16:04 Uhr

Eben einen tollen Satz in einem Roman gelesen:
„Keiner von denen hat jemals außerhalb einer politischen Organisation einen ordentlichen Beruf ausgeübt, geschweige denn eine Ausbildung... abgeschlossen. Die wissen einen Dreck. Aber sie haben ihre Meinungen“
Das gilt vielleicht nicht für alle, aber fast. Besonders der Teil mit den Meiningen. Eine Meinung ist nicht Wissen! Eine Meinung ist kein Argument. Meinungen treiben uns in den Abgrund! Besonders die von Politikern!

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AW: Warum Kariere als Politiker

von Bernd Jas am 07.07.2020 um 21:31 Uhr

Hallo Herr Müller,

auch ein schönes Beispiel von Markus Elsässer in "Berufliche Orientierung":
"Da gibt es auch Menschen denen so leistungsmässig nichts rechtes gelingen will, die auch keine Abschlüsse hinbekommen. Auch dann brauchen sie nicht zu verzagen, dann ist an sich das ideale Umfeld für sie das berufliche eine Karriere in einer Politischen Partei. Denn Dort kommt es nicht auf Qualifikationen an, sondern sie müssen wortgewandt sein, sie müssen ein dickes Fell haben, sie müssen gerne auftreten und gerne Macht lieben. Und in sofern ist es sehr gut, das es diese Parteienlandschaft gibt, denn das ist ein Sammelbecken für Menschen die sich auf anderen Gebieten schwer tun würden. .... Und aus einer politischen Kariere kann mann ein interessantes Geschäft machen."

.

von Anita Peter am 07.07.2020 um 13:23 Uhr

"zum anderen um schwerwiegende europarechtliche Fragen"

Das RXVV ist europarechtskonform. Durch mehrere Gutachten u.a. von Verfassungsrechtlern bestätigt. Selbst der EUGH und der polnische Generalanwalt haben auf die Möglichkeit des RXVV hingewiesen.

Aber die deutsche Politik will die Arzneimittelversgung nach Holland auslagern, so wie damals die AM Herstellung nach China ausgelagert wurde.

Denn sie wissen nicht was sie tun.....

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AW: Lügen der Politik

von Karl Friedrich Müller am 07.07.2020 um 15:43 Uhr

Es wäre das Mindeste, was man von einem Politiker erwarten kann, dass er sich (richtig) informiert und dass seine Aussagen richtig und wahr sind.
Das ist nicht der Fall und so disqualifiziert sich ein Politiker selbst, wenn er so einen Quatsch sagt.
Entweder ist er dumm, faul oder lügt absichtlich, um eine Diskussion in die gewünschte Bahn zu bringen.
Schade, dass man ein Mandat nicht entziehen kann

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