Omnicare-Kooperation „Partner +“

Zyto-Versorgung ohne Neuinvestitionen

Berlin - 07.01.2013, 10:05 Uhr


Einige Zytostatika herstellende Apotheken scheuen die durch die neue Apothekenbetriebsordnung erforderlich gewordenen hohen Neuinvestitionen. Diesen Apotheken macht das Apotheken-Kooperationsunternehmen Omnicare nun ein Angebot, um im Geschäft bleiben zu können.

Manche Vor-Ort-Apotheken seien seit Jahren oder Jahrzehnten in der Zytostatika-Herstellung tätig, aber fürchteten nun die erforderlichen Investitionen in neue Herstellungsräume, heißt es in einer Presseinformation von Omnicare. Konkret könnten dabei dem Unternehmen zufolge sechsstellige Beträge anfallen. Das neue Partnerschaftsmodell „Partner +“ ermögliche es Apotheken, die sich gegen eine solche Investition entscheiden, anwendungsfertige Parenteralia von Omnicare-Kollegen zu beziehen. „In vollem Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen und der seit dem 12. Juni 2012 in Kraft getretenen Neufassung der Apothekenbetriebsordnung“, betont Omnicare.

„Omnicare erweitert damit sein kollegiales Kooperationsmodell selbstständiger Apotheken und bietet der onkologischen Vorortversorgung eine weitere Zukunftschance, anstatt Apotheken der Abhängigkeit anonymer Kapitalinteressen zu überlassen“, so der Omnicare-Geschäftsführer Apotheker Oliver Tamimi.

Das Kooperationsunternehmen trifft derzeit die organisatorischen Voraussetzungen, um kooperationsinteressierte „Partner + Apotheken“ mit Omnicare Apotheken zusammenzubringen. Entsprechende Vereinbarungen zwischen den Apotheken sind seit Anfang 2013 möglich. Darüber hinaus bietet Omnicare allen in der ambulanten Onkologie tätigen Zyto-Apotheken auch eine Wirtschaftlichkeitsanalyse und Beratung bei einem nach der neuen Apothekenbetriebsordnung fälligen Um- oder Neubau.

Omnicare ist ein Kooperationsunternehmen von derzeit 52 Zyto-Apothekern, die mit niedergelassenen onkologisch tätigen Ärzten zusammenarbeiten. Das Unternehmen setzt sich eigenen Angaben zufolge für den Erhalt und die Zukunftssicherung der freiberuflichen und selbstständigen Apotheken und Onkologen ein. Diese garantierten deutschlandweit eine dezentrale, wohnortnahe Versorgung der meist schwerstkranken Patienten sowie höchste Leistungsstandards.

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