Live-Ticker aus Düsseldorf

Zurück zum Rx-Versandverbot oder nicht?

Düsseldorf - 26.09.2019, 08:15 Uhr

 (Foto: Schelbert)

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Nach einem Ad-hoc-Antrag diskutieren die Apotheker, ob es ein Zurück zur Forderung eines RxVV geben soll.

Live

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08:06

Die Ruhe vor dem Sturm

Noch ist die Halle des DAT so gut wie leer. In knapp einer Stunde wird genau dort aber eine heftige Debatte erwartet. Hessens Kammerpräsidentin Ursula Funke hatte am gestrigen Mittwoch angekündigt, einen Adhoc-Antrag vorzulegen. Dieser soll wohl von mehreren Kammern mitgetragen werden. Spannend wird zu erwarten sein, wie die ABDA-Spitze ihren Kurs verteidigt.

09:39

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Kirsten Sucker-Sket (ks)

Es folgt ein Ad-hoc-Antrag – eingereicht vom Bayerischen Kammerpräsidenten Thomas Benkert und Kollegen. Die Hauptversammlung der Deutschen Apothekerinnen und Apotheker soll den Gesetzgeber auffordern, die Stellungnahme des Bundesrats zur Wiedereinführung des Rx-Versandverbots umzusetzen. Der Antrag wird allerdings zurückgestellt, um nochmals an der genauen Formulierung zu feilen. 

12:15

Rundgänge als kompetenter Guide für die Expopharm

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In diesem Jahr gibt es drei große Themen für die Messerundgänge: Kosmetik, Rezeptur und Digitalisierung.

12:39

Änderungsantrag Teil 3

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12:43

Änderungsantrag Teil 2

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15:01

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Die Medizini-Maus begrüßt Weißwurstliebhaber beim Wort & Bild Verlag.

17:42

Neue Approbationsordnung - der Antrag kommt in den Ausschuss

Prof. Dörje, ADKA-Präsident, fordert eine Novellierung der Approbationsordnung. Mit Hilfe einer BMG-Arbeitsgruppe will er konkrete Novellierungsvorschläge erarbeiten – mit Universitätsprofessoren, Studenten, Berufsverbänden –, um die Approbationsordnung neu zu gestalten. Vor allem die Fächer Pharmakologie und Klinische Pharmazie sollen mehr Gewicht bekommen. Andreas Kiefer gibt den aktuellen Stand seitens des BAK-Vorstands, denn offenbar war man schon aktiv oder will es werden: "Der Vorstandsbeschluss lautet dahin, der Mitgliederversammlung im November zu empfehlen, beim Bundesministerium anzustoßen, die Approbationsordnung zu ändern." Auch Ursula Funke sieht durch die BAK-Maßnahmen dem Antrag bereits genüge getan wurde, sie stellt den Antrag auf Verweis in den Ausschuss. Funkes Antrag auf Verweis in den Ausschuss wird mehrheitlich angenommen.

17:31

Apotheker auf Station gesetzlich verankern!

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Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)

Die Bayerische Landesapothekerkammer und der Bayerische Apothekerverband fordern die verbindliche Aufnahme von Apothekern auf Station zur Erhöhung der Patientensicherheit – was in Niedersachsen bereits Realität ist. Dr. Sonja Mayer begründet den Antrag, dass 58.000 Todesfälle in Deutschland allein auf Medikationsfehler zurückzuführen sind, jeder zweite hätte vermieden werden können. Der Stationsapotheker hat die Aufgabe – gemeinsam mit Ärzten und der Pflege – zur sicheren Arzneimitteltherapie beizutragen. Das hat laut der Apothekerin „auch eine strahlende Wirkung auf den ambulanten Bereich“. Denn der Patient hat im Krankenhaus erfahren, welchen Nutzen Apotheker am Krankenbett für ihn haben – durch Therapieoptimierung und letztlich durch ein optimiertes Entlassmanagement. Ziel des Antrages ist es auch, dass die Erteilung der Betriebserlaubnis der Krankenhäuser an Apothekern auf Station gekoppelt wird. Trotz Bedenken einiger, dass Apotheker auf Station den Nachwuchsmangel in der Vort-Ort-Apotheke verschärfen, wird der Antrag mehrheitlich angenommen.

17:44

Rx-Versandverbot

Dritter Änderungsantrag zum Leitantrag  L 1

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17:55

Zweites Examen soll mündlich bleiben

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Celine Müller

Die Apothekerkammer Berlin hat den Antrag gestellt und wehrt sich damit gegen Bestrebungen, die das zweite Staatsexamen von seiner mündlichen Form in eine weniger anwendungsorientierte Form umwandeln. Das sehen die anwesenden Apotheker ebenfalls kritisch – der Antrag wird angenommen.

17:49

Rx-Versandverbot

In seiner dritten Fassung wird der Änderungsantrag zum Leitantrag L 1 angenommen!

15:59

Es gibt einen weiteren Änderungsantrag.

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14:32

 Pharmazeutische Dienstleistunge: Chance nutzen

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Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)

Welche pharmazeutischen Dienstleistungen sollen Apotheken anbieten? Diese Frage kann Cynthia Milz von der ABDA nicht beantworten – sie gibt zwar einen Überblick an Kriterien, die pharmazeutische Dienstleistungen erfüllen sollten, doch bei der spannenden Frage bittet sie die Apotheker um Geduld: "Das Gesetz ist noch nicht in Kraft, und die Dienstleistungen müssen noch mit dem GKV-SV verhandelt werden",  die ABDA wolle ihre Verhandlungsposition nicht schwächen und ihre Karten für die anstehenden Verhandlungen bereits jetzt auf den Tisch legen. Wie auch DAV-Chef Fritz Becker findet Milz jedoch, dass der geplante Fonds mit 150 Millionen nicht reicht: "Ja es ist zu wenig, um ein flächendeckendes Angebot zu machen oder spürbare Verbesserung für den Patienten – wir brauchen mindestens das Doppelte". Doch sie mahnt: "Lassen Sie uns die Chance nutzen, die sich mit den Pharmazeutischen Dienstleistungen bieten, sie müssen ein weiteres Standbein für die Apotheke vor Ort werden, sie eröffnen neue Perspektiven für Apotheker, auch für junge Kollegen, aber auch für die Patienten.

14:16

Pharmazeutische Dienstleistungen

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Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)

"Zum ersten Mal gibt es die einigermaßen reale Chance, dass der Traum von der Vergütung pharmazeutischer Dienstleistungen mit dem Apotheken-Stärkungsgesetz wahr wird", erklärt Dr. Rainer Kern von der ABDA. Mit dem spannenden Thema der pharmazeutischen Dienstleistungen geht es nun nach der Mittagspause weiter beim DAT. Welche Dienstleistungen sind sinnvoll? Damit beschäftigt sich der DAT in der nächsten Stunde.

12:53

Änderungsantrag Teil 1

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Die Hauptversammlung ist in der Mittagspause. Zuvor wurde noch der überarbeitete ursprüngliche Ad-hoc-Antrag zum Rx-Versandverbot vorgestellt. Er ist nun ein Änderungsantrag zum Leitantrag L1: Verlässliche ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen und Erhalt der Preisbindung. Die Delegierten haben nun in der Mittagspause Zeit, sich eine Meinung zu bilden.

11:39

Grippeimpfstoffversorgung

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Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)

„Versorgungsprobleme mit Grippeimpfstoffen werden erst im Laufe der Saison 2020/21 sichtbar“, mahnt der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) – dieser ist mit der neuen Situation zur Grippeimpfstoffversorgung nicht einverstanden. Das am 1. Mai in Kraft getretene TSVG regelt seither, dass Apotheker in der ärztlichen Versorgung im Rahmen des Sprechstundenbedarfs pro Impfdosis 1 Euro erhalten, maximal jedoch 75 Euro je Verordnungszeile (zuzüglich Umsatzsteuer). Ärzte soll es bei (frühzeitiger) Verordnung für ihren Sprechstundenbedarf erlaubt sein, einen „Sicherheitszuschlag“ – ohne Regressrisiko – einzukalkulieren. Insgesamt war Ansinnen des Gesetzgebers, damit die flächendeckende Versorgung mit saisonalen Influenzavakzinen zu sichern. Bereits der Bundesrat hegte jedoch Zweifel, ob mit dem TSVG dieses ambitionierte Ziel erreicht wird – zu Recht, wie der AVWL findet. Denn nach Ansicht des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe gefährdet gerade die neue Regelung die angestrebte flächendeckende Versorgung – da sie „bestehende Organisationsstrukturen über Bord wirft und einem neuen System zuführt“. Die neue Regelung sei nicht praxistauglich, insbesondere die Honorardeckelung, die von Apothekern verlange, ab der 76. Impfdosis „ohne weitere Vergütung arbeiten soll“. Der AVWL fordert eine „auskömmliche Vergütung“ und dass erst die Grippesaison 2020/21 (und nicht 2019/2020) auf Zielführung evaluiert  wird – da das TSVG erst in Kraft trat, nachdem die Vorbestellungen für die aktuelle Saison bereits erledigt waren. Der Antrag wird angenommen.

10:55

Hunger?

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Noch ist der berühmte Biergarten beim Wort & Bild Verlag verwaist. Dabei wäre eigentlich schon Zeit für Weißwürste ...

10:07

Leitantrag zu Verhinderung von Lieferengpässen

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Kirsten Sucker-Sket (ks)

Die Delegierten diskutieren über den Leitantrag zu Verhinderung von Lieferengpässen. Dagmar Berger (LAK Bayern), Apothekerin bei der Sandoz-Gruppe, plädiert dafür, keine Sanktionen für Unternehmen vorzusehen. „Kein pharmazeutisches Unternehmen geht leichtfertig in diese Verträge“, erklärt Berger. ABDA-Vize Mathias Arnold weist darauf hin, dass der Antrag offen genug sei. Tatsächlich heißt es darin, die Bundesregierung werde aufgefordert , „durch geeignete Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene die bedarfsgerechte Bereitstellung von Arzneimitteln sicherzustellen und Liefer- sowie Versorgungsengpässe zu bekämpfen“. Der Gesetz-/Verordnungsgeber soll dazu gemeinsam mit Apothekern, Ärzten, Industrie, Großhandel und Krankenkassen eine Strategie entwickeln. Arnold erklärt, dass es vor allem darum gehe, das Thema noch präsenter zu machen als es das jetzt schon ist. Die Hauptversammlung beschließt den Antrag ohne Gegenstimmen und mit einer Enthaltung.

10:02

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Julia Borsch

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Pharmatechnik erklärt auf der Messe, wie das E-Rezept technisch funktionieren wird. Hier ist man überzeugt, dass der Druck aus der Politik so groß ist, dass sich das schnell durchsetzen wird.

09:35

Nachdem die Hauptversammlung  am gestrigen Mittwoch turbulent endete, bemüht sich ABDA-Vize Mathias Arnold heute zum Auftakt, die Wogen zu glätten: Man habe keinen Zielkonflikt, sondern die gemeinsame Maximalforderung – das Rx-Versandverbot. Wenn man sich wo uneinig sei, dann hinsichtlich der Chancen der Durchsetzbarkeit. Die unterschiedliche Bewertung entstehe aus unterschiedlichen Informationswegen sowie unterschiedlicher Lebenserfahrung und Kenntnis. Arnold appellierte an die Hauptversammlung: Es dürfe jetzt nicht das Signal der Zerstrittenheit von der Apothekerschaft ausgehen. „Lassen Sie uns daran arbeiten, dass von uns ein Signal der Einigkeit und Gestaltungswillen ausgeht“.

08:44

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Das Wetter ist heute trüb und nieselig in Düsseldorf. 


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8 Kommentare

DAT war doch vorhersehbar...

von gabriela aures am 26.09.2019 um 17:27 Uhr

Wunderbares Kammerspiel : die Kammern Bayern und WL haben sich als Streber hervorgetan und sind der „bösen“ Kammer Hessen , der Anführerin der „Revolte“ sauber in die Parade gefahren.
FS und die Führungsriege kann unbehelligt weiterklüngeln wie bisher - Egotrip und Kindergarten auf dem Rücken der Beitragszahler.
Und ich höre schon das Resümee von FS : hart aber fair gerungen, offen und respektvoll diskutiert , (heilige) Einigkeit, ABDA Position bestätigt und gestärkt....

Pharmazeutische Dienstleistungen: noch eine Variante von des Kaisers neuen Kleidern, nur müssen die Entscheider sich i.d. R. nicht mehr um die Rentabilität ihrer Buden Gedanken machen.
Wie kann die ABDA ein 150 Mio € Projekt herbeijubeln, wenn selbst die hauseigene Berechnung von einem vielfachen Bedarf ausgeht (880 Mio € ? bei DAZ gelesen) ???

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Pharmazeut. Dienstleistungen

von Michael Mischer am 26.09.2019 um 14:55 Uhr

Wir wollen die "Karten für die anstehenden Verhandlungen [nicht] bereits jetzt auf den Tisch legen"?

Ja sind die denn verrückt? Wir müssen doch als Apotheker eine Vorstellung davon haben, welche Leistungen wir erbringen können und wollen? Dann, und nur dann, können wir doch glaubhaft sage: Da bringt der Apotheker einen Mehrwert, das sollten wir machen können, aber der Personalaufwand multipliziert mit der erwarteten Häufigkeit der Leistungen bedeutet, dass wir die Summe X mehr an Geld brauchen.

Das schwächt doch nicht die Verhandlungsposition! Im Gegenteil, wenn das Gesetz am Ende unter dieser Summe bleibt, dann können wir doch am Ende sagen: Schön, aber für die Summe, liebe KraKa, bekommt ihr nur einen Teil des möglichen. Und wenn ihr mehr wollt, weil das bspw. bei den Ärzten Geld spart durch Verringerung unnötiger Arztbesuche, dann setzt Euch mit dafür ein, die Summe zu erhöhen.

So aber bleibt der Verdacht, dass auch die BAK keine wirklich Vorstellung davon hat, was Apotheker leisten können oder Angst davor hat, anderen (wie den Ärzten) auf den Schlips zu treten.

Das wiederum finde ich unerträglich.

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Erst Einpeitschen, jetzt Einseifen ... Brrrrrr

von Wolfgang Müller am 26.09.2019 um 11:21 Uhr

Die heutige Eröffnung unserer Vorsitzer zeigt, dass "Die ABDA" den DAT ganz klar als Eltern/Kinder-Veranstaltung ansieht. Und keinesfalls als parlamentarische Situation auf Augenhöhe. Die es ja auch zur Gesichtswahrung der "Führung" verständlicherweise zu vermeiden gilt.

"Die Eltern" mit ihrer "Lebenserfahrung" wissen, was "Die Kinder" für realistische, vernünftige Ziele für ihre Zukunft haben dürfen. In der bösen, verlogenen, verschwörerischen Außenwelt, die einem leider, leider soooo gefährlich werden kann, wenn man nicht bescheiden und angemessen botmäßig auftritt ... was eben "Die Lebenserfahrung der Eltern" so desillusionierend schon oft gezeigt hat. Weshalb die Eltern ja auch die Bestimmer sind, weil sie "Bescheid wissen".

Und "konstruktives Gestalten" ist vor Allem in der feindlichen Außenwelt eben gemäß "Lebenserfahrung der Eltern" nur in sehr engen Grenzen möglich. Meist nicht entsprechend dem mangels "Lebenserfahrung" zu optimistischen, naiven Willen der "Kinder".

Über all das darf es zwischen "Eltern" und "Kindern" eben auch nicht allzuviel "Zerstrittenheit" geben, das sieht doch nach außen unschön aus für die Familie, wenn sie gemeinsam vorankommen will. Unschön vor Allem eben mit offensichtlich "unartigen, unbelehrbaren Kindern".

Klar, Parlament ist das genaue Gegenteil. Haben viele von uns aber nicht gedacht/gehofft, wir hätten da mit dem DAT genau das: ein Parlament, und keinen Kindergarten? Insofern könnte der heutige Tag auch eine Geburtsstunde sein.

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?

von Anita Peter am 26.09.2019 um 9:41 Uhr

"unterschiedlicher Lebenserfahrung"

Na dann hat sie ihre Lebenerfahrung nicht gelehrt, dass wir Apothekers mit unserer devoten Art noch NIE etwas erreicht haben. Nur Niederlagen und Kröten!

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Kurs verteidigen

von Mathias Mallach am 26.09.2019 um 8:36 Uhr

Tsss. Wieso "Kurs verteidigen" ???
Die sollen uns VERtreten - nicht ENTGEGENtreten !
Basis will Plan A, Spitze verteidigt Plan Z - was soll das ?
Um wen geht es hier eigentlich ?

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AW: Realismus oder Idealismus

von Michael Mischer am 26.09.2019 um 9:20 Uhr

Im Kern ist es ja die Abwägung, wessen politische Einschätzung richtig ist.

Wenn ein Rx-Versandverbot keine politischen Mehrheiten findet, dann ist die Forderung danach nur dann wohlfeil, wenn man mit wehenden Fahnen untergehen will.

Will man hingegen nicht untergehen, dann muss man Forderungen entwickeln, für die sich Mehrheiten finden lassen. Auch wenn diese keine idealen Lösungen sein mögen.

Insofern ist es legitim, wenn die ABDA-Spitze die Basis überzeugen will, dass ihr Weg irrig ist. Ob ihre Argumente ausreichen, das wird der Tag zeigen.

AW: Kurs verteidigen

von Anita Peter am 26.09.2019 um 9:43 Uhr

Das RXVV steht im Koalitionsvertrag. Mit Fraktionsdisziplin ist es eben umzusetzen. Ist ja keine perönliche freie Entscheidung wie bei der Abstimmung zur Homo Ehe.
ich kann das Gequatsche von mangelnder Durchsetzbarkeit also nicht mehr hören. Ansonsten ist es Vertragsbruch und Wahlbetrug.

AW: RxVV im KoaV

von Michael Mischer am 26.09.2019 um 14:44 Uhr

Ich verstehe nur nicht, was wir davon haben? Die aktuelle Regierung hat uns meines Erachtens sehr klar zu verstehen gegeben, dass sie den Koalitionsvertrag in dieser Hinsicht nicht umzusetzen gedenkt. Also diejenigen, die den Vertrag geschlossen haben, sehen das jetzt anders.

Da können wir natürlich darauf verweisen, dass zumindest ein Reglerungspartner das vor der Wahl noch als sein Ziel gesehen hat - aber dann? Dann wählen wir diese Partei nicht mehr, sondern eine andere. Das ist der Lohn für den Bruch von Wahlzusagen in der Demokratie. Hilft uns aber jetzt auch nicht.

Natürlich können wir zu jedem Apothekengesetz sagen (uns als ABDA schriftlich kommentieren): Finden wir schlecht, wir wollen ein Rx-Versandverbot. Einzig: Das BMG wird dann nicht plötzlich sagen: Oh, die Apotheker wollen das RxVV, dann machen wir das natürlich. Im Gegenteil: Es wird sagen, von den Apothekern seien keine konstruktiven Vorschläge eingebracht worden, deswegen bleibt man beim Gesetzentwurf.

Fazit: Spahn hat seine Agenda gesetzt, und wir können in diesem Rahmen versuchen zu adjustieren, oder es lassen. Solange wir keine Mehrheit des Bundestags hinter dem RxVV versammeln können, werden wir es nicht bekommen. Und wenn wir uns deswegen weigern, Vorschläge zur Verbesserung der gesetzlichen Neuregelungen zu machen, dann bekommen wir sie eben unverändert aufgedrückt. Ob uns (mir) das gefällt, das fragt keiner.

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