Apotheker-Beratung per Internet

Telekom/DocMorris bringen Apotheke aufs Sofa

Berlin - 25.02.2014, 13:23 Uhr


Nach dem grün-weißen Apothekenbus lässt DocMorris die deutschen Apotheker mit einer neuen Initiative aufhorchen. Die Deutsche Telekom und die Versandapotheke bringen die Apotheke nach Hause aufs Sofa ins Wohnzimmer: Auf der Elektronik-Messe Cebit stellen beide Unternehmen im März ein Gemeinschaftsprojekt vor, das die Live-Kommunikation mit und die Live-Beratung durch einen DocMorris-Apotheker per Internet-Livestream ermöglichen soll.

Ein Telekom-Sprecher bestätigte DAZ.online den Präsentationstermin am 11. März auf der Cebit: „Im Mittelpunkt des Gespräches steht eine Kooperation zwischen DocMorris und der Deutschen Telekom respektive der Telekom Deutschland GmbH. Es geht um einen Internetanwendung/dienst.“ Die Deutsche Telekom bringe die Beratung nun live zum Kunden: „Dazu kooperiert der Bonner Kommunikationskonzern mit DocMorris. Kunden von Europas größter Versandapotheke können sich demnächst ganz bequem vom Sofa daheim oder auch unterwegs interaktiv über Medikamente und ihre Anwendung informieren und beraten lassen“, so die aktuelle Presseeinladung. Weitere Details der Vereinbarung und der Anwendungsmöglichkeiten wollten beide Unternehmen noch nicht verraten.

Offenbar geht es aber darum, per Internet-Livestream eine Verbindung vom heimischen Computer, Laptop oder Smartphone zu einem DocMorris-Apotheker herzustellen. Ob dafür eine neue App entwickelt wurde, ist unklar. Nicht bekannt ist auch, ob die Beratung kostenpflichtig sein wird. Allerdings soll die Beratung durch einen DocMorris-Apotheker nicht mit einer Bestellpflicht bei der  Versandapotheke verknüpft sein. Der Kunde/Patient soll live mit dem DocMorris-Apotheker kommunizieren können.

Wahrscheinlich per Barcode-Scanner oder per Kamera kann der Kunde/Patient vom Sofa aus Informationen, zum Beispiel über seine Arzneimittel, an den DocMorris-Apotheker übermitteln. Dieser kann ihm im Rahmen einer Art Video-Konferenz antworten oder die Anwendung zum Beispiel von Inhalatoren demonstrieren. Nach dem DocMorris-Apothekenbus dürfte auch die innovative Apotheken-App für kontroverse Diskussionen sorgen.


Lothar Klein


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