PTAheute-Podcast

Was steckt hinter der Studenten-Kampagne für das Rx-Versandverbot?

Stuttgart - 25.02.2019, 17:45 Uhr

Benedikt Bühler möchte mit seiner Kampagne zum Rx-Versandverbot vor allem junge Pharmazeuten, Apotheker/innen, PTAs und PKAs erreichen. (j/Foto: Bühler)

Benedikt Bühler möchte mit seiner Kampagne zum Rx-Versandverbot vor allem junge Pharmazeuten, Apotheker/innen, PTAs und PKAs erreichen. (j/Foto: Bühler)


Viel Resonanz, Antwort von AKK steht noch aus

Im Podcast zeigt sich Bühler zudem positiv überrascht von der großen Resonanz, die er bislang erhalten habe. AKK habe sich zwar selbst noch nicht bei ihm gemeldet, auf die Antwort sei er jedoch sehr gespannt – er habe ihr mit dem Brief „die Pistole auf die Brust gesetzt“. Sie könne sich nicht „rausreden“, weil sie sonst nicht ihre innere Führungsstärke beweisen könne. Währenddessen hätten ihn viele Parteifreunde angeschrieben, die seine Aktion gut finden. Auch Bundestagsabgeordnete sollen ihm signalisiert haben, dass sie es richtig finden, dass jemand Junges sich äußert.

Patientensicherheit vor Umsatz und keine Pseudodigitalisierung

Auch auf kritische Nachfragen von PTAheute geht Bühler im 24-minütigen Podcast ein. Etwa darauf, ob Versandapotheken, wirklich existenzbedrohend für Apotheken vor Ort sind – zuletzt soll der Rx-Umsatz der Versandapotheken nämlich gesunken sein. Bühler betont, dass es nicht nur um die Apotheke vor Ort und deren Umsatz gehe: Die Patientensicherheit stehe im Vordergrund – „Eine Versandapotheke kann gar nicht so beraten wie eine Apotheke vor Ort“. Jedoch befürchtet Bühler, dass die Apotheken vor Ort „ausgelassen“ werden, wenn das E-Rezept kommt und das Rx-Versandverbot nicht. Auch wenn Bühler absolut digital aufgestellt und davon überzeugt sei, eine „Pseudodigitalisierung“ möchte er nicht.

Warum Bühler, wie sein Vorgänger Christian Redmann für seine Petition erneut die Plattform „openPetition“ wählte und nicht den direkten Weg mit einer Petition beim Bundestag einschlug, erklärt er außerdem auch im Podcast.  



Diana Moll, Apothekerin, DAZ.online
redaktion@daz.online


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