ABDA-Stellungnahme zum Apotheken-Stärkungsgesetz

Klare Worte zur Preisbindung

Berlin - 08.05.2019, 13:00 Uhr

Die ABDA setzt sich
entschlossen für den Erhalt der Preisbindung ein. (c / Foto: DAZ.online)

Die ABDA setzt sich entschlossen für den Erhalt der Preisbindung ein. (c / Foto: DAZ.online)


Keine Abholfächer, aber arztinduzierter, abrechnungsfähiger Botendienst

Die ABDA möchte automatisierte Abgaben außerhalb des Versandes nicht nur auf bestimmte Fälle beschränken, sondern komplett untersagen. Denn Vor-Ort-Apotheken und Versandhandel sollten klar voneinander abgegrenzt werden. Deshalb möchte die ABDA als zusätzliche Regelung auch klarstellen lassen, dass Kommissionsmodelle und andere Mischformen verboten werden. Im Versand bestellte Arzneimittel dürften nicht bei Vor-Ort-Apotheken abgeholt werden, damit die Patienten bewusst zwischen beiden Versorgungsformen entscheiden könnten und müssten.

Stellungnahme zum Apotheken-Stärkungsgesetz

KBV: Für Medikationsanalyse braucht man ärztliche Expertise

Modellvorhaben müssen allen Apotheken einer Region zugänglich sein

Außerdem setzt sich die ABDA für noch schärfere Anforderungen an die Transportbedingungen beim Botendienst und Versand ein. Sie fordert zudem eine Liste von Arzneimittelgruppen festzulegen, die nicht versendet werden dürfen.

Zudem fordert die ABDA, dass Modellvorhaben nur gestattet werden, wenn sie von Landesapothekerverbänden abgeschlossen werden und damit allen Apotheken einer Region zugänglich sind. Neu ist die Anregung, einen arztinduzierten und abrechnungsfähigen Botendienst einzuführen. Weitere Positionen der ABDA zum Apotheken-Stärkungsgesetz waren bereits zuvor bekannt geworden. So begrüßt die ABDA Modellvorhaben für Grippeimpfungen. Außerdem soll das Zuweisungsverbot auch für Dritte gelten, die keine Apotheker, Ärzte oder Krankenkassen sind.



Dr. Thomas Müller-Bohn (tmb), Apotheker und Dipl.-Kaufmann
redaktion@daz.online


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Sozialrecht braucht Gleichpreisigkeit!

1 Kommentar

Gleichpreisigkeit

von Philipp Merz am 08.05.2019 um 14:18 Uhr

Ich kann es langsam nicht mehr hören : die Gleichpreisigkeit wird nicht kommen , nicht heute und nicht morgen .Wir warten seit 2,5 Jahren , hätte die Politik vorgehabt die Strukturen zu erhalten , dann müssten wir heute nicht diskutieren .
Ich habe es langsam satt , mich nach den Protagonisten in diesem Trauerspiel - welches ja bei weitem nicht nur unsere Branche betrifft - zu richten . Oder noch schlimmer : rumzubetteln . Ich schlage gleichlange Spieße vor : Komplette Liberalisierung , komplette Neuausrichtung gestzlicher Grundlagen , Entbindung von Allgemeinwohlpflichten , ökonomisierung der Sozialleistungen in einem europäisch wettbewerbsorientiertem Sinne ! Dann kann jeder für sich selbst entscheiden , wieviel was kostet . Und welche Qualität er möchte . Patienten zahlen privat , dann müssen wir uns nicht mehr mit Krankenkassen rumärgern und sind auch nicht mehr kontrahierungsgezwungen . Ach so : und ich muss nicht alle 9 Tage Notdienst schieben und mich von der Kammer ( an die ich dann auch nichts mehr zahle ( Umsatzbezogen,anyone ?)) schikanieren lassen .Und und und und und und ...Dann habe ich endlich wieder Zeit an Spargelfahrten teilzunehmen und mich über mein geiles neues digitales Leben zu freuen ! Abi habe ich zum Glück damals geschafft ... sogar in Mathe . Und liebe Politiker : -Trommelwirbel- sogar ein echtes Hochschulstudium ! Yeah !

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