Quartalszahlen

Franken-Aufwertung bremst Roche

22.04.2015, 09:40 Uhr

Der starke Schweizer Franken hat Roche im ersten Quartal 2015 etwas gebremst. (Bild: Roche)

Der starke Schweizer Franken hat Roche im ersten Quartal 2015 etwas gebremst. (Bild: Roche)


Basel – Der starke Schweizer Franken hat den Pharmakonzern Roche nicht so stark getroffen wie befürchtet. Den Schweizern kam im ersten Quartal der ebenfalls hohe Dollarkurs zu Hilfe: Dieser beflügelte den Umsatz im wichtigen US-Markt und half Roche, auf Wachstumskurs zu bleiben. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun etwas weniger Gegenwind vom Schweizer Franken als noch zu Jahresbeginn, wie Finanzvorstand Alan Hippe am Mittwoch sagte. Die Roche-Aktie startete am Morgen mit einem Kursplus von zwei Prozent in den Handel.

Auf der Basis der Daten von Ende März dürften die Wechselkurse den Jahresumsatz nur noch mit drei statt sechs Prozentpunkten belasten, wie zuvor befürchtet. Beim Kern-Betriebsgewinn dürften sie sich nur noch mit vier Prozentpunkten negativ niederschlagen. Bislang war das Management von einer Belastung in Höhe von neun Prozentpunkten ausgegangen. Im Januar hatte die Schweizer Nationalbank mitgeteilt, den Franken nicht mehr an den Euro zu koppeln. Der Franken hat seitdem gegenüber dem Euro um knapp ein Fünftel aufgewertet.

Dies machte sich zwar bei Roche bemerkbar, der Umsatz kletterte im ersten Quartal dennoch um drei Prozent auf 11,8 Milliarden Schweizer Franken (11,5 Mrd. Euro). Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten. Ohne den Gegenwind durch den Kurs der erstarkten Landeswährung hätte das Plus im Jahresvergleich fünf Prozent betragen. Zum Gewinn im Quartal machten die Schweizer keine Angaben. Die für den Konzern wichtige Pharma-Sparte legte um drei Prozent zu. Vor allem Krebsmedikamente stützten das Wachstum. Der Umsatz mit dem Verkaufsschlager MabThera wuchs den Angaben zufolge um fünf Prozent auf 1,74 Millionen Franken.

Bei MabThera wie im Gesamtkonzern kurbelte vor allem das US-Geschäft die Einnahmen an. Auch weil der hohe Dollarkurs Nachteile durch die Frankenstärke wettmachte, legte das Unternehmen in den USA um 13 Prozent zu. In Europa sank der Umsatz dagegen um zehn Prozent. Ursache war die Schwäche des Euro im Verhältnis zum Franken. In den USA erzielt der Roche-Konzern deutlich mehr als ein Drittel seiner Erlöse, der Anteil Europas beträgt nur 18 Prozent. Trotz des starken US-Geschäfts sind Währungseffekte für Roche ein Thema: In der Schweiz erzielte Roche zuletzt rund ein Prozent des Konzernumsatzes, doch fallen dort 18 Prozent der Gesamtkosten an.


dpa / DAZ.online
redaktion@daz.online


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