ECA Foundation

GMP-Organisation nimmt deutsche Behörden in Beirat auf

Stuttgart - 03.08.2016, 13:45 Uhr

Die ECA-Stiftung setzt sich für einheitliche Standards bei der Guten Herstellungspraxis ein. Bei der Besetzung ihres Beirats war sie aber offenbar zu forsch. (Foto: Herrndorff / Fotolia)

Die ECA-Stiftung setzt sich für einheitliche Standards bei der Guten Herstellungspraxis ein. Bei der Besetzung ihres Beirats war sie aber offenbar zu forsch. (Foto: Herrndorff / Fotolia)


Was sagt das Paul-Ehrlich-Institut?

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) teilte mit, dass es sich in der ECA Foundation bei Fortbildungen, der Entwicklung von Guidelines zu Qualitätsthemen sowie für neue Nachweismethoden für die mikrobiologische Qualitätskontrolle von Arzneimitteln engagiere. Damit wolle man zu einer schnelleren Verfügbarkeit und größeren Sicherheit insbesondere von biologischen Arzneimitteln beitragen. Dem Institut sei dabei wichtig, „bei allen Aktivitäten eine klar erkennbare Trennung zwischen den Aktivitäten der Mitarbeiter des PEI und den Mitarbeitern der Industrie aufrechtzuerhalten und hier transparent zu agieren“, so eine PEI-Sprecherin.

Informationsaustausch

Die ECA Foundation wurde 1999 als unabhängige Not-for-Profit-Organisation gegründet und bezeichnet sich heute als führende Organisation im Bereich der pharmazeutischen Qualitätssicherung und GMP-Compliance. Ihr Ziel ist der Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Vertretern aus Industrie, Behörden und Universitäten im Bereich der pharmazeutischen Qualitätssicherung und speziell im Bereich der Guten Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice – GMP). Zu diesem Zweck hat die Organisation verschiedene Interessen- und Arbeitsgruppen sowie eine GMP-Akademie für die Weiterbildung von Fachleuten der pharmazeutischen Industrie gegründet. Derzeit zählt die Organisation über 7000 Mitglieder.  

An der Spitze der Stiftung steht das dreiköpfige ECA Executive Team. Zusätzlich gibt es einen erweiterten Stiftungsbeirat (Extended Board), in dem die Chairmen der verschiedenen ECA Interest und Working Groups vertreten sind. Als neues Beratungs-Komitee wurde jetzt zudem das Independent Authority Board etabliert. In dieses Gremium wurden folgende Vertreter von der Regierung von Oberbayern, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, der WHO, des Paul-Ehrlich-Instituts oder des Regierungspräsidiums Darmstadt aufgenommen.



Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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