WHO wappnet sich gegen Influenza-Pandemie

Neue Strategie im Kampf gegen Grippe

Genf / Stuttgart - 14.03.2019, 09:00 Uhr

Unter anderem gehört die Entwicklung besserer Grippeimpfstoffe zur neuen „Global Influenza Strategy 2019-2030“ der WHO. (m / Foto: imago)

Unter anderem gehört die Entwicklung besserer Grippeimpfstoffe zur neuen „Global Influenza Strategy 2019-2030“ der WHO. (m / Foto: imago)


Antivirale Influenzaarzneimittel unverzichtbar bei Pandemie

Neben der Grippeprävention mittels Influenzavakzinen sollte die Welt nach Ansicht der WHO auch die Vorbeugung und Kontrolle der saisonalen und pandemischen Grippe mit antiviralen Arzneimitteln verbessern. Derzeit ist der Einsatz antviraler Arzneimittel gering – was zur Folge hat, dass die Arzneimittelhersteller ihre Produktion dem Bedarf anpassen. Während einer Pandemie würden jedoch antivirale Arzneimittel eine wichtige Rolle spielen, so die WHO, vor allem in den ersten Monaten, da es zu diesem Zeitpunkt noch keine Pandemieimpfstoffe geben werde. Somit empfiehlt die WHO: „Länder sollten antivirale Medikamente im Rahmen der Pandemievorsorge angemessen berücksichtigen“, da diese auch vorrätig auf Lager gehalten werden könnten.

Oseltamivir, Zanamivir, Peramivir, Baloxavir ...

Derzeit stehen drei antivirale Arzneimittelklassen bei Influenza zur Verfügung. Das therapeutische Spektrum ist folglich überschaubar mit dem Uncoatinghemmstoff Amantadin (M2-Inhibitor, wirkt nur bei Influenza A und findet kaum noch Anwendung) und den Neuraminidasehemmstoffen Oseltamivir in Tamiflu®, Zanamivir in Relenza® und seit der EMA-Zulassung im April 2018 Peramivir in Alpivab® (nicht in Deutschland verfügbar). Peramivir steht in den USA seit 2014 zur Verfügung, der Handelsname dort ist RabivabTM
Neuester Kandidat und innovativ im Wirkansatz ist Roches Baloxavir (XofluzaTM). Baloxavir hemmt die CAP-abhängige Endonuklease und somit einen der ersten Schritte im Replikationszykus des Influenzavirus. Vorteilhaft bei Baloxavir ist zudem die einmalige Einnahme. Die FDA erteilte Baloxavir im Oktober 2018 die Zulassung.

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„Angesichts der Bedeutung antiviraler Medikamente sowohl für die saisonale als auch für die pandemische Grippe ist es unerlässlich, diese Medikamente zu optimieren, auch durch neue Formulierungen, Darreichungsformen und Verabreichungswege und Therapiekombinationen“, erklärt die WHO. Das ist bei Zanamivir derzeit in Arbeit. Der Humanarzneimittelausschuss der EMA (CHMP) empfahl jüngst intravenöses Zanamivir zur Zulassung
Darüber hinaus sollten alternative Behandlungsmethoden, Therapien und Strategien entwickelt werden, einschließlich der Verwendung von monoklonalen Antikörpern und ergänzenden Behandlungen, wie beispielsweise Immunmodulatoren. 



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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1 Kommentar

Grippeimpfung 2019/20

von Sylvia Müller am 22.03.2019 um 14:35 Uhr

Halten Sie mich am Laufenden, ich habe Bronchialasthma (SPRAYS bekomme ich), weiß keiner woher, daher bekomme ich zusätzlich wie jedes Jahr auch die Grippeimpfung, auch wegen schwere Ohrenschmerzen, bin hochgradig schwerhörig...(Innenohrschaden) Operation nicht möglich sehr wahrscheinlich. Mein Hörnerv müssen sie berühren, dann bin ich taub. MIR GEHT ES BIS HEUTE SEHR GUT...seit 1997 nie was gehabt mehr, bin glücklich...

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