Koalitionsvertrag Brandenburg

Rot-Rot konzentriert sich auf Krankenhäuser

Berlin - 14.10.2014, 14:09 Uhr


Bereits in den Wahlprogrammen zur Landtagswahl in Brandenburg spielten Apotheker und Arzneimittel so gut wie keine Rolle. Im jetzt ausgehandelten Koalitionsvertrag zwischen SPD und der Partei Die Linke kommen beide Stichworte gar nicht mehr vor. Dem Thema Gesundheit widmet der 70-seitige Vertrag eine Seite.

Darin spielen vor allem die Krankenhäuser als Sicherung für die landesweite Versorgung im dünnbesiedelten Flächenland eine wichtige Rolle. „Die Stärkung der Krankenhäuser als Anker der gesundheitlichen Versorgung im ganzen Land bleibt die Grundlinie unserer Gesundheitspolitik“, heißt es dort. Alle Krankenhausstandorte im Land sollen danach erhalten bleiben. Die rot-rote Koalition will dazu in den kommenden fünf Jahren mindestens 400 Millionen Euro in die Krankenhäuser investieren. 

Die medizinische Versorgung der ländlichen Regionen soll über die Kooperation von medizinischen Einrichtungen, Anreizen für die Facharztausbildung und durch weitere Vernetzung von Angeboten, wie zum Beispiel regionalen Gesundheitskonferenzen, gesichert werden. Die stationäre und ambulante Versorgung sollen stärker als bisher ineinander verschränkt werden. 


Lothar Klein


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