E-Commerce im 3. Quartal 2020

312 Millionen Euro für Arzneimittel aus dem Web

Berlin - 05.10.2020, 07:00 Uhr

Der elektronische Handel verzeichnet weiter steigende Umsätze, auch bei Arzneimitteln. (Foto: Jo Panuwat D / Stock.adobe.com)

Der elektronische Handel verzeichnet weiter steigende Umsätze, auch bei Arzneimitteln. (Foto: Jo Panuwat D / Stock.adobe.com)


Im dritten Quartal 2020 sind die Umsätze des Online-Handels erneut gestiegen. Nach aktuellen Zahlen des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland kauften die Verbraucher in Deutschland Waren im Wert von 19,3 Milliarden Euro online ein – das sind 13,3 Prozent mehr als noch im Vorjahresquartal. Im Bereich der Arzneimittel lag das Plus bei rund 42 Prozent. Im zweiten Quartal war hier noch ein Anstieg von 90 Prozent zu verzeichnen. 

„Obwohl seit Juli alle Läden wieder geöffnet haben, verlassen sich viele Verbraucher weiter auf die belastbaren Lieferstrukturen des Online- und Versandhandels“, freut sich Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh).

Nach am gestrigen Sonntag veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal 2020 kauften die deutschen Verbraucher im gesamten „interaktiven Handel“ (Online- und klassischer Versandhandel) Waren für 19,6 Milliarden Euro (alle Angaben inklusive Umsatzsteuer). Im dritten Quartal 2019 hatten die Umsätze bei 17,5 Milliarden Euro gelegen. Dabei hat der Onlinehandel inzwischen einen Anteil von 98,4 Prozent am Gesamtumsatz des interaktiven Handels.

Geringerer Online-Arzneimittelumsatz als noch im zweiten Quartal 2020

Um 34 Prozent ist das Onlinevolumen von Waren des täglichen Bedarfs gestiegen – sie kommen auf einen Gesamtumsatz von 1,7 Milliarden Euro (3. Q. 2019: 
1,3 Milliarden). Das Warensegment Lebensmittel erreichte mit 633 Millionen Euro im dritten Quartal 2020 ein Plus um mehr als die Hälfte im Vorjahresvergleich 
(+52,9 Prozent). Überdurchschnittlich oft bestellten die Deutschen auch ihre Medikamente online. Diese Warengruppe wuchs laut bevh von 220 Millionen Euro im dritten Quartal 2019 auf 312 Millionen Euro im dritten Quartal dieses Jahres. Im zweiten Quartal 2020 hatten die Bürger allerdings noch mehr für online bestellte Arzneimittel ausgegeben, nämlich 335 Millionen Euro. Auch lag das Plus im dritten Quartal mit rund 42 Prozent deutlich unter den Zuwächsen von 90 Prozent beziehungsweise 88 Prozent in den beiden Vorquartalen.

Kumuliert erhöhte sich der E-Commerce-Umsatz seit Jahresbeginn im Vergleich mit den ersten neun Monaten 2019 um 10,6 Prozent auf 56 Milliarden Euro. Da es im ersten Quartal noch einen Corona-bedingten Einbruch gab – vor allem im Bekleidungssektor – liegt das bislang im Jahr 2020 aufgelaufene Wachstum prozentual noch leicht unter dem Schnitt der Vorjahre.

Die Zahlen des bevh beruhen nicht auf tatsächlichen Umsatzzahlen, sondern auf einer Verbraucherstudie. Für diese werden Bürger wöchentlich zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel der vergangenen sieben Tage befragt. 


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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