Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

23.09.2018, 08:00 Uhr

Es geschehen noch Wunder: Unsere Berufsvertretung fragt uns mal, wie' s uns eigentlich geht! ( r / Foto: Andi Dalferth)

Es geschehen noch Wunder: Unsere Berufsvertretung fragt uns mal, wie' s uns eigentlich geht! ( r / Foto: Andi Dalferth)


20. September 2018 

Tja, gute Frage: Was ist, wenn Amazon Zur Rose/DocMorris übernehmen will? Dann lässt sich das nicht verhindern, wenn die Aktionäre es so wollen. Darüber ist sich Zur Rose-Chef Oberhänsli im Klaren, wie er in einem Interview mit dem Schweizer Finanzportal Cash sagt. Vielleicht sollten sich das unsere lieben Gesundheitspolitiker, die gerne mal bei dem ausländischen Versender ein- und ausgehen, vergegenwärtigen. Und wenn Amazon glaubt, dass das der richtige Weg sei, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen, um zu expandieren, dann geht alles ratzfatz. Was Oberhänsli in dem Interview auch zum Thema Rx-Versandverbot sagte: Eine faire Lösung wäre aus seiner Sicht, wenn alle deutschen Apotheken – stationäre wie Online-Apotheken – die Möglichkeit hätten, Rabatte auf Arzneimittel zu gewähren. Ach nööö, wie fair ist das denn? 


Der Pharmagroßhändler Noweda hat viel vor: Er will in den Markt der Apotheken-Kundenkommunikation, sprich Kundenzeitschrift, einsteigen zusammen mit dem Burda-Verlag. Mit dem Apothekenmagazin „Mylife“ wollen die beiden eine Alternative zu den etablierten Blättern bieten. Das bedeutet im Klartext: Angriff aufs Avoxa-Blättchen der ABDA und vor allem auf die Baierbrunner Bastion. Damit nicht genug. Was Noweda außerdem vorhat und wesentlich interessanter sein dürfte: Ein Großangriff auf den Markt der Vorbestellsysteme und auf den Versandhandel. Man arbeite daran, eine Online-Bestellplattform für alle Vor-Ort-Apotheken in Deutschland zu etablieren. Nun, mein liebes Tagebuch, so eine Bestellplattform ist zwar nicht ganz so neu. Aber wenn das ein genossenschaftlicher Großhändler angehen will, könnte sich das rasch entwickeln. Was die Plattform des Großhändlers allerdings besser könnte als ein Versender: Sie böte ein größtmögliches Sortiment, die fachliche Beratung in der Apotheke oder bei der Auslieferung wäre gegeben und vor allem: same day delivery! Aber das können andere Vorbestell-Apps auch. 



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Rückblick auf das Jahr 2018

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

6 Kommentare

Vivy

von Thomas Beck am 23.09.2018 um 15:40 Uhr

"Hinter dem für Patienten kostenlosen App-Angebot stehen 14 Krankenkassen, z. B. auch die DAZ und IKK."

Wir sind für einmal hoffnungsfroh: es war vielleicht doch die DAK und nicht die DAZ!

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Vivy

von Peter Ditzel am 23.09.2018 um 16:22 Uhr

Vielen Dank für den Hinweis auf den Tippfehler. Muss natürlich DAK heißen. Hab ich sofort korrigiert!

zu Herrn Ströh

von Dr.Diefenbach am 23.09.2018 um 12:38 Uhr

....war vor vielen Jahren alles mal angedacht,von der Steuerberatung über Bestellplattform bis zur Logistikplanung.Es scheiterte mW nach an der humanen Interaktion einzelner Männer.AUCH deswegen machen uns Kaufleute nun vor wie Apotheke geht.So verfestigt sich das doch zur Zeit in den Köpfen vieler Entscheider.Ach was bin ich gespannt auf die Einstimmigkeiten beim Apotag......

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Sie kamen in weiß,und sie kamen zu spät!

von Ulrich Ströh am 23.09.2018 um 8:58 Uhr

Amazon und Zur Rose stehen vor der Tür und werden
bald ,ohne anzuklopfen ,eintreten.

Und was machen wir?
Rezept direkt, Deine Apotheke, Linda24/7 und,und...
Alles gut gemeint,aber alle diese Angebote werden zukünftig nur niedlich bleiben.
Marktbedeutung erlangt keiner.

Jedes weitere Angebot wird weiteres Geld in der Entwicklung verbrennen.

Warum nicht endlich eine medienstarke Bestellplattform für alle Präsenzapotheken entwickeln ?

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Sie kamen in weiß,und sie kamen zu spä

von Conny am 23.09.2018 um 9:19 Uhr

Noweda ?

AW: Sie kamen in weiß,und sie kamen zu spä

von Ulrich Ströh am 23.09.2018 um 10:13 Uhr

Ob nun Noweda oder ein anderer....

Wichtig ist,dass wir in Sachen Bestellplattform endlich bundesligareif werden!

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.