IQWiG bittet um Stellungnahmen

Nationales Gesundheitsportal soll unabhängige Infos bündeln

Berlin - 14.02.2018, 12:15 Uhr

                            
                                    


                                    Die Suche nach gesicherten Gesundheitsinformationen im Internet soll künftig leichter sein. (Foto: goodluz/ stock.adobe.com)

Die Suche nach gesicherten Gesundheitsinformationen im Internet soll künftig leichter sein. (Foto: goodluz/ stock.adobe.com)


Welche Inhalte das Portal bieten soll

Das Portal sieht nach dem bisherigen Konzept sieben Module vor. Diese sind nach Einschätzung des IQWiG gut umsetzbar, da hier bereits Kerninhalte und potenzielle Kooperationspartner vorhanden sind. Dabei handelt es sich um die Themengebiete:

  • evidenzbasierte Gesundheitsinformationen
  • evidenzbasierte Präventionsangebote
  • Navigator zu persönlichen / telefonischen Beratungsangeboten
  • Navigator zu Kliniken, Ärzten, Pflegeeinrichtungen und anderen Angeboten der Gesundheitsversorgung
  • Erläuterungen der Strukturen des deutschen Gesundheitswesens
  • Navigator zu laufenden klinischen Studien
  • eventuell Bewertung aktueller Medienberichte

Stufenweiser Auf- und Ausbau

Zu bestimmen ist noch, wer die Trägerschaft für das Portal zu übernimmt. In Betracht kommt die Anbindung an eine bestehende Organisation oder eine Neugründung. Dabei hält das IQWiG erstere Variante für nicht weniger aufwendig als die zweite. Sichergestellt werden muss aber auf jeden Fall, dass der Träger keine kommerziellen Interessen hat und er gemeinnützig und wissenschaftlichen Grundsätzen verpflichtet ist. Die künftigen Content-Partner müssen Anforderungen an Transparenz und – modulspezifisch – an Qualitätssicherung erfüllen und ein Akkreditierungsverfahren durchlaufen.

Laut Konzept soll das Portal stufenweise auf- und ausgebaut werden. Als erste Stufe bietet sich aus IQWiG-Sicht eine Suchmaschine an, die ausschließlich die Inhalte akkreditierter Content-Partner erfasst und dem Stand der Technik entsprechende Trefferlisten liefert. Die Treffer würden anfangs auf die externen Angebote der Partner verweisen. Die Suchmaschine soll danach schrittweise durch inhaltliche Module ergänzt werden.

Ausschlaggebend für den Erfolg des Portals wird am Ende sein, ob es gelingt, die Bedürfnisse der Nutzer anzusprechen. Verbraucher und Patienten sollen deshalb ebenfalls von Anfang an in die Entwicklung einbezogen werden.

Bis zum 13. März 2018 können nun interessierte Personen und Institutionen zu diesem Konzeptentwurf schriftlich Stellung nehmen. Nach Ablauf der Frist werden sie gesichtet und fließen in die Fertigstellung des Konzepts ein. Das Feinkonzept zu erstellen, wird dann Aufgabe des Trägers sein.

Einzelheiten zu den Anforderungen an eine Stellungnahme finden Sie auf der IQWiG-Webseite.



Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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