Keine Selektivveträge mit Krankenkassen

Pharmazeutische Dienstleistungen für alle

Düsseldorf - 26.09.2019, 17:00 Uhr

„Alle Versicherten und Patienten sollen profitieren, und wir wollen, dass alle Apotheken mitmachen können. Wir wollen keine regionalen Verträge, wir wollen Honorare, die nicht nur die Kosten abdecken, sondern für uns auch wirtschaftlich sind“, erklärt Cynthia Milz beim DAT. (m / Foto: Schelbert)

„Alle Versicherten und Patienten sollen profitieren, und wir wollen, dass alle Apotheken mitmachen können. Wir wollen keine regionalen Verträge, wir wollen Honorare, die nicht nur die Kosten abdecken, sondern für uns auch wirtschaftlich sind“, erklärt Cynthia Milz beim DAT. (m / Foto: Schelbert)


Keine regionalen Selektivverträge mit Krankenkassen

Was Milz wichtig ist: Pharmazeutische Dienstleistungen sollen weder – durch Krankenkassen-Selektivverträge – nur manchen Patienten zur Verfügung stehen, noch sollen nur „High-End-Apotheken“ diese tatsächlich anbieten können: „Alle Versicherten und Patienten sollen profitieren, und wir wollen, dass alle Apotheken mitmachen können. Wir wollen keine regionalen Verträge, wir wollen Honorare, die nicht nur die Kosten abdecken, sondern für uns auch wirtschaftlich sind“, konstatiert Milz.

150 Millionen reichen nicht für die flächendeckende Einführung

Dass der geplante Fonds mit 150 Millionen dafür nicht reicht, in diesem Punkt ist sich die Apothekerin mit DAV-Chef Fritz Becker einig: „Ja, das ist zu wenig, um ein flächendeckendes Angebot zu machen oder spürbare Verbesserung für den Patienten zu bewirken – man braucht mindestens das Doppelte“. Dennoch sieht Milz im Apotheken-Stärkungsgesetz endlich die Chance, mit den pharmazeutischen Dienstleistungen ein „weiteres Standbein für die Apotheke vor Ort zu schaffen“. Sie eröffneten neue Perspektiven für Apotheker, vor allem auch für junge Kollegen, aber auch für die Patienten.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Angekündigte Gesetzesgrundlage für pharmazeutische Dienstleistungen bietet Diskussionsstoff

Dienstleistungen für alle – aber welche?

Pharmazeutische Dienstleistungen

DAK: „Es darf nicht mehr kosten“

Wo stehen wir? Was ist zu tun? - Eine Analyse der Pläne, Chancen und Risiken

Dienstleistungen im Schwebezustand

Dr. Frank Diener zum Honorar für (neue) pharmazeutische Dienstleistungen

„Investieren statt alles sofort verteilen“

Die letzte Woche 

Mein liebes Tagebuch

Live-Ticker aus Düsseldorf

Zurück zum Rx-Versandverbot oder nicht?

Der Weg für honorierte pharmazeutische Dienstleistungen und eine neue Pharmazie wird geebnet

Apotheke im Wandel

3 Kommentare

Black box

von Reinhard Rodiger am 27.09.2019 um 1:05 Uhr

Wohlklingende Worte, sogar Selektivverträge werden erstmals ausgeschlossen und an Wirtschaftlichkeit wird auch gedacht. Doch irgendwie ist es eine Fortsetzung der Kette der Missachtung professioneller Informationsbedürfnisse.
Fortbildungsmaterial ist schon eingeplant, nur keine Information über Inhalte.Das sind schliesslich keine Geheimthemen, sondern weitgehend schon Arbeitsalltag.nur offiziell unbezahlt.
Da wird erst mit dem Gegner verhandelt? Mitnahme und Achtung sieht anders aus.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Immer noch: WELCHE Dienstleistungen?

von Wolfgang Müller am 26.09.2019 um 21:01 Uhr

ALLES klingt sehr gut, perfekt geradezu, für die Grundsätze erstmal großes Bravo, überraschend betriebswirtschaftlich..

Bis zu dem ultimativen Schocker, als KONKRET endlich mal gesagt werden soll, WELCHE Dienstleistungen WIR Frontschweine und Beitragszahler denn nun erbringen sollen? Ein Überheblichkeits-Schocker des hypertrophen, sich selbst nährenden "Apparats", entsprechend den desaströsen FS/JS-Geheimverhandlungen. Der wohl wirklich nur bei "uns" Schafen möglich ist:

"Mit diesem Mix will die ABDA nun in Honorarverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband treten."

"Wie genau werden die pharmazeutischen Dienstleistungen aussehen? Die Antwort auf diese Frage bleibt Milz den anwesenden Apothekern schuldig."

ERNEUT unter dem wahnwitzigen Vorwand, eine "Verhandlungsposition ... nicht schwächen" zu wollen.

Aber hurra, "Milz sagte den Apothekern bereits beim DAT die Unterstützung der Standesvertretungen in Form von Schulungsmaterialien oder Fortbildungen zu".

WIR erfahren nicht, was das sein soll, bevor die GKVen das erfahren? Hallo? Nochmal Kindergarten? WAS IST DA LOS? Wie kommt ABDA-Kollegin Milz darauf, sich diese vollkommen abgefahrene Arroganz gegenüber uns, die im Gegensatz dazu LEISTUNGEN ERBRINGEN, mitteilen zu können? Aber ja, von Tomaten und faulen Eiern ist hier nicht die Rede ...

Es muss nun endlich Schluss mit diesem ganzen Quatsch sein, das glaubt einem kein anderer Akademiker.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Wir wollen! Wir können! Wir machen!

von Pichi am 26.09.2019 um 17:37 Uhr

und vor allem ...

Wir bezahlen!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.