SARS-CoV-2 in Krisengebieten

COVID-19: Lagebericht der pharmazeutischen Hilfsorganisationen

Stuttgart - 07.04.2020, 10:15 Uhr

COVID-19-Prävention: Mitarbeiter von „Association des Femmes pour la Promotion et le Développement Endogène“ (AFPDE) in Südkivu/Kongo DRC. (Bild: action medeor) 

COVID-19-Prävention: Mitarbeiter von „Association des Femmes pour la Promotion et le Développement Endogène“ (AFPDE) in Südkivu/Kongo DRC. (Bild: action medeor) 


Gebiete, wo es keine Pharmazeuten gibt

In Uganda hat AoG zusammen mit Apotheker Helfen e.V. (AH) und der lokalen „EMESCO Development Foundation“ einen pharmazeutischen Großhandel unter Leitung eines Apothekers im Kibaale Distrikt eingerichtet. In dieser ländlichen Gegend habe es zuvor keinen einzigen ausgebildeten Pharmazeuten gegeben und die Gesundheitseinrichtungen bestellten Medikamente ausschließlich in der Hauptstadt. Die Einführung einer AoG-Software zum Lagermanagement erleichtere nun die Bestandsführung enorm, heißt es.  

Aufstellen von Waschplätzen

EMESCO setzt laut dem Bericht zudem mit der Unterstützung von AH neben der Verbesserung der Händehygiene durch Aufstellen von Waschplätzen im gesamten Distrikt auch auf Aufklärung. „Community Health Worker“ beraten ihre Dorfbevölkerung und das lokale Radio sende hunderte von Aufklärungsspots und produziere Informationssendungen. 

Hilfe – nicht nur im Ausland

Am 31. März hatte AoG (Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.) über einen dringenden Hilferuf aus der Zitadelle in Mainz berichtet: In der „Ambulanz ohne Grenzen“, die vom Verein Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. betrieben wird, gingen die Schutzausrüstung für die Mitarbeiter und das Desinfektionsmittel langsam aus. Die Mainzer AoG-Regionalgruppe traf sich, um schnelle Hilfe zu organisieren: „Denn die zuverlässige Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung und Obdachlosen ist wegen der Schließung vieler unterstützender Einrichtungen im Moment besonders wichtig.“ 

Über das Wochenende gelang es den ehrenamtlichen Mitgliedern, Einmalkittel, Mundschutz, Desinfektionsmittel und einige Schutzbrillen zu beschaffen und an die Ambulanz zu übergeben. 

Erfahrung aus der Ebola-Epidemie

Apotheker Helfen e.V. (AH) unterstützt außerdem die Hilfsorganisation „Don Bosco Fambul“ in Sierra Leone dabei, die Vorräte an Hygieneartikeln, Arzneimitteln und Grundnahrungsmitteln aufzustocken. Aus der Ebola-Epidemie 2014 gebe es vor Ort viel Erfahrung, schreibt die Organisation. Schutzmasken seien noch auf Lager. Heime, die Kinder und Jugendlichen ein Zuhause geben, seien für Besucher geschlossen.Junge Mädchen und Frauen, die sich zum Unterhalt ihrer Familien auf den Straßen von Freetown prostituieren, seien oft HIV-positiv. Solche vulnerablen Gruppen benötigten Schutz und Versorgung.



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