Universität Leipzig

Uni vergibt wieder Pharmazie-Studienplätze

Berlin - 19.01.2015, 17:25 Uhr


Eine gute Nachricht für alle, die um den pharmazeutischen Nachwuchs bangen: Zum Wintersemester 2014/15 können sich an der Universität Leipzig wieder Interessierte in den zulassungsbeschränkten Studiengang Pharmazie einschreiben lassen. Dies ist das Ergebnis eines heutigen Gespräches von Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange mit Uni-Rektorin Beate Schücking. Wie im Vorjahr sollen erneut 36 Studierende neu aufgenommen werden.

„Ich freue mich, dass wir den Fortbestand der Pharmazie-Ausbildung in Leipzig für ein weiteres Jahr gewährleisten können“, betonte Ministerin Stange (SPD). Der Freistaat werde dem Bedarf an Apotheker-Nachwuchs Rechnung tragen und die Ausbildung sichern. Dazu hätten sich SPD und CDU im Koalitionsvertrag bekannt. Im Rahmen der Hochschulentwicklungsplanung 2025 soll sodann mit der Hochschule eine dauerhafte Lösung gefunden werden. Sachsen stellt nun zunächst zusätzliche Mittel für ein weiteres Jahr zur Verfügung – damit könne die Universität Lehrkräfte über befristete Beschäftigungsverhältnisse für die Pharmazie-Ausbildung binden.

Die Universitätsleitung hatte vor dem Hintergrund des vom Land geforderten Stellenabbaus entschieden, das Institut für Pharmazie perspektivisch zu schließen. Leipzig ist der einzige Standort für diesen Studiengang in Sachsen. Überlegungen, für die Pharmazieausbildung eine länderübergreifende Lösung mit der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg zu finden, liegen derzeit auf Eis, so das Ministerium. Die Gespräche dazu sollen aber wieder aufgenommen werden.

Holger Mann, Sprecher für Hochschule und Wissenschaft der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zeigte sich ebenfalls erfreut über die Übereinkunft der Universität mit dem Wissenschaftsministerium. Damit sei eine Ausbildung für diese Studierende vor Ort bis mindestens 2019 gesichert. Auch er verspricht: Im Rahmen der Hochschulentwicklungsplanung 2025 werde das Thema Apotheker-Nachwuchs weiter diskutiert, „um sowohl Studierenden wie auch dem wissenschaftlichen Personal eine verlässliche Perspektive in Lehre und Forschung zu geben.“


Kirsten Sucker-Sket


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