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Tag gegen den Schlaganfall: Schlaganfall = Notfall = 112

BERLIN (ks). Der "Tag gegen den Schlaganfall" fand am 10. Mai zum siebten Mal statt. In diesem Jahr stand er unter dem Motto: "Schlaganfall = Notfall = 112". In Berlin machten die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, das Pharmaunternehmen Sanofi-Synthelabo und die Arbeitsgemeinschaft Berliner Stroke Units in Kooperation mit der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft und dem Kompetenznetz Schlaganfall gegen den Notfall Schlaganfall mobil: Auf vielen großen Plätzen der Hauptstadt informierten die Initiatoren über die Symptome und richtiges Verhalten im Notfall.

In Deutschland erleiden rund 200 000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Zwar steigt das Schlaganfallrisiko mit höherem Alter, doch heute sind auch immer mehr junge Menschen betroffen. Bei einem Schlaganfall setzen "schlagartig" bestimmte Funktionen im Gehirn aus. Dafür gibt es verschiedene Ursachen: Am häufigsten ist eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn. Ein Drittel aller Schlaganfälle kündigt sich bereits zuvor mit Warnsymptomen an. Dazu zählen die plötzliche Lähmung auf einer Körperseite (Arm, Bein, Gesicht), plötzliche Sprach- oder Sprachverständnisstörungen, Sehstörungen auf einem oder beiden Augen (z. B. Doppelbilder) und Gefühlsstörungen auf einer Körperseite (z. B. Taubheitsgefühl, Kribbeln).

Ein Schlaganfall kann jeden treffen. Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko jedoch. Dabei gibt es nicht beeinflussbare Faktoren wie Alter oder Vererbung. Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Vorhofflimmern, Rauchen, Alkohol, Fehlernährung und Bewegungsmangel.

Die Deutsche Schlaganfallhilfe betont: Kommt es zum Notfall, zählt jede Minute. Deshalb ist es wichtig, bei Auftreten von Schlaganfall-Symptomen unter 112 den Rettungsdienst zu alarmieren und den Patienten sofort ins nächste geeignete Krankenhaus zu transportieren. Erfolgreiche Rehabilitation und verbesserte Heilungschancen hängen entscheidend von der rechtzeitigen Versorgung ab. Um für ein schnelles Handeln im Notfall zu sensibilisieren fand am 10. Mai auf dem Berliner Marlene-Dietrich-Platz eine öffentlichen Podiumsdiskussion mit Experten und Betroffenen statt.

Zudem informierten Ärzte von spezialisierten Schlaganfall-Stationen (Stroke Units) über Symptome und Risikofaktoren. Ziel der Initiatoren ist es, mit der Aufklärungskampagne das Bewusstsein der Bevölkerung für den Notfall Schlaganfall wachzurütteln.

Weitere Informationen rund um den Schlaganfall finden Sie im Internet unter: www.schlaganfall-hilfe.de und www.arterie.com

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