Starker Franken belastet

Novartis wächst dank neuer Medikamente

Basel/Berlin - 27.01.2015, 11:49 Uhr


Novartis sieht sich mit neuen Medikamenten und einem schnellen Wachstum in aufstrebenden Industrienationen auf Kurs. Für 2015 erwartet Novartis-Chef Joseph Jimenez eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Novartis will aber vor allem sein laufendes Geschäft noch effizienter machen: Das operative Kernergebnis soll noch stärker wachsen als der Umsatz.

Vor allem neu entwickelte Medikamente liefen gut, sagte er. Produkte, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen seien, machten inzwischen einen großen Teil des Umsatzes aus. In den Schwellenländern seien die Erlöse im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Insgesamt legte der Konzern 2014 beim Umsatz um ein Prozent auf knapp 58 Milliarden Dollar (rund 51 Mrd. Euro) zu. Der Reingewinn stieg um zwölf Prozent auf rund 10,3 Milliarden Dollar (9,1 Mrd. Euro).

„2014 war für Novartis ein Jahr der Transformation“, kommentierte dies Novartis-CEO Joseph Jimenez. „Wir haben unsere Umsetzungsfähigkeit verbessert und zugleich Schritte unternommen, um unser Unternehmen auf unsere drei führenden Geschäftsbereiche mit globaler Reichweite zu fokussieren. Wir haben solide Umsatzsteigerungen und höhere Margen erzielt, unsere Innovationstätigkeit verstärkt und unsere Initiativen zur Qualitäts- und Produktivitätssteigerung vorangetrieben. Ich bin zuversichtlich, dass wir für zukünftigen Erfolg positioniert sind.“

Das Geschäft mit Nachahmermedikamenten macht dem Konzern allerdings weiter Probleme. Die Umsatzeinbußen durch Generika schätzt Novartis auf 2,5 Milliarden US-Dollar (2,2 Mrd. Euro), 100 Millionen Dollar mehr als im Vorjahr. Auch der starke Schweizer Franken dürfte den Konzern beim Wachstum behindern: Sollte der Franken auf dem derzeitigen Niveau bleiben, rechnet Novartis mit negativen Auswirkungen von sieben Prozentpunkten auf den Umsatz und zwölf Prozentpunkten auf das operative Kernergebnis im Gesamtjahr 2015. Novartis verkauft zwar nur einen Bruchteil seiner Medikamente in der Schweiz, hat dort aber einen größeren Teil seiner Kostenbasis.


dpa-AFX/DAZ.online


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