Interaktionscheck

Apotheke bietet Schutz vor Wechselwirkungen

München - 16.01.2012, 14:39 Uhr


Jeder sechste Kunde einer bayerischen Apotheke ist von Medikamentenwechselwirkungen betroffen. Bei jedem 200. Kunden können sie schwerwiegend sein. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Bayerische Akademie für Klinische Pharmazie der Bayerischen Landesapothekerkammer heute auf einer Presseveranstaltung in München Medienvertretern der Fach- und Publikumspresse vorgestellt hat.

Im Rahmen der Studie dokumentierten knapp 100 bayerische Apotheken im Juli 2011 je 100 aufeinanderfolgende Kundenkontakte. Die beteiligten Apotheken und die Bayerische Akademie für Klinische Pharmazie sammelten und analysierten insgesamt rund 24.000 Daten von fast 21.000 Apothekenkunden. Das positive Ergebnis: 82% der Wechselwirkungen konnten allein durch ein persönliches Beratungsgespräch in der Apotheke gelöst werden. Fazit von Dr. Sonja Mayer, wissenschaftliche Leiterin der Untersuchung: „Die Apotheke ist die Sicherheitsbarriere im Hochrisikoprozess Arzneimitteltherapie“. In einer Aufklärungsaktion wollen nun die Apotheken in Bayern ihre Kunden auf die Interaktionsproblematik aufmerksam machen.


Dr. Beate Fessler