Corona: die vielversprechendsten Ansätze

WHO startet weltweite Studie zu Arzneimitteln gegen COVID-19

Stuttgart - 25.03.2020, 11:30 Uhr

Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der WHO (World Health Organisation) hält die Welt in Sachen Coronavirus auf dem neuesten Stand. (t/Foto: imago images / Xinhua)

Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der WHO (World Health Organisation) hält die Welt in Sachen Coronavirus auf dem neuesten Stand. (t/Foto: imago images / Xinhua)


Diese Arzneimittel werden in „Solidarity“ getestet 

Insgesamt sollen vier verschiedene Therapien getestet werden: 

  • Remdesivir
  • Lopinavir + Ritonavir
  • Lopinavir + Ritonavir + Interferon Beta
  • Chloroquin

Ihre Effektivität soll mit den aktuellen Maßnahmen verglichen werden, mit denen an COVID-19 Erkrankte aktuell im Krankenhäusern behandelt werden. 

In ihrem Statement vom 23. März betont die WHO den Nutzen einer solchen internationalen Studie. Denn der Einsatz von Arzneimitteln ohne Evidenz könne zu falschen Hoffnungen führen – und mehr Schaden als Nutzen bringen. So könnten auch Engpässe bei Arzneimitteln entstehen, die zur Behandlung anderer Krankheiten essenziell sind. 

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Die DAZ 10/2020 hatte bereits am 5. März ausführlich über die „fieberhafte Suche nach Impfstoffen und antiviralen Therapien“ berichtet und einen Überblick über die einzelnen laufenden Studien geboten. Über die neue WHO-Studie hat nun am 22. März am ausführlichsten Sciencemag.org berichtet. Dort werden auch einige Schwächen der Studie deutlich (z. B. ist sie nicht doppelblind). Doch das nimmt man in Kauf, die WHO wollte bzw. musste schnell sein, heißt es – die Idee zu „Solidarity“ sei vor weniger als zwei Wochen entstanden. Die Gruppe an Arzneimitteln, die nun ausgewählt wurde, bestehe aus den Wirkstoffen, die nicht nur am wahrscheinlichsten helfen werden, sondern über die auch am meisten zur Sicherheit bekannt ist und die in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden könnten. 



Diana Moll, Apothekerin, DAZ.online
redaktion@daz.online


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