Rabattaktion

Rewe: Apotheker sind keine Corona-Helden

Berlin - 09.06.2020, 17:54 Uhr

Kein Rabatt für Apotheker: Rewe bedankt sich bei Corona-Helden - das pharmazeutische Personal zählt die Unternehmensgruppe jedoch nicht dazu. (Foto: imago Images / Martin Wagner)

Kein Rabatt für Apotheker: Rewe bedankt sich bei Corona-Helden - das pharmazeutische Personal zählt die Unternehmensgruppe jedoch nicht dazu. (Foto: imago Images / Martin Wagner)


Seit dem 4. Mai erhalten „Corona-Helden aus dem Gesundheitswesen“ in den Rewe-Märkten in Deutschland als Dankeschön für ihren Einsatz 5 Prozent Rabatt beim Einkaufen. Die Apotheker zählen nach Ansicht der Unternehmensgruppe offenbar nicht dazu: Sie sind bei der Aktion außen vor. Apothekerin Ariane Maaß will das nicht auf sich sitzen lassen.

„Rund zwei Millionen Menschen aus dem Gesundheitswesen arbeiten und kämpfen in Deutschland Tag für Tag an vorderster Front für die Gesundheit und das Wohlergehen der Gesellschaft und gefährden dabei ihre eigene Gesundheit“, schreibt Rewe in einer Mitteilung vom 3. Mai. Der Konzern wolle diesen Berufsgruppen, die „seit Wochen über das normale Maß hinaus“ arbeiten, etwas zurückgeben und bietet etwa Ärzten, Krankenschwestern, Altenpflegern und Rettungssanitätern beim Einkauf in einer der Rewe-Filialen in Deutschland einen Dankeschön-Rabatt von 5 Prozent an.

Als eine Mitarbeiterin von Apothekerin Ariane Maaß aus Bretten in Baden-Württemberg von dem Angebot Gebrauch machen wollte, folgte eine ernüchternde Antwort: Sie gehöre nicht zum Kreis der Berechtigten. Keine Corona-Heldin also. Als Maaß das hörte, war sie zunächst einfach nur enttäuscht, wie sie im Gespräch mit DAZ.online berichtet. „Schon wieder wird das, was wir leisten, nicht gesehen und anerkannt“, so die Apothekerin. Dann aber entschloss sie sich, das Unternehmen zur Rede zu stellen und erkundigte sich nach den Gründen.

Keine erhöhte Infektionsgefahr für Apothekenpersonal

Auf ihre Nachfrage hin erklärte Rewe, das Unternehmen habe sich natürlich Gedanken gemacht, welche Berufsgruppen von dem Rabatt profitieren sollen. „Die Epidemie und ihre Folgen stellen nahezu alle Bundesbürger vor besondere Herausforderungen und Belastungen“, schrieb ein Sprecher. Es sei jedoch nötig, den Kreis derjenigen, die den Rabatt bekommen können, zu beschränken, um „das daraus resultierende finanzielle Unterstützungsengagement“ in der Höhe kalkulierbar zu machen.

Weiter ließ Rewe wissen: „Was Ärzte, Krankenschwester, Rettungssanitäter oder Altenpflegerinnen von anderen Corona-Helden unterscheidet, ist, dass sie in Ausübung ihres Berufs zwangsläufig und in hoher Zahl in engen persönlichen Kontakt mit Erkrankten treten. Sie setzen sich somit einer deutlich höheren Infektionsgefahr aus als andere und erkranken an COVID-19 überdurchschnittlich häufig am Arbeitsplatz.“ Von Beschäftigten in Apotheken sei eine erhöhte Erkrankungsrate ebenso wenig bekannt wie für Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel. Daher habe man sich auf den oben genannten Personenkreis beschränkt.

Apotheken unterscheiden sich nicht von Supermärkten

Das war zu viel für Maaß: Sie schrieb dem Unternehmen eine E-Mail und machte ihrem Ärger Luft. „Ich bin entsetzt über Ihre Einschätzung, dass Apotheken nicht systemrelevant und keine Corona-Helden sind“, heißt es in der Nachricht an Rewe. „Dies ist grundsätzlich falsch.“ Immerhin stellten die Apotheken in Deutschland medizinische Schutzausrüstung für die Menschen bereit – zur privaten, aber vor allem auch zur beruflichen Nutzung. Auch das Bundesgesundheitsministerium habe den Stellenwert der Präsenzapotheken erkannt und kurzfristig etliche Regeln für die Betriebe gelockert. „Dadurch waren und sind wir in der Lage, große Mengen an Händedesinfektionsmittel herzustellen und Krankenhäuser, Arztpraxen, Feuerwehr und viele weiter soziale Einrichtungen zu versorgen. Ohne die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Apotheke hätte das Gesundheitssystem nicht so gut auf die Herausforderung der Pandemie reagieren können“, betont Maaß.

Auf diese E-Mail antwortet Rewe nicht mehr. Als DAZ.online nachhakt, reagiert das Unternehmen und räumt ein: „Selbstverständlich sind Apotheken systemrelevant und Apotheker sowie ihre Beschäftigten leisten bis dato durch ihre hervorragende und aufopfernde Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu, dass eine zentrale Versorgungsfunktion der Bevölkerung während der Corona-Epidemie in Deutschland aufrecht erhalten werden kann.“ Es sei unbestritten, dass die Apothekerschaft „in Ausübung ihrer Versorgungsaufgabe gelegentlich Kontakt zu Infizierten oder Verdachtsfällen hatte oder haben kann – und sich entsprechend vorbereiten konnte. Hier unterscheiden sich Apotheken nicht von Supermärkten.“


Selbstverständlich sind Apotheken systemrelevant und Apotheker sowie ihre Beschäftigten leisten bis dato durch ihre hervorragende und aufopfernde Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu, dass eine zentrale Versorgungsfunktion der Bevölkerung während der Corona-Epidemie in Deutschland aufrecht erhalten werden kann. Ebenso ist unbestritten, dass die Apothekerschaft in Ausübung ihrer Versorgungsaufgabe gelegentlich Kontakt zu Infizierten oder Verdachtsfällen hatte oder haben kann – und sich entsprechend vorbereiten konnte. Hier unterscheiden sich Apotheken nicht von Supermärkten.

Rewe-Pressestelle zu Apothekern als Corona-Helden


Als das für Rewe entscheidende Kriterium für die Teilnahme an der Rabattaktion nennt die Pressestelle folgendes: „Das sind Berufsgruppen, die üblicherweise in Ausübung ihres Berufes zwangsläufig und in hoher Zahl in engen persönlichen Kontakt mit Erkrankten treten. Das heißt, die Personen haben nicht mit einer Wahrscheinlichkeit Kontakt mit COVID-19-Infizierten, sondern haben diese real, bewusst und häufiger.“

Zudem hätten sie meist unvermeidbaren Körperkontakt mit Infizierten und müssten diese behandeln, ohne den gebotenen Schutzabstand von 1,50 Metern einhalten zu können. „In einer Apotheke können hingegen durch einfache bauliche Maßnahmen (u.a. Spuckschutz), Zutritts- und Abstandsregelungen sowie geeignete persönliche Schutz, Präventions- und Hygienemaßnahmen – hier haben Apotheken sicherlich Bezugsvorteile – das Risiko einer Ansteckung extrem minimieren, selbst wenn ein Infizierter ohne oder mit unspezifischen Symptomen vor dem Tresen steht.“ Grundsätzlich können sich demnach alle Interessenten für die Rabattaktion unter heldencoupons@rewe.de bewerben. „Jede Antragsteller wird grundsätzlich anhand aussagekräftiger Angaben individuell geprüft."

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Rewe die Apotheker vor den Kopf stößt: Im Jahr 2019 hatte eine Werbeanzeige der niederländischen Versandapotheke DocMorris für Wirbel gesorgt. Im Januar 2020 erklärte das Landgericht Köln die Anzeige wegen Verstoßes gegen das Heilmittelwerbegesetz für unzulässig.



Christina Müller, Apothekerin und Redakteurin, Deutsche Apotheker Zeitung (cm)
redaktion@daz.online


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26 Kommentare

Corona-Helden

von Klaus Mellis am 15.06.2020 um 0:18 Uhr

Ich freue mich, dass ein Konzern publik macht, wie intensiv sich Menschen in der Pandemie für andere einsetzen. Und: je öfter dafür DANKE gesagt wird, desto besser.

Dank kann man aber grundsätzlich nicht einfordern - erst Recht nicht, wenn er nur als 'Grundlage' für eine Werbekampagne 'genutzt' wird. Da ist es vllt. sogar besser, nicht instrumentalisiert vor die Karre gespannt zu werden...

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Machkonzentration

von Thomas Kerlag am 10.06.2020 um 20:36 Uhr

Das Beispiel zeigt nur, dass man einzelnen Konzernen nicht zu große Macht geben darf, sonst ist der Willkür und der Diskriminierung Tür und Tor geöffnet.

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Wir sind CORONA-HELDEN..egal, ob REWE das anerkennt oder nicht.

von Dr. Radman am 10.06.2020 um 15:18 Uhr

Wir beraten die Patienten von Angesicht zu Angesicht, später kam Plexiglas
Wir messen Kompressionstrümpfen an Patienten
Wir Messen Zucker und Cholesterin durch Blutentnahme
Wir Liefern die Arzneimittel nach Hause
Wir beraten extra im Beratungsraum.
Wir leisten Erste-Hilfe bei Verletzungen
usw..usw.
WIR SIND CORONA-HELDEN...Punkt

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„Corona-Helden“?

von Michael Müller am 10.06.2020 um 13:17 Uhr

Bitte nicht aufregen... ich finde die Argumentation von der REWE-Systemzentrale an sich schlüssig. In unserem Betrieb war eine meiner ersten Aussagen an überängstliche Mitarbeiter*innen die, dass Kassierer*innen im Lebensmitteleinzelhandel mutmaßlich sogar stärker gefährdet sein können bzw. sind als wir in der Apotheke. Dies bezog sich auf die ersten Wochen, als wir bereits hinter Plexiglas gearbeitet haben und die Supermärkte bestenfalls provisorische Müllplanen o.ä. aufgespannt hatten.

P.S.: um REWE mache ich aufgrund der DM-Koop sowieso einen großen Bogen ;-)

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Wie immer...

von G. Mareiko am 10.06.2020 um 9:35 Uhr

Wie immer heulen die Apotheker direkt rum, weil Sie sich mal wieder ungerecht behandelt fühlen. Es hat nie jemand behauptet, dass diese Berufsgruppe nicht Systemrelevant wäre und ich kann die Argumentation von REWE verstehen, da man bei solch einer Aktion irgendwo auch eine Eingrenzung vornehmen MUSS. Mir würden hundert weitere Berufsgruppen einfallen, die hier nicht Berücksichtigt wurden und welche nicht so einen Aufstand darum machen... aber so ein Artikel ist wieder typisch Deutsch - Hauptsache rummeckern. Man sollte sich nicht Wundern, wenn Unternehmen solche Aktionen für die Zukunft komplett streichen da sich ja jeder direkt vor den Kopf gestoßen fühlt.

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Ursache und Wirkung

von Ralf Schabik am 10.06.2020 um 8:28 Uhr

Ich finde es ausgesprochen gut, dass die Kollegin den Finger in die Wunde legt. Und zwar NICHT wegen irgendeines Preisnachlasses, der niemanden "rettet" - sondern rein wegen der Symbolik. Ich will auch gar nicht bewerten, welche Argumente für den Titel "Held" sprechen würden oder nicht. Nein: Ich würde gerne hinterfragen, WARUM die Apotheken in der Wahrnehmung dort stehen, wo sie stehen.Ganz ehrlich: Werden wir als unverzichtbare Dienstleister rund um die Gesundheit, als die kompetenten Berater und die unermüdlichen Logistiker wahrgenommen ? NEIN ! Wir sind diejenigen, die nie das vorrätig haben, was der Kunde braucht, sind diejenigen, die minutenlang in den Computer glotzen, bevor der Kunden endlich seine Schachtel in der Hand hält, und wir sind im Rückraum unsichtbar für den Kunden verborgen, weil wir bunte Punkte auf Gefäße im Labor kleben, bei einer Rezeptur für den Papierkram länger brauchen als für das Mischen selbst - und weil wir lieber das Typenschild der Bohrmaschine fotografieren als dem Diabetiker die richtigen Kanülen abzugeben.
Viel zu lange hat sich der "Berufsstand" von der Politik und vor allem den Retax-Terroristen gängeln lassen - mittlerweile glaubt uns kein Mensch mehr, was in den Apotheken abgeht.
Und deshalb muss man auch REWE jetzt die "rote Karte" zeigen ... denn deren Manager zeigen durch ihre Entscheidung sehr deutlich, dass sie die vor-Ort-Apotheke auf das Niveau eines x-beliebigen Schachtelschubsers im rechtsfreien Raum degradieren.
Wer Protest als "Jammern" abtut oder nur an den Geldbeutel denkt, hat den Ernst der Lage nicht begriffen.
Ich vergleiche das mit der Frage "glaubst Du, dass wir nach September noch Desinfektionsmittel herstellen müssen ?" Falsche Frage - es geht nicht um "müssen" - es geht um den Skandal, dass die Apotheken eine "Allgemeinverfügung" eines Amtes brauchen, um Desinfektionsmittel herstellen zu DÜRFEN - statt dass wir eine Standardzulassung haben mit Rezeptur, Sicherheitsdatenblatt, Etikett, vernünftigem Haltbarkeitsdatum und dokumentiertem Wirkspektrum. Aber auch hier: Die Apotheker lassen sich viel zu viel gefallen !!!

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AW: Ergänzung: Personenkreis

von Ralf Schabik am 10.06.2020 um 8:48 Uhr

Eine Ergänzung noch zur Definition "Held" ... mir fallen auf Anhieb auch Berufsgruppen ausserhalb des Gesundheitssystems ein, die heldenhaften Einsatz leisten mussten und geleistet haben ... einfach mal nur an die Beamten der Polizei denken, die schon vor Corona immer wieder in gefährliche Situationen kamen ... von einem Menschen angespuckt zu werden, ist auch bei anderen Infektionskrankheiten nicht nett.
Es ist halt wie bei jeder Aktion ... man denkt sich etwas Gutes aus, doch immer erreicht man damit auch das Gegenteil.
Intelligent von REWE wäre gewesen, wenn die Mitarbeiterin der im Artikel genannten Kollegin den Rabatt einfach unbürokratisch bekommen hätte mit dem augenzwinkernden Hinweis "naja, eigentlich war das nicht so gedacht, aber ...". Die paar Euro hätten REWE nicht weh getan. Aber mit gesundem Menschenverstand "mal Fünfe gerade sein lassen" gehört nicht zu den Tugenden der meisten Deutschen. Nein ... Vorschriften sind Vorschriften. Punkt.

REWE Rabatt

von Sven Larisch am 10.06.2020 um 8:05 Uhr

1. nicht jeder Rewe Laden geht gleich mit der Krise um, Franchise! habe gute Beispiele gesehen.
2. Das war nur eine Werbeaktion- Bitte, je mehr man sich darüber aufregt desto besser für Rewe. Ich habe diese Aktion komplett verpasst.
3 Wir in den Apotheken wissen selber wie angespannt die Zeit war und noch ist und wissen selber das wir Helden sind. Ob mit oder ohne Corona. Wir müssen jedes Jahr die nächste Welle an Erkrankungen aushalten/mitmachen (Grippe).
4. Ich bewundere alle, die in Zeiten von Corona weitergearbeitet haben, egal wie und wo. Ich brauche keinen Applaus oder 5% Rabatt beim Einkaufen. Ich brauche auch keinen Lobbrief vom Gesundheitsminister- ich brauche Rechtsicherheit und Rx Versandverbot.

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AW: AW: REWE Rabatt

von J.M.L. am 10.06.2020 um 8:13 Uhr

Diesem Kommentar ist nichts hinzuzufügen, danke Hr. Kollege !

AW: +1

von Andreas P. Schenkel am 10.06.2020 um 16:31 Uhr

Gleich viermalig auf den Punkt gebracht.

REWE und Altenpfleger?!

von Kira am 10.06.2020 um 5:56 Uhr

Mir soll mal einer erklären, was Altenpfleger so viel mehr zu tun hatten, außer ihrer normalen Arbeit? Altenheime waren für Außenstehende geschlossen und es gab sehr wenige Fälle, wo durch Pfleger das Corona-Virus in die Heime geschleppt wurden!
Und selbstredend gehen alte Menschen natürlich erst zum Arzt, anstelle zum Apotheker ihres Vertrauens, wenn sie Erkältunssymptome aufweisen! Aber ja wir haben sehr wenig Kontakt mit infizierten, verstehe ich! Ironie lässt grüßen!

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AW: Erklärungsversuch

von Ralf Schabik am 10.06.2020 um 9:01 Uhr

Hier ein Erklärungsversuch: In den meisten Einrichtungen der Altenpflege herrscht(e) eine extreme Anspannung. Die Berichte aus Heimen, in denen Dutzende Menschen an Corona verstorben sind, haben enormen Druck aufgebaut, und die Besuchsverbote haben oft zu Diskussionen mit insbesondere uneinsichtigen Angehörigen geführt, die das übertrafen, was wir in der Offizin mitunter erleben. In manchen Einrichtungen haben Mitarbeitende in freien Patientenzimmern übernachtet, um NICHT das Risiko einzugehen, sich im Privatleben mit SARS zu infizieren. Klar gab es auch Beschäftigte, die sich mit Gelbem Zettel verabschiedet haben - aber umso mehr haben die anderen Pflegefachleute die Lücken kompensieren müssen.
Generell würde ich nicht anfangen, die Bedeutung der systemrelevanten Berufe gegenseitig aufzurechnen. Vielmehr muss es gelingen, zu verdeutlichen, WER dieses Land tagtäglich am Laufen hält - unabhängig von jeglicher Pandemie ! Und wenn jetzt Großbetriebe Staatshilfen bekommen, die mit Daseinsvorsorge NICHTS zu tun haben, deren Mitarbeitende aber selbst unter Kurzarbeitergeld mehr auf dem Konto hatten als systemrelevante Beschäftigte mit 100 % Gehalt und vollem Risiko an der Virenfront - dann läuft etwas schief auf dieser Welt. Aber gelernt wurde erkennbar NICHTS daraus !!!

Keine MiseRE WEgen Rabatt!

von Held wider Willen am 10.06.2020 um 0:11 Uhr

Ach, was kümmert mich Supermarktkette XY!
Was für mich zählt: Unser Bürgermeister hat es von Anfang an erkannt, die Apotheker (damit meint er natürlich sämtliches pharmazeutisches und nichtpharmazeutisches Personal in Apotheken) als systemrelevant eingestuft (direkt auf der Homepage sogar!) und ihnen ohne lang zu fackeln die Notbetreuung ihrer Kinder ermöglicht. In anderen Gemeinden mussten die Kolleginnen erst Himmel und Hölle in Bewegung setzten und für einen Platz in der Notbetreuung kämpfen.

Lebensmittel etc. kaufen wir ebenso selbstverständlich beim lokalen Einzelhandel, wie dieser seine Desinfektionsmittel bei uns bezieht. Wir unterstützen uns gegenseitig. Das ist mehr wert als jeder Rabattschein!
Wer braucht da schon Rewe?

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Weil systemrelevant

von Thomas Kerlag am 09.06.2020 um 22:08 Uhr

Wenn Apotheker auch durch ihre Tätigkeit in der Rezeptur Schutz und Schirm für die Bevölkerung sind. Ist da ein direkter Kontakt nötig um ein "Held "zu sein?

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Rewe Rabatt

von Conny am 09.06.2020 um 21:07 Uhr

Ob ich bei Rewe 5 Prozent Rabatt bekomme oder nicht ist mir vollkommen egal. Dies überhaupt zur Sprache zubringen, naja. Rewe macht übrigens von allen Märkten den wenigsten Aufwand für Hygiene.

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AW: Rewe Rabatt

von Claus S. am 10.06.2020 um 16:59 Uhr

Wegen 5% Prozent Rabatt stellt sich Rewe nun als Wohltätiger hin.
10% wäre angebracht gewesen und das Unternehmen hat bezüglich Hygiene erheblichen Nachholbedarf, unter anderem wegen fehlender Hygienestationen welche bei Lidl und Thomas Philipps am Eingangsbereich stehen.

Rewe + MaxDorris

von Reinhard Rokitta am 09.06.2020 um 21:02 Uhr

Bei der Kombi ist nichts anderes zu erwarten...

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AW: Rewe + MaxDorris

von Heiko Barz am 10.06.2020 um 10:46 Uhr

Kurz: das ist des Pudels Kern!
Wenn ich auf der Gehaltsliste eines „Versenders“ für AM - und dann auch noch aus Holland - stünde, kann ich doch nicht deren Gegner- die Deutschen Apotheker- begünstigen.

Dieses ewige Winseln ....

von Uffff.... am 09.06.2020 um 19:34 Uhr

Wahre Corona-Helden sind diejenigen, deren Existenz durch Corona zerstört wurde - zum Wohle der Gemeinschaft.
5% Rabatt bei REWE haben oder nicht haben sind doch wahrlich Luxussorgen.

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nicht zu ernst nehmen

von Dr. Arnulf Diesel am 09.06.2020 um 19:30 Uhr

Vielleicht sollte unsere Kollegin diese antipharmazeutische Diskriminierung nicht zu ernst nehmen. Zwar haben viele von uns auch finanzielle Einbußen erlitten, aber ich wünsche allen Kollegen, daß diese nicht so erheblich ausgefallen sind, daß wir auf den besonderen Rabatt von Rewe angewiesen wären. Den genannten Berufgruppen sei jede Vergünstigung gegönnt, aus meiner Sicht hat man noch die Reinigungskräfte (Krankenhaus, Alternheim...) vergessen, sowie die Bestatter. Vielleicht ergeben sich ja auch ungeahnte Synergien, der Herr Doktor med. kann das beim Einkauf Gesparte ja zur Apobank tragen und mit seiner Anlage über die IT-Krise hinweghelfen.

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"CORONA-HELDEN" und REWE

von Apotheker Toni Stenzel am 09.06.2020 um 19:23 Uhr

Ergänzung:

Und wenn nur EINER/EINE unseres pharmazeutischen Personals an COVID erkrankt -
können wir die Apotheke dicht machen.
Und wie ist das bei den REWE- Filialen ?
Wie wird dort mit den CORONA-Hygieneregeln
umgegangen ?

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CORONA-HELDEN und REWE

von Apotheker Toni Stenzel am 09.06.2020 um 19:17 Uhr

Es ist schon dreist, pharmazeutisches Personal von dem Kreis der "CORONA-HELDEN" auszuschließen.
Ich bin für Gerechtigkeit. WIr in der Apotheke tragen auf dem Weg in die Apotheke,während 10 Stunden Apothekenalltag und auf dem Heimweg 12 Stunden die Mund-Nasen-Maske.
Wir arbeiten mit Handschuhen und Plexiglasscheiben - ganz nah an den Kunden,
die wir auch immer disziplinieren dürfen...
Und dann noch in Corona-Zeiten Nachtdienste an der Luke mit erhöhtem Risiko der Infektion.
Wie immer - auch nicht in Corona-Zeiten - sind wir stets für die Kunden da und holen das Beste heraus, um die Kunden sachgerecht zu beraten.
Welches Personal bei REWE macht das ?
Unser Beruf als pharmazeutisches Personal ist so vielschichtig und voller Verantwortung Tag für Tag-
warum also sind wir keine "CARONA-Helden"???
Erwarte sinnvolle und konstruktive Antworten.

Toni Stenzel, Apotheker

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AW: CORONA-HELDEN und REWE

von Uffff.... am 09.06.2020 um 23:34 Uhr

Die REWE-Mitarbeiter derartig zu demütigen, ist ein Armutszeugnis für unseren gesamten Berufsstand.

Corona-Helden

von UK am 09.06.2020 um 18:51 Uhr

Wie wäre es denn, wenn die Kollegin von Corona-Helden zu Corona-Helden (den Rewe-Mitarbeitern) einen Rabatt vereinbart. Und hoffentlich zahlt sie ihren persönlichen Corona-Helden, ihren Mitarbeitern, den steuerfreien Sonderbonus.

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Selbst...

von Rolf Jägers am 09.06.2020 um 18:42 Uhr

...als Apotheker würde ich mich der Rewe-Argumentation anschließen.

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So what?!

von Ach Gottchen... am 09.06.2020 um 18:09 Uhr

Rewe mag uns nicht - wir mögen Rewe nicht.
Nachdem ich gesehen habe, wie der hiesige Rewe mit seinem Personal in der Krise umgegangen ist (Russisch Roulette), habe ich für mich beschlossen, keinen Laden dieser Unternehmung je wieder zu betreten.

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