Prisma

Kein X für ein U vormachen

Wird ein gesprochenes Wort vom Zuhörer analysiert, wendet dieser unbewusst statistische Berechnungen an, mit welcher Wahrscheinlichkeit bestimmte Laute auf bestimmte Silben folgen. Dabei spielen vor allem die Mitlaute eine entscheidende Rolle, wie in der Fachzeitschrift "Psychological Science" zu lesen war.

Die Aufgabe der Konsonanten ist es demnach, einzelne Wörter im Sprachfluss zu identifizieren. Vokale übertragen dagegen grammatikalische Informationen und werden für die statistischen Abschätzungen nicht mit herangezogen. Diese Erkenntnisse ergaben sich aus einer Untersuchung italienischer Wissenschaftler. Dazu wurde französischsprachigen Probanden eine künstliche Sprache mit imaginären Worten vorgespielt und anschließend ihr Wortschatz in dieser Kunstsprache getestet.

Danach waren Konsonanten vorrangig für das Erkennen einzelner Wörter der imaginären Sprache verantwortlich. Bei Primaten, die sich nicht mittels Sprache verständigen, beobachteten die Forscher das umgekehrte Phänomen. Die Tiere nehmen Vokale offenbar als einfache Laute ohne grammatikalische Bedeutung wahr und können diese Selbstlaute statistisch bewerten. Konsonanten hingegen werden als Lärm registriert und außer Acht gelassen. war

Quelle: Psychological Science, 16, 451 (2005).

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