UMBAU/UMZUG

ABDA vor wichtigen Weichenstellungen

11.05.2015, 15:00 Uhr

Steht vielleicht schon bald leer: Das jetzige Apothekerhaus in der Berliner Jägerstraße. (Foto: Sket)

Steht vielleicht schon bald leer: Das jetzige Apothekerhaus in der Berliner Jägerstraße. (Foto: Sket)


Berlin – Mitte Mai steht die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) vor wichtigen Weichenstellungen: In den Gremiensitzungen am 19. und 20. Mai sollen der Umzug des Apothekerhauses und der Umbau der Konzernstruktur auf den Weg gebracht werden. Für den Umzug des Apothekerhauses soll der ABDA-Gesamtvorstand der ABDA-Mitgliederversammlung Mitte Juni eine Empfehlung aussprechen. Der Umzug des Apothekerhauses nimmt damit konkrete Formen an.

Die Auswahl des neuen Apothekerhauses konzentriert sich jetzt offenbar auf eine Zwei-Stufen-Lösung. Zunächst soll bereits in absehbarer Zeit als Zwischenlösung der Umzug aus dem jetzigen Apothekerhaus in der Jägerstraße unweit des Berliner Gendarmenmarktes unbestätigten Informationen zufolge in ein frisch renoviertes Bürohaus an der Ecke Unter den Linden/Friedrichstraße über dem Showroom des VW-Konzerns erfolgen. Bis 2018 will die ABDA dann unweit des Berliner Hauptbahnhofs einen Neubau nach eigenen Vorstellungen errichten. Die Entscheidung über die dazu erforderlichen Millionen-Investitionen soll die ABDA-Mitgliederversammlung Mitte Juni treffen.

Der Zwischenumzug wird notwendig wegen der erforderlichen Sanierungsarbeiten am derzeitigen Apothekerhaus. Ein Indiz für die Dringlichkeit der Maßnahmen ist die Auslagerung des traditionellen ABDA-Sommerfestes in der nächsten Woche in eine Kreuzberger Kirche. Es geht um Brandschutzmaßnahmen aber auch um die Sanierung der durch Neubauten in der näheren Umgebung (Nachbarhaus/Schloßbau) entstandenen Schäden am Apothekerhaus. Die Sanierung ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Verkauf des Mendelssohn-Palais. Die Sanierungskosten werden mit circa sechs Millionen Euro veranschlagt. Der Kaufpreis betrug vor über zehn Jahren 42 Millionen D-Mark (21 Millionen Euro).

Neustrukturierung der wirtschaftenden Töchter

Als wichtige zweite Weichenstellung steht der Umbau der ABDA-Konzernstruktur mit ihren wirtschaftenden Töchtern auf dem Terminplan. In den zurückliegenden Jahren gab es regelmäßig Diskussionen mit dem Finanzamt wegen der intransparenten Bilanzstruktur. Die Finanzbehörden haben die ABDA aufgefordert, für mehr Klarheit und Abgrenzung von den Verbandsaufgaben zu sorgen. Mit Hilfe der Unternehmensberatung KPMG, der Treuhand Hannover und anderer Berater wurde in den letzten Monaten seit dem kurzfristigen Abgang von Jürgen Siegemund als Geschäftsführer für den Bereich Finanzen, Personal und Verwaltung vor einem Jahr eine neue Konzernstruktur erarbeitet.

Auf Anfrage der Apotheker Zeitung (AZ) teilte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt dazu folgendes mit: „Es ist seit geraumer Zeit bekannt, dass die Geschäftsführung den Auftrag hat, zu prüfen, ob bzw. wie die Institutionen unter dem Dach der ABDA zukünftig noch effektiver arbeiten bzw. zusammenarbeiten können. Das haben wir ja auch an unsere Mitgliedsorganisationen kommuniziert. Es ist ebenso naheliegend wie legitim in diesen Prozess auch externen Sachverstand einzubeziehen. Er dauert aber noch an. Näheres werden wir voraussichtlich bis zum Ende dieses Monates dazu mitteilen können. Im Moment ist es dafür noch zu früh.“

Die Aktivitäten der wirtschaftlichen Töchter sollen klarer von der Verbandsarbeit getrennt werden. Im Gespräch ist zudem eine Zusammenlegung der beiden wichtigsten ABDA-Unternehmen, dem Govi-Verlag und der Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker (WUV).


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