Bayer investiert in hormonfreie Verhütung

Ovaprene: erster monatlicher Vaginalring ohne Hormone

Stuttgart - 15.01.2020, 13:35 Uhr

Ovaprene soll als erster monatlich zu wechselnder Vaginalring hormonfrei vor Schwangerschaften schützen. Bayer hat sich die US-Lizenzrechte gesichert und investiert dafür in dreistelliger Millionenhöhe. (m / Symbolfoto: euthymia / stock.adobe.com)

Ovaprene soll als erster monatlich zu wechselnder Vaginalring hormonfrei vor Schwangerschaften schützen. Bayer hat sich die US-Lizenzrechte gesichert und investiert dafür in dreistelliger Millionenhöhe. (m / Symbolfoto: euthymia / stock.adobe.com)


Wie funktioniert Ovaprene?

In Abhängigkeit der Prüfung und Genehmigung der IDE ist in der zweiten Jahreshälfte 2020 dann der Start der klinischen Prüfung der empfängnisverhütenden Wirksamkeit und Sicherheit von Ovaprene® geplant. „Der erfolgreiche Abschluss dieser Studie würde die Marktzulassungen von Ovaprene® in den USA, Europa und anderen Ländern weltweit unterstützen“, erklärt Bayer in einer Mitteilung auf seiner Webpräsenz.

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Ovaprene® ist ein hormonfreier, intravaginaler Ring, der laut Daré die Verhütung über mehrere Wochen hinweg ermöglicht, indem er einen lokal wirkenden Wirkstoff freisetzt, der die Beweglichkeit der Spermien einschränkt, gekoppelt mit einer Polymerbarriere, die die Spermien zusätzlich physisch daran hindert, in den Gebärmutterhalskanal zu gelangen. Daré erwartet, dass Ovaprene® – auch ohne den Einsatz von Hormonen – das Potenzial hat, genauso wirksam zu sein wie bereits etablierte kurz wirkende hormonelle Verhütungsmethoden (Pillen, Pflaster, Vaginalring).

Die Daten sind vielversprechend. In einer früheren postkoitalen Pilotstudie (PCT) hat Ovaprene® laut Daré „erfolgreich Spermien immobilisiert und ihr Fortschreiten in den Gebärmutterhalskanal verhindert“.

Bislang nur hormonhaltige Vaginalringe

Erfolgt die Zulassung, „könnte Ovaprene® das erste monatlich zu verwendende hormonfreie Verhütungsmittel sein“, hofft Bayer. Vaginalringe zur Empfängnisverhütung gibt es bereits, allerdings setzen die Verhütungsringe Nuvaring®, Circlet® und deren Generika Ginoring®, Cyclelle®, Setlona®, Veri®-Aristo auf eine Estrogen-Gestagen-Kombination aus Ethinylestradiol und Etonogestrel. Die generischen Verhütungsringe sind in den letzten Monaten vor allem durch gehäufte Ringbrüche aufgefallen.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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