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Gewaltiges Nachbeben in Nepal

13.05.2015, 10:20 Uhr

Ein weiteres Erdbeben erschütterte am Dienstag Nepal. (Foto: Davidus/Fotolia)

Ein weiteres Erdbeben erschütterte am Dienstag Nepal. (Foto: Davidus/Fotolia)


Berlin – Rund zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal hat ein weiteres gewaltiges Beben am Dienstag den Himalaja-Staat erschüttert. Dutzende Menschen kamen ums Leben. Während es den action medeor-Mitarbeiterinnen nach Angaben des Medikamentenhilfswerks gut geht, trauert eine Eppendorfer Apotheke um eine Kollegin, die vermutlich dem ersten Erdbeben zum Opfer gefallen ist, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

Katharina Wilkin und die Pharmazeutin Shushan Tedla halten sich derzeit in Kathmandu auf und sind laut action medeor wohlauf. „Wir wissen noch nicht, wie groß das Ausmaß der Schäden und der Opfer ist“, schrieb Wilkin in einer WhatsApp an das Hilfswerk. Viele Menschen seien auf die Straße gelaufen und trauten sich nicht mehr in ihre Häuser. Sie selbst waren zu dem Zeitpunkt im zweiten Stock des Gesundheitsministeriums, um die Medikamentenverteilung durch action medeor abzustimmen.

Nach dem Beben fuhren Tedla und Wilkin wieder zu der bereits eingerichteten Medikamentenverteilerstelle. „Hier ist zum Glück nur eine Gartenmauer umgefallen und unseren Kollegen geht es gut.“ Das Epizentrum des zweiten Erdbebens lag etwa 80 Kilometer von Kathmandu entfernt, zwischen dem Mount Everest und der Hauptstadt. „In den stark betroffenen Gebieten soll es zu Erdrutschen gekommen sein“, schrieb Wilkin.

Trauer in Eppendorfer Apotheke

Weniger glimpflich ging es möglicherweise für die Mitarbeiterin einer Eppendorfer Apotheke aus: „Wir trauern um unsere Kollegin. Sie wird in Nepal vermisst und ist wahrscheinlich nicht mehr am Leben“, steht einem Bericht des Hamburger Abendblatts auf dem Zettel neben der Kasse der Apotheke. Umrahmt von Kerzen und Blumen sind drei Fotos einer jungen Frau zu sehen, die privat mit Rucksack in den Bergen unterwegs ist. Die 30-jährige Kathleen K. soll bereits seit vergangener Woche auf der Vermisstenliste des Internationalen Roten Kreuzes stehen. Ihren Tod hat das deutsche Außenministerium laut Bericht bislang nicht bestätigt.


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