DAZ-Umfrage

Cannabis zu Genusszwecken aus der Apotheke – was halten Sie davon?

Berlin - 02.11.2021, 07:00 Uhr

Sollten Apotheken Cannabis zu Genusszwecken abgeben dürfen? (s / Foto: IMAGO / agefotostock) 

Sollten Apotheken Cannabis zu Genusszwecken abgeben dürfen? (s / Foto: IMAGO / agefotostock) 


Kommt mit der Ampel die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken? Sollten sich SPD, FDP und Grüne darauf verständigen, bleibt unter anderem zu klären, wo es verkauft werden soll. Auch die Apotheken werden in diesem Zusammenhang immer wieder genannt. Doch was sagen die Apothekenmitarbeitenden dazu? Wären sie bereit, diese Aufgabe zu übernehmen? Das will die Redaktion in der aktuellen DAZ-Umfrage von Ihnen wissen. Machen Sie mit!

Derzeit verhandeln SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen die Eckpfeiler für eine mögliche Ampel-Koalition. Das dürfte kein Selbstläufer werden, denn allzu viele Schnittmengen zwischen den Positionen der drei Parteien gibt es aktuell nicht. Doch in einem Punkt sind sich Sozialdemokraten, Liberale und Grüne weitgehend einig: Der Genuss von Cannabis sollte erlaubt werden. Auch wenn die SPD zunächst von Modellvorhaben spricht, herrscht Konsens darüber, dass das bisher geltende Verbot nicht zielführend war.

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Zu klären bleibt allerdings die Frage, wo genau Cannabis verkauft werden soll. Die Rede ist meist von lizensierten Fachgeschäften, zu denen aus Sicht einiger Politiker:innen auch Apotheken zählen könnten. Die ABDA ist von der Idee nicht begeistert, zeigt sich aber gesprächsbereit.

Doch was sagen die Apothekenmitarbeitenden dazu? Wären sie bereit, Cannabis zu verkaufen, oder beißt sich das mit ihrem heilberuflichen Selbstverständnis? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil!


Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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37 Kommentare

Konsumentenschutz

von Kriegbaum G am 05.11.2021 um 19:53 Uhr

Wichtiger Aspekt wäre, dass die 5% Konsumenten einen legalen und kontrollierten Zugang zu sauberem Cannabis hätten. Mit Ware vom Schwarzmarkt iist niemanden gedien, außer der organisierten Kriminalität und den Jugendlichen..

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Zielgruppe der Umfrage

von Irgendwer am 04.11.2021 um 15:55 Uhr

@Daniela Joachim
Die Fragestellung ist hier etwas anders.
Und vermutlich ist einem großen Teil der 77% nicht bewußt welchen Umfang das Thema hat. Die Vielfalt der Sorten und subtil unterschiedlichen Wirkungen läßt sich z.B. bei leafly (dot) com erkennen

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Zielgruppe der Umfrage?

von Daniela Joachim am 04.11.2021 um 11:38 Uhr

Wenn die DAZ abbilden möchte, wie Apothekenmitarbeitende über die eventuelle Abgabe von Cannabis als Rauschmittel denken, dann sollte sie auch sicherstellen, dass nur Beschäftigte aus Apotheken an der Umfrage teilnehmen dürfen und keine legalisierungsbefürwortenden Konsumenten.

Die Ergebnisse sind meines Erachtens alles andere als repräsentativ und zeigen ein völlig anderes Bild als die vom Verband der Cannabis versorgenden Apotheken e.V. (VCA) gestartete Umfrage, wo nach aktuellem Stand
- 77 % der Befragten FÜR eine Abgabe in der Apotheke sind
- 11 % noch unentschlossen und lediglich
- 12 % sich gegen den Verkauf von Cannabis zum Freizeitkonsum entscheiden würden.

Viele Grüße
Daniela Joachim
VCA e.V.

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AW: Zielgruppe der Umfrage

von Lina am 07.11.2021 um 16:45 Uhr

Nein warum sollten nur Apotheker bei einer solchen Umfrage teilnehmen? Es geht um Konsumenteninteresse und nicht um potenzielle Mehreinnahmen durch Apotheken (was der Hauptgrund ist, dass die meisten Apotheker FÜR die Abgabe in Apotheken sind).

Das ist eine gesellschaftliche Frage - möchte ich Freizeitkonsumdrogen in Apotheken oder speziellen Fachgeschäften verkaufen. Meine Meinung als Konsument ganz klar nicht in Apotheken, ich muss mir nicht mein Feierabendgras neben nem Kind mit Mutter die Hustenbonbons kaufen erwerben.

Medizinisches verschriebenes Cannabis sollte in Apotheken ausgegeben werden. Apotheken sollten nicht zu einem Späti werden für bessere Umsätze.

AW: Zielgruppe der Umfrage

von Ben Dover am 08.11.2021 um 13:21 Uhr

Für mich sieht das hier Grade so aus als hätten die Leute in ihrer Umfrage auch nicht die Möglichkeit gehabt sich für einen legalen Verkauf außerhalb von Apotheken auszusprechen. Gab ja nur "ja in Apotheken" "unentschlossen" und "ne" wobei das "ne" ein "ich bin insgesamt gegen eine Abgabe" aber auch "ich bin für eine Abgabe außerhalb von Apotheken" sein kann. Oder interpretiere ich das Grad falsch?

Cannabis Verkauf über Apotheken

von Allen Toy am 03.11.2021 um 16:57 Uhr

Überhaupt nichts halte ich von der Abgabe über Apotheken!
Da die Apotheken die Patienten, die selbst zahlen, müssen schon mehr als kräftig abzocken! Bsp Dronabinol: Kaufpreis für die Apotheke ca 90€ +- Verkaufspreis 230€ - 250€ incl. 3 Euro BTM Gebühr. Also Also ca 150 € für 10 min zusammenrühren und abfüllen! Bei den Blüten dasselbe Spiel fürs „Zerkleinern“ das jeder Depp im Grinder kann mindestens 50% Aufschlag und wenn der Arzt nicht explizit unzerkleinert drauf schreibt müssen wir Patienten die Abzocke bezahlen! Nur die Patienten wo die KK bezahlt gibts faire Preise dann für die KK. Wir wollen doch den Schwarzmarkt still legen für besseren Jugendschutz? Das funktioniert nur, wenn die legalen Verkaufspreise unter Schwarzmarktpreisen liegen! Sonst kaufen alle weiter beim Dealer des Vertrauens! Wenn ich in der Apotheke 25€ + Bezahlen muss für 1 Gramm (Herstellungskosten ca. 1,30€ bei aktuellen Strompreisen) Und der Dealer ums Eck nur 8 - 10€ will, Wo werden die Leute dann Einkaufen? Richtig beim Dealer der nicht nach dem Ausweis fragt und wo möglich noch gestreckte Scheiße verkauft! Wir brauchen Fachgeschäfte mit fairen Preisen. Alles andere löst das Problem sicher nicht! Abgabe über Apotheken für Konsumenten ABSOLUTES NOGO! Mit freundlichen grüßen an den Kapitalistenarsch Linder (FDP), von dem diese hirnrissige Idee kommt!

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AW: Cannabis Verkauf über Apotheken

von Nogolica am 03.11.2021 um 19:40 Uhr

Genau so sehe ich das auch.
Keine Abzocke in der Apotheke. Vorschlag von Lindner absolut ablehnen!

AW: Cannabis Verkauf über Apotheken

von STEIDLE am 04.11.2021 um 9:12 Uhr

Bitte, bitte etwas mehr Zurückhaltung.
Was ist den an "Kapitalisten..." So negativ?
Ist diese Beleidigung nicht ein Ausdruck von Neid?
Der Preis ist natürlich realistisch fest zu legen.
Sicherlich, einige werden, wie bei Zigaretten & co auch , bei kriminellen kaufen .
Kriminelle?
Wieso?
Die zahlen sicherlich keine Steuern und andere Abgaben .

Cannabis verkauf

von STEIDLE am 03.11.2021 um 16:50 Uhr

Es ist eine riesen Chance für den Staat für etwas völlig sinnloses Steuern im Milliarden Bereich zu generieren.
Ist doch super.
Auch vergeht hierdurch ein Teil der magreb klein Kriminalität.

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AW: Cannabis verkauf

von Richter am 03.11.2021 um 19:27 Uhr

Das ist sehr sinnvoll,habe knochenprobleme seid 4 jahren auch schon künstlische Ersatzteile in meinen Körper .Wenn ich rauche habe ich null schmerzen und kann sogar wieder arbeiten seid 1 Jahr. Ich würde dafür den Hochprozentigen Alkohol aus dem Land schaffen der jährlich viele tote herbei bringt und hammer gefährlich ist.
Bin seid 30 Jahren in der Gastronomie tätig und sehe sehr viele menschen und deren körperlichen Veränderungen und abstütze .Ich würde es begrüßen die Legalisierung .

Schon längst Überfällig

von Michael Schuster am 03.11.2021 um 15:42 Uhr

Habe das viele Jahre genommen, das ist ja mal echt nicht schlimm. Da sind noch ganz andere Sachen legal.

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cannabis abgabe durch apothekr

von clemens bergmann am 03.11.2021 um 14:56 Uhr

ich leide seit 55 jahren an sehr starker migräne mit häufigem erbrechen. kein mittel half. eine kurze zeit besorgte mir ein azubi einer apotheke sauberste cannabisblüten. in dieser zeit empfand ich die schmerzen quasi wie in einem nebenzimmer abseits von mir. leider konnte ich nicht vernünftig masshalten mit der zeit und liess es zu gunsten von alkohol den ich auch bald stehen liess sein. gegen eine begrenzte abgabe auf ausweis wäre ich wirklich dankbar, da muskelrelaktiantien wie katadolon vom markt genommen wurden und kein arzt opiate gegen migräne verordnet...

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Cannabis zu Gensszwecken

von Biggi am 03.11.2021 um 14:55 Uhr

Da anscheinend der Großteil der Bevölkerung und lt. obiger Umfrage sogar der Apotheker ( ich bin wirlklich schockiert) für die Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken eintritt, sollte logischerweise dieses " harmlose" Kraut im Supermarkt neben den Zigaretten erhältlich sein. z.B. 10 Joints in einer Packung, der Preis wäre noch zu ermitteln. Die passende Verpackung mit Warnhinweisen und Schockbildern analog zu den Zigaretten könnte die Zigarettenindustrie anbieten. Wäre das nicht logisch und konsequent?

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AW: Cannabis zu Gensszwecken

von Ratzekarl am 03.11.2021 um 16:24 Uhr

Weder logisch, noch konsequent. Es sollte nicht beworben werden, noch neben dem Müsli im Regal stehen. Es geht nicht um eine Kommerzialisierung. Auch Nebenprodukte, wie z.B. Gummibärchen mit THC müssen nicht sein. Es geht um Jugend- und Verbraucherschutz, Entkriminalisierung der Konsumenten und um Zerschlagung organisierter Kriminalität und darum, dass ein Verbot begründet und vergleichbar sein muss. Diese Gründe sind aber allesamt verstaubte Relikte aus Opas Schublade. Verkauf über lizensierte Fachgeschäfte, Socialclubs und Apotheken für medizinisches Cannabis. Gerne kann man dieses System auch auf Alkohol übertragen.

AW: Cannabis zu Gensszwecken

von Sandra Förster am 03.11.2021 um 16:29 Uhr

Cannabis ist eine mächtige Heilpflanze, die kontrolliert abgegeben werden sollte, da es eben nicht harmlos ist für Jugendliche. Erwachsene sollten aber endlich das Recht bekommen es legal zu konsumieren um sich gesund zu erhalten und um nicht in eine illegale Ecke gedrängt zu werden weil die Ärzte sich ja ja vehement weigern es auf Privatrezept zu verordnen. Apotheker dürften sich doch auch über das Zusatzgeschäft freuen, oder geht es uns so prickelnd?

Mal Überlegen?!?

von AiGiL am 03.11.2021 um 13:02 Uhr

Immer wieder liest man dass Cannabis Psychosen und Paranoia verursacht. Hat eigentlich Mal jemand darüber nachgedacht dass nicht das Cannabis diese Sachen verursacht, sondern die Strafverfolgung? Wovor hat man denn Paranoia wenn man kifft? Natürlich davor erwischt zu werden, seinen Führerschein zu verlieren oder ähnlichem. Fällt die Strafverfolgung weg, verringert sich automatisch auch die "durch Cannabis verursachte Paranoia".
Hat eigentlich schonmal jemand darüber nachgedacht warum Cannabis Gesundheitsschäden verursachen kann? Hier die Antwort: Der Schwarzmarkt ist auf maximalen Profit aus und schert sich einen Dreck um die Gesundheit der Konsumenten, weshalb ekelhafte Streckmittel hinzugefügt werden ( Plastik, Zuckerwasser, Blei, Haarspray und synthetische Cannabinoide) Durch eine regulierte Abgabe von "sauberem" Cannabis könnte man die Gesundheitsschäden auf ein Minimum Reduzieren. Weil gekifft wird so oder so.

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AW: Mal Überlegen

von PZ am 03.11.2021 um 14:32 Uhr

Endlich mal ein Kommentar zu diesem Thema von einer Person, die weiß ,wovon sie spricht..

Cannabis im Notdienst

von Axel am 03.11.2021 um 11:28 Uhr

kommen dann im Notdienst Cannabiskunden z.B. in den Nacht zur Apotheke. Gehört dann Cannabis zur Notfallversorgung?

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Abgabe von Cannabis zu GENUSSZWECKEN in Apotheken

von Dieter Kaiser am 03.11.2021 um 8:57 Uhr

Wer Cannabis zu Genusszwecken abgibt macht sich mitverantwortlich, wenn durch diesen "Genuss" Unfälle oder Straftaten erfolgen, wie bereits in Vergangenheit berichtet worden war. Eine ärztliche Verschreibung von Cannabis zur Therapie chronischer Schmerzen z. B. sichert den Abgebenden im HV der Apotheke ab.

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AW: Abgabe von Cannabis zu GENUSSZWECKEN in

von Ernst Dirnberger am 03.11.2021 um 16:33 Uhr

Und wer übernimmt die Verantwortung für jährlich ca.74ooo Alkohiltote - Verkehrsunfälle nicht mitgezählt. Es gibt keine Cannabistoten - weltweit. Wo ist da die Plausibilität?

Nur mit Ausweis

von Franz am 02.11.2021 um 21:53 Uhr

Die Abgabe zu ,,Genusszwecken” sollte weder in der Apotheke erfolgen noch sollte man einen Bekannten in die Abgabestelle schicken können dies bedeutet im Klartext: Klare Regelungen für die Abgabe an Erwachsene bei Verstoß droht dem Täter die Strafe und ein MUSS wäre die Abgabe nur Mittels ,,Ausweis” oder ,,Pass” in den Abgabestellen sowie mit Quittung wo Datum, Uhrzeit, Laden KLAR ZU ERKENNEN IST aus einem einfachen Grund = somit kann bei Regelverstößen klar differenziert werden wer was wo und wann eingekauft hat. Das würde DENNOCH unsere Justiz ENTLASTEN und somit wäre ,,vorprogrammierter Ärger” den viele Bürger fürchten VERMEIDBAR. #Deutschlandundintelligenz #Vernüftiglegalisieren

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AW: Nur mit Ausweis

von Dennis am 02.11.2021 um 23:29 Uhr

Genau! In Nevada hatte ich mir das angeschaut. Dort läuft es so ab: was du kaufst wird digital abgelegt und ans Amt übermittelt. So kann man auch schnell Problemkonsumenten finden und ggf. Dealer (die beispielsweise an Minderjährigen weiterverkaufen) aufdecken. Du bekommst außerdem ein Zettel wo genau draufsteht was du gekauft hast mit deinem Namen. Wenn ein Polizist dich erwischt brauchst du dann diesen Zettel für alles was du bei dir hast. Alles was nicht belegbar ist, bleibt illegal und ist entweder eine Ordnungswidrigkeit (unter 30g Blüten) oder eine Straftat (Mengen darüberhinaus). Man kann und sollte legalisieren aber dann bitte richtig!

Von wegen Jugendschutz

von Marco am 02.11.2021 um 19:12 Uhr

Für Minderjährige währ's so noch um einiges leichter an Cannabis zu kommen,es wird genau so laufen wie mit Alkohol und Zigaretten, man schickt dann einfach nen älteren Bekannten rein der einem das Zeug aus der Apotheke holt !!!

Und zum Thema den Schwarzmarkt aushebeln, grade in Deutschland wird das niemals funktionieren, da wahrscheinlich horrende Preise verlangt werden,die jeder Dealer mit Leichtigkeit unterbieten kann:-(

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AW: Von wegen Jugendschutz

von NEW Pathfinder am 02.11.2021 um 22:22 Uhr

Zumindest ist die Substanz dann klar und kein Teufelszeug mehr, wo man nie weiß, was man da angeboten bekommt und in Apotheken oder Fachgeschäften wird wohl niemand mit anderen Drogen in Versuchung geführt werden.
Schon möglich das durch Besteuerung der Preis nach oben geht, aber die meisten werden wohl viel mehr in Fachgeschäfte gehen als zum Dealer, wo man nicht weiß was man bekommt und wozu die Gelder verwendet werden. Somit ist es auf jedenfall mehr Jugendschutz als wir mit einem Verbot jemals hinbekommen werden. Denn welcher Jugentliche es auch probieren möchte, er wird es so oder so tun. Die Frage ist doch viel mehr welches Risiko muss er dafür eingehen. Fragt er einen Volljährigen oder geht er zu so einem Zwielichtigen Individuum der ihm anfangs Cannabis gibt und ihm dann die nächsten härteren Drogen gibt um ihn auszunehmen und sein Leben zu versauen. Noch dazu entstehen bei einer Legalisierung doch auch enorme Steuereinnahmen mit denen sowohl Prävention, als auch eine Therapie oder was auch immer auf Grund von falschem Konsum benötigt wird, finanziert werden kann. Außerdem gehe ich als Vater davon aus, dass im Falle einer Entkiminalisierung der Umgang mit den eigenen Kindern deutlich einfacher wird, weil sie "bloß" gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen und darum offener mit ihren Erfahrungen umgehen können und sich leichter ihrer Bezugspersonen öffnen können. Sofern diese dann noch vernünftig genug ist nicht gleich ein ganz so großes Fass aufzumachen, kann so ein Dialog stattfinden der Meilen weit weg ist, von dem was in Deutschland bislang scheinbar die Regel ist. Wo z.B. Vater und Sohn ein so offenes Gespräch führen können, dass der Vater von seinen jugentlichen Trinkgelagen oder anderen Eskapaden berichtet und der Sohn vielleicht von seinen Rauscherfahrungen berichtet evtl. entsteht so wieder das Band das Familienleben Lebenswert macht, anstatt das jeder seine Geheimnisse für sich behält, weil es ja (noch) verboten ist, und sich alle durch Notlügen entfremden.

AW: Von wegen Jugendschutz

von Iche am 03.11.2021 um 12:48 Uhr

Dann Fang mal an nachzudenken: heute kommt jeder 14 jährige in der schule an cannabis und dann schreibst du so nen müll?!vertraust du den Apotheken weniger als dem skrupellosen Dealer der dein Kind vor der schule versorgt und ihm gestreckten mist vekauft?clever!

AW: Von wegen Jugendschutz

von PZ am 03.11.2021 um 14:41 Uhr

Und so wie es zur Zeit läuft schickt der Minderjährige nicht den Bekannten in die Apo, er geht selbst zum Dealer auf dem Schwarzmarkt...auf jeden Fall viel sicherer für den jungen Menschen...immer schön bei Themen mitreden von denen man nicht die geringste Ahnung hat...

Cannabis Freigabe

von Franz Sedlmayr am 02.11.2021 um 18:59 Uhr

Mir fallen auf Anhieb zwei Fragen ein;
1.) Ab welchem Alter soll der Konsum legal sein. Mein Kenntnisstand ist, dass das sich entwickelnde Gehirn (d.h. bis zum ca. 25. LJ) durch Cannabiskonsum geschädigt wird.
2.) Um den illegalen Handel mit Cannabis ( hier: Einstiegsdroge mit Beimischungen) durch den legalen Verkauf zurückzudrängen, darf kein großer Preisunterschied bestehen. Dies zeigen Berichte aus Nordamerika. Dies wird mit Dokupflichten und Mehrwertsteuer nicht leicht.

P.S. Falls der Verkauf zu Genusszwecken auch über die Apotheke erfolgen soll, möchte ich auch Vinum verschiedener Provinienzen verkaufen dürfen. Darüber weiß ich etwas mehr. Bei Cannabis verzichte ich auf die persönliche Erfahrung. Diese ist aber für die kompetente Beratung zu einem Genussmittel sehr empfehlenswert.

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AW: Cannabis Freigabe

von Dieter Kaiser am 04.11.2021 um 10:15 Uhr

Sollen Pharmazeuten zur umfassenden Beratung auf Nachfrage etwa zum Cannabis- Rausch verleitet werden? Gibt es den Cannabis Joint etwa schon mit Filter und ist das Krebsrisiko höher als bei der Zigarette ?- siehe drug.com : " Erhöht das Kiffen das Lungenkrebsrisiko ?"
Gibt es Ankündigungen von Rache seitens 'Bündnis 90 Die Grünen' , wenn sie mit ihrer Forderung nach Legalisierung von Cannabis erwartungsgemäß scheitern werden ?

Cannabis legalisieren!

von Dave am 02.11.2021 um 18:11 Uhr

Cannabis ist eine Heilpflanze. Aus der Apotheke stimmt die Qualität. Aber Coffeshops sollte es auch geben dürfen. Cannabis hilft. Ich bin Cannabispatient. Ich weiß wovon ich rede.

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Cannabis

von Detlef Schmidt am 02.11.2021 um 18:07 Uhr

Warum soll ich etwas zu Genußzwecken in der Apotheke kaufen?
Mein Bier kauf ich ja auch nicht dort.

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Einer nationalen Legalisierung von

von Irgendwer am 02.11.2021 um 16:10 Uhr

Das Abkommen ist doch quasi unter Ausschluß der Öffentlichkeit zustande gekommen. Es ist eine faule Ausrede, um eine moderne Hexenjagd, also Diskriminierung weiter laufen zu lassen

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Einer nationalen Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum stehen internationale Abkommen wie die International Drug Control Convention (UNO) von 1961 entgegen.

von Max am 02.11.2021 um 15:41 Uhr

Einer nationalen Legalisierung von Cannabis für Genusszwecke stehen internationale Abkommen wie die International Drug Control Convention (UNO) von 1961 entgegen.
Die letztens erfolgte Heruasstreichung von Cannabis aus der Kategorie IV erleichert lediglich die weitere legale Anerkennung von !medizinischen! Cannabisprodukten.
Meiner Meinung nach kam dieser Impuls vor allem aus der im Moment rasant wachsenden CBD-Industrie, die ihre Produkte bisher als Kosmetika etc. deklarieren mussten.

Für die Legalisierung von Cannabis für den Genusskonsum wären weitere internationale Schritte nötig, um den Mitgliedern auf staatlicher Ebene (USA bisher nur bundesstaatlich!) dies zu ermöglichen. Die jetzige Diskussion missachtet meiner Kenntnis nach selbst auf politischer Ebene diesen möglichen Vertragsbruch. Andere Länder wählten genau aus diesem Grund den Weg der Entkriminilasierung, wie z.B. POR, NE, CZ usw...jedoch sind in diesen Ländern die Substanzen nicht legal!

Die 2 Beispiele Kanada und Urugay begehen exakt diesen Vertragsbruch und werden hierfür auch gerügt, bishin zu möglichen Sanktionen, da, auch wenn es nur um "Gras" geht, die selektive Ignorierung von internationalen Abkommen einzelner Länder, zurecht eine Gefährdung der globalen Ordnung darstellen. JEDES Abkommen sollte respektiert werden und wenn man mehrheitlich dagegen ist, sollte man abstimmen und diese ändern. Ein Alleingang gegen eine die Staatengemeinschaft liegt hier nicht in minem Wählerinteresse.

Eine Alternative wäre die Formsache von einer Legalisierung abzusehen und sich einer Entkriminilasierung zuzuwenden.
Jedoch wäre es doch wohl am Besten, selbst auf UNO Ebene den Staaten die komplette Freiheit geben zu können, inwieweit Cannabis für den Genusskonsum geregelt werden soll. Danach kann eine tatsächliche Diskussion mit Aussichten geführt werden.

Ich persönliche würde mich über eine Legalisierung freuen, jedoch sehe ich in der aktuellen Diskussion eine Verzerrung der Realität, da ich nicht erwarte, dass Deutschland zu diesen Vertragsverletzungen bereit ist. Entweder sind sich die Politiker dieses Problems nicht bewusst, die Ausmaße der Änderungen werden von Politik oder Medien falsch kommuniziert (nur medizinisch/ cbd-produkte gemeint?) oder man kann dies als Trockenübung und nationales Stimmungsbarometer ansehen, ob internationale Abkommensänderungen verfolgt werden sollen oder nicht.

Das dabei um Wählerstimmen, mit meiner Meinung nach schleierhaft falschen Versprechungen, geworben wird, ist wohl ein schöner politischer Nebeneffekt oder sogar Handwerk.
Und falls doch die Absichten einer Legalisierung von Cannabis für Cannabis für Genusszwecke bestehen, sollte der Wähler unbedingt über diesen internationalen Vertragsbruch informiert werden!

https://undocs.org/ST/CND/1/Add.2/Rev.6
https://www.emcdda.europa.eu/publications/topic-overviews/classification-of-controlled-drugs/html_en
https://news.un.org/en/story/2020/12/1079132
https://www.unodc.org/unodc/en/commissions/CND/Mandate_Functions/current-scheduling-recommendations.html

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AW: Einer nationalen Legalisierung von

von Antonio Di Nauta am 02.11.2021 um 16:31 Uhr

@Max
jeder Vertragspartei steht es zu das Abkommen zu kündigen. Ich finde den Weg den Bolivien gemacht hat richtig. Die haben das Abkommen komplett gekündigt und sind ausgetreten und sind wieder eingetreten mit dem Vorbehalt das Abkommen nicht auf die Koka Pflanze anzuwenden.
"Am 29. Juni 2011 kündigte Bolivien das Einheitsabkommen mit Wirksamkeit ab dem 1. Januar 2012.[4] Es trat dem Einheitsabkommen am 10. Januar 2012 unter dem Vorbehalt zu Artikel 50 bei, dass es Anbau, Handel und Konsum von Koka-Blättern in seinem Land gestatten darf. 15 Vertragsparteien erhoben innerhalb eines Jahres Einspruch, womit das für eine Ablehnung verlangte Quorum von einem Drittel aller Staaten klar verfehlt wurde.[5] Somit konnte Bolivien am 11. Januar 2013 wieder als Vertragspartei aufgenommen werden."
https://de.wikipedia.org/wiki/Einheitsabkommen_%C3%BCber_die_Bet%C3%A4ubungsmittel#Ausnahmeregelungen

Das kann jedes Land auch mit Cannabis machen, wobei man bisher gesehen hat, dass eine legalisierung folgenlos geblieben ist ( z.b. in Uruguay oder Kanada).
Insofern ist der Verweis auf das Abkommen nur ein Versuch eine wie auch immer geartete Regulierung zu unterbinden!


Cannabis

von Thomas am 02.11.2021 um 15:36 Uhr

Warum sollte es ausschließlich in Apotheken vertrieben werden.
Lizenzierte Händler die sich mit der Materie beschäftigen und über die Wirkstoffe und deren Wirksamkeit Kenntnisse besitzen, die dem Anwender zu gute kommen.

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Warum Apotheke

von Daniel am 02.11.2021 um 13:46 Uhr

Ich geh doch auch nicht in die Apotheke um mir Bier oder Wein zu kaufen. Cannabis ist ein Genussmittel wie Alkohol und muß in lizenzierten Fachgeschäften verkauft werden.

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Verkauf nicht in Apotheken

von Max Mustermann am 02.11.2021 um 13:02 Uhr

Grundsätzlich ist die Cannabislegalisierung längst überfällig.

Jedoch ist der Vorschlag der FDP, Cannabis in Apotheken zu verkaufen meiner Meinung nach ziemlich unsinnig.

Natürlich werden dort die Kunden bestmöglichst aufgeklärt, dazu gehört aber dann eben auch das Informieren der Apotheker über jede einzelne Sorte etc....... Dafür sind Cannabisläden besser geeignet, da sich die Betreiber eben nur damit auseinandersetzen müssen.

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Wie macht es Uruguay?

von Wolfgang Ewert am 02.11.2021 um 10:44 Uhr

Uruguay bietet drei Möglichkeiten des Erhalts von Cannabisblüten an:
* über Cannabis Social Clubs - nichtkommerziell
* im Selbstanbau - Eigeninitiative
und in
* Apotheken nach Registrierung , kommerziell, aber eingeschränkt.
d.h. Letzteres nur für die, denen die ersten beiden Möglichkeiten nicht zusagen.

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