Ab dem 13. Juni

Die ABDA zieht ins neue Apothekerhaus

Berlin - 14.05.2019, 12:15 Uhr

Umzug ab dem 13. Juni: Die ABDA bezieht das neue Apothekerhaus im Herzen Berlins. (Foto: ABDA)

Umzug ab dem 13. Juni: Die ABDA bezieht das neue Apothekerhaus im Herzen Berlins. (Foto: ABDA)


Die ABDA wird schon bald ins neue Berliner Apothekerhaus ziehen. Nach Informationen von DAZ.online ist der Umzug in der Zeit zwischen dem 13. und 17. Juni geplant. Aus einer Büroetage im Berliner Stadtzentrum geht es in ein neu erbautes Haus direkt hinter dem Hauptbahnhof. In den vergangenen Jahren hat die ABDA für das Gebäude mehr als 21 Millionen Euro gezahlt. In den kommenden Jahren stehen zudem höhere Zahlungen für Nebenkosten und neue Büromöbel an.

Die ABDA wird in weniger als einem Monat in das neue Apothekerhaus in der Berliner Heidestraße ziehen. Die Standesvertretung hat ihre Mietverträge in der Büroetage Unter den Linden nach Informationen von DAZ.online zum 30. Juni dieses Jahres gekündigt. In einem Rundschreiben informiert die Standesvertretung ihre Mitglieder derzeit über die genauen Umzugsdaten: Der Umzug beginnt am Donnerstag, dem 13. Juni um 16 Uhr und endet am Montag, dem 17. Juni 2019. Damit findet der Umzug nur mit leichter Verspätung statt: Die ABDA war zuvor immer davon ausgegangen, dass das neue Apothekerhaus im März dieses Jahres bezogen werden kann.

Das Gebäude ist zentral in Berlin gelegen: Nur ein paar Schritte vom Hauptbahnhof befindet sich die Heidestraße, die das Berliner Stadtzentrum mit den nördlichen Bezirken verbindet. Das ABDA-Haus ist eines der ersten Gebäude in der Heidestraße vom Bahnhof aus gesehen. Zum Bundestag sind es von dort aus etwa 15 Minuten Fußweg. Den rund 100 Mitarbeitern der Berliner Standesvertretung stehen etwa 70 Prozent des 9.500 Quadratmeter großen Areals zur Verfügung. Die ABDA will ihre Flächen zunächst für zwei Jahre mieten, dann soll der Gebäudeteil, der für die Standesvertretung gebaut wurde (inklusive Tagungssaal und Begegnungsflächen) ins Eigentum übernommen werden.

Gesamtkosten für die ABDA von bis zu 35 Millionen Euro

Die Investitionssumme seitens CA Immo soll Medienberichten zufolge circa 43,4 Millionen Euro betragen. Wie viel die ABDA genau in den Kauf der Büroflächen in dem Haus investiert hat, ist unklar. Aus dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr geht zumindest hervor, dass die Standesvertretung in den Jahren 2018 und 2019 mehr als 21 Millionen Euro dafür ausgegeben hat (inklusive Kaufnebenkosten, wie etwa Grunderwerbsteuer, Beurkundung, Architekten, etc.). Die Gesamtkosten liegen wohl aber weitaus höher. Zumindest hatte die ABDA-Mitgliederversammlung 2015 einen Gesamtbetrag von 35 Millionen Euro für den Neubau freigegeben.

Damals hieß es, dass der Neubau über die Verwaltungsgesellschaft Deutscher Apotheker (VGDA) sowie aus Kassen- und Anlagebeständen der wirtschaftenden ABDA-Töchter finanziert werden soll. In deren Kassen lagern circa 40 Millionen Euro, sagte ABDA-Präsident Schmidt 2015.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

ABDA-Mitgliederversammlung

Große Mehrheit für neues Apothekerhaus

Kisten packen im Apothekerhaus

ABDA zieht Mitte November um

ABDA-Neubau an der Heidestraße

Neues Apothekerhaus kostet 31,5 Millionen Euro

Umzug ins Berliner Lindencorso Mitte November

Kistenpacken bei der ABDA

Entscheidung im Sommer – zwei Objekte in der engeren Wahl

Suche nach Apothekerhaus kommt voran

35-Millionen-Euro-Komplex

Spatenstich beim neuen Apothekerhaus

14 Kommentare

Der neue Palast

von Alfons Neumann am 17.05.2019 um 1:46 Uhr

Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Deutschen Apotheke wäre wohl eher ein aufgegebenes Industrieareal oder ein Plattenbau angemessen...
Was hat denn unsere "Standesvertretung" für uns erreicht? Nix, nur eine eigene Nachschlag-Forderung an ihre eigenen Zwangsmitglieder!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

ABDA unverzichtbar?

von Christian Timme am 14.05.2019 um 23:16 Uhr

Werbeinsel Berlin ... arme Apotheker ...

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Machen wir es wie weiland mit der Stasi-Zentrale

von Georg Dribusch am 14.05.2019 um 18:27 Uhr

Kommt in Massen uneingeladen im weißen Kittel, stürmt den Empfang, trinkt Champus und zwingt die Herren zum Rücktritt. Oder schaffen wir nicht einmal das, dann ist das Ende da.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Machen wir es .......-

von Dr Schweikert-Wehner am 15.05.2019 um 8:51 Uhr

Wir sind da, wir sind laut, weil ihr unsre Zukunft klaut!

15 Minuten Fußweg

von Reinhard Rokitta am 14.05.2019 um 18:09 Uhr

Da hat es Herr Spahn ja nicht weit...

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: 15 Minuten Fußweg

von Heiko Barz am 14.05.2019 um 18:38 Uhr

Und Lauterbach kommt bei versprochener Spargelcremesuppe.
Mit Schwung und unserem Geld in eine suboptimale digitale Zukunft.
Nur wenn das passiert, was einige Kollegen schon vor Tagen diskutiert haben, wenn der Apothekerberuf von bestimmter Seite zur Vernichtung freigegeben wird, mit den gewaltigen Zwangsbeitragssummen, die zur Gebäudeerstellung abgezogen wurden? Diese 40 plus X Millionen in der Heidestrasse gehören uns allen. Das muß doch mal einer den finanztechnisch unerfahrenen Pharmazierittern aus der Vorstandsebene klarmachen.

Telefonanlage

von Christiane Patzelt am 14.05.2019 um 17:57 Uhr

Gemessen an ihren wirtschaftlich erzielten Erfolgen für uns an der Basis, die den ganzen Bums aus Beiträgen bezahlen bin ich dafür, dass die Telefonanlage aus je 2 Dosen, verbunden mit einer Schnur ausreichend ist! Wer Vorkriegszeit-Politik betreibt, braucht auch nur Vorkriegszeit-Equipment! Schnürt den Gürtel enger, mehr lässt Oberhänsli nicht...aber vielleicht habt ihr mit dem schon längst n Sponsorenvertrag, wenn ich mir so die app des DAVs angucke...der DAV sollte sich bei der Gelegenheit umbenennen in DAV-Schweiz-AG und als Emblem den Eselshut tragen. Ach, was reg ich mich auf...An die Jugend - freu mich auf ne Aktion in der Umzugswoche, hätte noch was frei und die Trillerpfeife hängt noch in der Nähe!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Apothekerhaus

von Roland Mückschel am 14.05.2019 um 17:05 Uhr

Meinen allerherzlichsten Glückwunsch
liebste ABDA!


Mit zornigen Grüssen

R. Mückschel

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Eröffnungsgala

von Dr Schweikert-Wehner am 14.05.2019 um 17:02 Uhr

Zum Festakt mit Politikern sollten sich alle Apotheker, auch und vor allem die, die ihre "Bude" schon schließen mussten, vor dem schönen Domizil versammeln um mit Trillerpfeifen gegen die Politiker und die Standesvertreter zu protestieren.

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Eröffnungsgala und Würmer-Gegendemo

von Wolfgang Müller am 14.05.2019 um 18:31 Uhr

Nicht vergessen: die die ihre Bude schon schließen mussten oder demnächst das befürchten müssen, da kann die ABDA Nix, aber auch gar Nix für.

Das sind Schwachleister, die schon für das Berliner Kammer-QM nicht genügend Kapazitäten und Interesse hatten. Und um die es deswegen nicht schade ist, denn die könnten auch die weiteren Ambitionen im ABDA-Einzig-Und-Allein-Aphrodisiakum "Neue Dienstleistungen" nicht problemlos von ihren Kapazitäten mittragen. Gerne WEG DAMIT.

Sinngemäß mir genau so von einem Berliner Kammer-Big-Shot beim "Perspektivpapier"-DAT 2014 so gesagt.

Also: Was Sie da vorschlagen, wäre nichts als eine armselige Demonstration der elenden Versager-Würme. "Das muss man aushalten" (VW-Müller zu den Diesel-Prozessen in USA), ist da sicher auch die FeldherrInnen-Haltung vom Heidestraßen-Balkon.

AW: Eröffnungsgala

von Aaa am 17.05.2019 um 22:59 Uhr

Ich bin dafür!
Wer macht mit?
Kann 3 Personen aus Düsseldorf mitnehmen zum Protest gegen ABDA, gegen Kammer die sich bei DocMorris nur lächerlich macht und Präsidentrn der Wasser predikt für andere Inhaber aber Selbstbst wie bei Apotheken ad hoc nachzulesen Wein trinkt!

Stupid german money ...

von Reinhard Herzog am 14.05.2019 um 15:20 Uhr

Stupid german money meets stupid german working ...
... oder: hier regiert eben die Hamster- statt der Adler-Mentalität. Passivität und einigeln statt angreifen. Wer hat, der hat - vieles eben auch nötig.

Und wie Kollege Dr. Diefenbach schon ganz richtig anmerkte: Immobilien kann man auch anmieten und das Geld viel klüger im eigentlichen Sinne der Standesvertretung arbeiten lassen. Wenn man es denn kann ... siehe den Anfang meines Kommentars.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Stupid german money . . .

von Uwe Hansmann am 14.05.2019 um 16:21 Uhr

. . . na, na Kollegen . . . von innen aus betrachtet sieht doch das Hamsterrad geradezu wie eine Erfolgsleiter aus . . .

Die Sparbüchse ABDA Haus

von Dr.Diefenbach am 14.05.2019 um 13:03 Uhr

Es fällt mir nur eines ein:Eine solche Dreistigkeit ist mir selten untergekommen.Denn die ursprünglichen Kosten wurden viel niedriger angesetzt.Da geht er also hin,der wohl erzielte Überschuss aus dem Verkauf der Jägerstrasse.Und noch viel mehr.Maßlos ist das alles.Natürlich werden die Teilnehmer am gesellschaftlichen Leben,die uns gerne am Zeug flicken,diesen Unnützbau zum Anlass nehmen,die wohlhabende Pharmazie weiter zu düpieren.Ach so:Selbstverständlich lädt die GF die hochrangige Politik in das Domizil ein,ein bisschen Angabe schadet ja nie.Ich frage mich aufs Neue,warum die KollegInnen sich diese ganze Perversion gefallen lassen und nicht zum Besuch der Immobilie,wenn auch mir anderen Vorzeichen,einladen.In Hessen hat die LAK ,ebenso der HAV,Immobilien angemietet.Reicht völlig aus.Und Beschwerden gibt es im Haushaltsausschuss auch keine.Aber wir denken halt noch einigermassen basisorientiert.Der Berliner Irrsinn endet nämlich irgendwann.Irgendwo.Irgendwie

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Kommentar abgeben

 

Ich akzeptiere die allgemeinen Verhaltensregeln (Netiquette).

Ich möchte über Antworten auf diesen Kommentar per E-Mail benachrichtigt werden.

Sie müssen alle Felder ausfüllen und die allgemeinen Verhaltensregeln akzeptieren, um fortfahren zu können.